Folgen für EHS Betroffene

Die Folgen für Betroffene

Die Folgen für Betroffene

Zerstörte Leben

Menschen mit elektromagnetischer Empfindlichkeit werden häufig in inakzeptable Situationen gezwungen und ihre grundlegenden Menschenrechte durch die invasiven Handlungen anderer und das Versäumnis der Regierungen, die grundlegenden Menschenrechte zu schützen, verweigert.

  • Aufgabe des Arbeitsplatzes, wenn der Arbeitgeber sich weigert, den Arbeitsplatz geeignet zu gestalten
  • Verlassen der Wohnung, wenn Nachbarn über WLAN verfügen, DECT Telefone benutzen, sich in der Nähe ein Funkmast, ein anderer drahtloser Sender, Stromkabel oder Transformator befindet
  • Verlassen der Familie, wenn die Familie nicht in der Lage ist, ohne drahtlose Strahlung oder gegebenenfalls ohne bestimmte Arten von elektrischer Energie zu leben
  • Verzicht auf den Besuch von Krankenhäusern, Gesundheitszentren, Zahnärzten, Optikern usw., wenn es keine Vorkehrungen für ihre Bedürfnisse gibt
  • Sogar ihr Land verlassen, wenn sie kein geeignetes strahlungsfreies Gebiet finden, in dem sie leben können
  • Verzicht auf ihr Recht auf öffentliche Bildung und Hochschulbildung. Kinder mit elektromagnetischer Empfindlichkeit müssen zunehmend zu Hause unterrichtet werden, was schwerwiegende familiäre und wirtschaftliche Auswirkungen hat
  • Eingeschränktes Reisen. Hotels und Pensionen ohne WLAN werden immer seltener. WLAN in Zug/ Bus nimmt zu.

Weitere Folgen

  • Angst, in der Öffentlichkeit darüber zu sprechen, weil man nicht als verrückt gebrandmarkt werden möchte.
  • Unabhängigkeit geht bei vielen Betroffenen verloren
  • Fehlende Rücksicht anderer aufgrund fehlendem Verständnis

Teure Hilfsmittel

Erhebliche Mehrkosten

Die Kranken fallen außerhalb der Gesellschaft. Der Patient muss notwendige Hilfsmittel selbst bezahlen. Staatliche Gelder (z.B. Hartz4) sind hierbei insbesondere für Menschen mit Umweltbedingten Erkrankungen nicht ausreichend. Aufwändige Krankenbehandlungen, Abschirmkleidung, Messgeräte, Abschirmmaßnahmen im Wohnraum, Wohnraumsuche (Fahrtkosten etc), spezifische notwendige Ernährung und Schwermetallentgiftung sind teils mit erheblichen Kosten verbunden.

Uneinsichtige Menschen im Umfeld

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass jeder das Leben genießen möchte und niemand eine Last sein möchte. Menschen, die an chronischen und unsichtbaren Krankheiten leiden, schätzen Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

Es kommt vor, dass Nachbarn oder Arbeitskollegen ihre Funkgeräte trotz Absprache anschalten oder anlassen, nur um zu testen, ob Betroffene wirklich reagieren. Oder auch, weil z.B. WLAN als wichtiger erachtet wird, als die Betroffene Person. Sehr oft ist es auch Ignoranz, weshalb auf Bitten und Absprachen nicht mehr geachtet wird.

EHS ist kein Traumlebensstil. Den ganzen Tag zu Hause zu sein oder flüchtig zu sein (da z.B. die Wohnung belastet ist) ist kein Traumlebensstil. Viele Menschen sind aufgrund EHS oft an einen festen Ort gebunden oder gezwungen eine funkfreie Umgebung zu suchen. Es kann sehr frustrierend und enttäuschend für Betroffene sein, nicht aktiv an der Welt um sie herum teilnehmen zu können.

Falsche Darstellung der Umwelterkrankