Diagnose und Behandlung

Diagnostik

Immer mehr Menschen klagen über Elektrosensibilität

Elektrosensitivität – eine Umweltkrankheit

Elektrosensibilität ist eine Erkrankung, die erstmals im Jahr 1932 beschrieben wurde und bei der die Physiologie einer Person durch äußere elektromagnetische Felder beeinflusst wird, die zu einem typischen Spektrum von Symptomen führen, die häufig neurologisch sind. Die Beschwerden führen die Betroffenen auf die Verwendung oder Nähe von elektrischen Geräten zurück, die magnetische, elektrische oder elektromagnetische Felder aussenden (Auswirkungen elektromagnetischer Felder sind wissenschaftlich belegt). EHS ist ein Syndrom, das im Wesentlichen vom Patienten selbst beschrieben wird. Die Symptome variieren von Person zu Person und sind abhängig von der Strahlungsstärke/ Strahlungsart/ Einwirkzeit und der individuellen Konstitution. Ein naher WLAN-Router/ Funkmast wird deutlichere Symptome hervorrufen, als ein WLAN-Router/ Funkmast der weiter entfernt ist. Je weiter entfernt, um so unspezifischer das Beschwerdebild. Elektrosensible leiden typischerweise an dermatologischen Symptomen (z. B. Kribbeln/ ziehen, brennen, erröten) und/ oder neurologischen Symptomen (z. B. Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Schwindel, Müdigkeit), wenn sie sich in der Nähe eines elektrischen Geräts befinden: WLAN-Router, DECT Telefone, Funkmasten, Handy, Computer, fluoreszierende Beleuchtung, Stromleitungen etc. Dennoch gibt es ein wichtiges, wenn nicht das wichtigste Merkmal, das allen Betroffenen gleich ist: entfernen sie sich von funkemittierenden Gerätschaften (WLAN/ Funkmasten etc) verbessern sich die Beschwerden.

Diagnostik

Kann mein Hausarzt Elektrosensibilität diagnostizieren?

Hausärzte sollten in der Lage sein, Elektrosensibilität auch ohne zusätzliche Tests zuverlässig zu diagnostizieren. Das wichtigste Diagnosewerkzeug für einen Arzt ist die Fähigkeit des Patienten, zwischen Ursache und Manifestation der Symptome und der Art und Weise, wie der Patient die Symptome beschreibt, zu korrelieren.

Es gibt viele Zustände, bei denen der Mechanismus unbekannt ist und für die keine diagnostischen Tests existieren, wie beispielsweise bei Migräne. Dementsprechend diagnostizieren Ärzte Migräne nur anhand der Art und Weise, wie Patienten die Kopfschmerzen beschreiben. Dasselbe kann und sollte auf EHS angewendet werden.

Wenn eine Person jedes Mal, wenn sie ein Mobiltelefon benutzt, Schmerzen im Kopf empfindet, ist die Ursache des Schmerzes eindeutig das Mobiltelefon. Der Patient muss hierbei natürlich glaubwürdig sein, was eine sorgfältige Anamnese voraussetzt. Ebenfalls sind psychische Probleme auszuschließen. Die Symptome von Menschen mit EHS sind nicht nur in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert, es ist auch sinnvoll, dass solche Auswirkungen auftreten können. Indes ist die Strahlung von Mobiltelefonen und anderen künstlichen drahtlosen Quellen eben nicht „niedrig“, sondern tatsächlich eine Billion Mal höher als die Strahlung in der natürlichen Umgebung, in der wir uns entwickelt haben. Da unser Gehirn, unser Herz und unser Nervensystem elektrisch sind, wirken sich externe elektrische Quellen mit einer so hohen Strahlung auf unseren Körper und unser physiologisches elektrisches System aus. buergerwelle.de

Diagnoseschlüssel

Apotheke Symbol

Der Diagnoseschlüssel für eine bestimmte Krankheit leitet sich aus einem einheitlichen Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen ab. Weiter definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die ICD („Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“) als verbindliches Regelwerk. 
Mit dem Code Z58 ist Elektrosensibilität diagnostizierbar.
– Kontaktanlässe mit Bezug auf die physikalische Umwelt
– Belastung durch elektromagnetische hochfrequente Felder/ Elektrosensibilität 

Labormedizinische Diagnose

Da Stressfaktoren gemessen werden können, ist eine Diagnostik der Elektrosensibilität Labormedizinisch durchaus möglich. Hierbei kann durch eine Provokation mit elektromagnetischen Feldern (zbsp. 15 Minuten Handygespräch/ DECT/ WLAN) eine Kausalität zwischen EMF und der Ausschüttung von Stressfaktoren hergestellt werden.

Möglichkeiten zum Nachweis einer EHS-Erkrankung

fMRT (funktionelle Magnetresonanztomographie)

Elektrosensible zeigen Veränderungen in der fMRT. Diese Arbeit aus der Praxis zeigt auf, dass man mit der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie (fMRT) bei elektrosensiblen Personen deutliche Unterschiede in den Hirnaktivitäten sehen kann im Vergleich zu einer normalen fMRT. Alle hier vorgestellten elektrosensiblen haben ähnlich veränderte Muster der Hirnaktivität. Die 10 Patienten hatten über Jahre eine Elektrosensibilität (EHS) entwickelt. Normale Labortests ergaben keine auffälligen Werte. Die fMRT ist eine Möglichkeit zur EHS-Diagnose.

strahlentelex.de

EKG-Herzfrequenz (Nachweis von Strahlenbelastung durch EKG)

Im Doppelblindversuch, in welchem nicht bekannt ist, wann die elektromagnetischen Felder wirken, verändern sich bei vielen Elektrosensiblen die Herzrate und Herzratenvariabilität/ Mikrozirkulation und aktive Hautpotenziale. Gesteuert werden die Körperfunktionen über das zentrale Nervensystem.

Veränderung der Herz-Frequenz

Veränderung der Herz-Frequenz bei Mensch und Tier gleichzeitig bei elektromagnetischer Belastung durch Funkturm ibes-gegen-elektrosmog.de

Dunkelfeldmikroskopie 
(Geldrollenbildung)

Bei der Geldrollenbildung der roten Blutkörperchen handelt es sich um eine der einfachsten Nachweismethoden für die Auswirkungen von Elektrosmogeinwirkungen. Durch die Veränderung des Blutes wird die ganze Sauerstoffversorgung im Körper nachhaltig gestört.  Antriebsschwäche und Erschöpfungszustände können die Folge sein.

elektrosmog.com

Geldrollenbildung durch Mobilfunk

Dr. Lebrecht von Klitzing (Verschiedene Testmethoden)

Wir können am vegetativen Nervensystem beobachten und auch messen, dass Menschen z.B. gegenüber Mobilfunkstrahlungen elektrosensibel sind. Das vegetative Nervensystem spiegelt die Bioregulation wider, die vom Gehirn (Hypothalamus) gesteuert wird. Auf diese Steuerung hat der Mensch keinen unmittelbaren Einfluss- dazu gehören z.B. der Herzschlag, die Hautdurchblutung, die Aktivität der Kapillargefäße, das EKG und teilweise auch das EEG. Beim EKG ist die Variabilität der Herzrate der Parameter, der uns entscheidende Informationen darüber gibt, ob das Bioregulationssystem funktioniert.

gigaherz.ch

Prüfverfahren

EHS-Test nach Klitzing

Dieses Diagnoseverfahren bietet eine klare Beurteilung der Anpassungsfähigkeit des Biosystems in Bezug auf gepulste hochfrequente elektromagnetische Felder und kann somit eine endgültige Diagnose der Elektrosensibilität, des Grades der Erkrankung und möglicher bereits vorhandener Schäden liefern. Von Dr. Lebrecht von Klitzing

Zur Beurteilung des Grades der Elektrosensibilität wird die Fähigkeit zur Bioregulation (Anpassungsfähigkeit des biologischen Systems an Umweltfaktoren) getestet. Untersucht wird die Reaktion des vegetativen Nervensystems auf gepulste elektromagnetische Felder, wie sie in der Mobilkommunikation verwendet werden.

  • Herzratenvariabilität (HRV)
  • Mikrozirkulation
  • Elektrische Aktivität der Hautpotenziale (Oberflächen-EMG)

Herzfrequenzvariabilität (Variabilität in der Abfolge der einzelnen Herzaktionen), Mikrozirkulation (Dynamik der Zirkulation in Kapillargefäßenund aktive elektrische Hautpotenziale werden als objektive Parameter erkannt, die nicht direkt von der Psyche beeinflusst werden können.

Mit Hilfe dieser Parameter können Aussagen über den Ist-Zustand des Biosystems, vorhandene Vorschäden (chemische Vergiftungen, Allergien etc.), sowie die Aktivität der Bioregulation getroffen werden.

Durchführung

Bei der Prüfung der Bioregulationsfähigkeit unter Anwesenheit eines elektromagnetischen Reizes werden keine invasiven Techniken eingesetzt und keine Medikamente verabreicht. Die Prüfung findet unter kontrollierten Bedingungen statt, d.h. der Raum, in dem das Experiment stattfindet, ist frei von zusätzlichen elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feld-Expositionen.

Der Untersuchungszeitraum gliedert sich in drei Phasen: Ruhe, Exposition und Erholung, und der Patient wird nicht informiert, wenn die Exposition beginnt und endet (Single-Blindstudie). Der verwendete Stimulus ist ein DECT-Telefon, das kontinuierlich ein gepulstes elektromagnetisches Feld aussendet. Die Leistungsflussdichte am Ort der Exposition beträgt 1mW/m², was 10/00 der aktuellen gesetzlichen Richtlinien entspricht.

Während der Untersuchung werden alle physikalischen Parameter kontinuierlich und gleichzeitig gemessen und aufgezeichnet. Zur Beurteilung der Herzfrequenzvariabilität (HRV) wird ein Brustkanal-EKG verwendet. Die aktiven Hautpotenziale werden über einen Sensor am linken Unterarm erfasst und die Mikrozirkulation am Ohrläppchen mittels Laser-Doppler-Bildgebung gemessen.

Zusätzliche Informationen können aus der Bandbreite der HRV abgeleitet werden, die sich aus dem arithmetischen Mittel der Herzaktionen ergibt. Veränderungen in der Mikrozirkulation und den aktiven Hautpotentialen werden ausschließlich aus den Funktionen der Zeit analysiert und die Ergebnisse für die verschiedenen experimentellen Phasen anschließend miteinander verglichen.

Ergebnisse

  • Herzfrequenzvariabilität

Bei der Spektralanalyse ist eine geringere Herzfrequenzvariabilität in den Signaleigenschaften der harmonischen Frequenzen deutlich sichtbar, wobei die Bandbreite ein Maß für den Grad der Variabilität ist.

Ist die HRV bereits in der Ruhephase vor Beginn der Exposition begrenzt, kann sie ein Hinweis auf eine bereits bestehende, möglicherweise bereits irreversible Schädigung des vegetativen Nervensystems sein. Dies stellt eine große Belastung für die Kapazitäten zur Bioregulierung dar.

  • Mikrozirkulation

Die Mikrozirkulation wird direkt durch das vegetative Nervensystem gesteuert. Daher liefert der Vergleich der vor, während und nach der Exposition gewonnenen Daten Informationen über die Aktivität der Bioregulation.

  • Aktive Hautpotenziale

Die aktiven Hautpotenziale können Stress und auch Blockaden der elektrischen Signalleitfähigkeit nachweisen. Werden während der Exposition vor allem Veränderungen der Mikrozirkulation und des Hautpotentials festgestellt, ist dies kein Hinweis auf akute Gesundheitsschäden. Gepulste elektromagnetische Felder stellen jedoch einen Stressfaktor für den Organismus dar, der unter Langzeitbelastung zu Krankheiten führen kann.

Behandlung

Behandlung bei Elektrosensibilität

Welche Behandlung gibt es bei Elektrosensibilität?

Die Lösung ist nicht die Unterdrückung der Symptome durch Medikamente, sondern die Reduzierung (Notfalls Abschirmung) von Elektrosmog und eine Erholung in Bereichen mit geringer Elektrosmogbelastung.

Wenn bei geringer Elektrosmogbelastung eine Erholung eingetreten ist, sollte die häusliche Umgebung in Bezug auf Schadstofffelder untersucht werden (Messungen im Hochfrequenz- und Niederfrequenzbereich) und es sollte ein Sachverständiger hinzugezogen werden, um die Quellen bestehender Belastungen zu beseitigen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Reduzierung der Exposition die effektivste „Behandlung“ ist (Hagström et al, 2013). Die Forschung zeigt auch, dass psychogene Behandlungen und Medikamente viel weniger wirksam waren als die Vermeidung, was einen weiteren Beweis dafür liefert, dass EHS ein physiologischer Zustand und kein psychogener Zustand ist und dass jede gegenteilige Behauptung unbegründet ist. c4st.org

Es müssen Möglichkeiten der sofortigen und der langfristigen Entlastung von Strahlenbelastung geklärt und eingeleitet werden. Da es sich bei der Elektrosensibilität um ein multifaktorielles Geschehen handelt, ist die umfassende Entlastung von sensibilisierenden Kofaktoren zu betreiben. (z.B. Metallentfernung, Zahnsanierung, Toxikologische Diagnostik und Therapie, ganzheitliche Behandlungsweisen, Umweltmedizinische Behandlung, usw., Wohn- und Schlafplatzsanierung.Dr. med. Wolf. Bergmann

Weitere Informationen zu Entgiftung/ Ernährung und Gesundheit(sförderung) speziell für elektrosensible Personen gibt es unter den internen Links Gesundheit und Ursachen.

Artikel

  • baubiologie.or.at (Anamnese der Beschwerden | Untersuchung & Befunde | Messung der EMF-Exposition | Vermeidung bzw. Verringerung der EMF-Exposition | Diagnose | Therapie)
  • kaminek.at Diverse Tests bei Elektrosensibilität
  • braingeneering.ch Medizinischer Umgang mit Elektrosensibilität
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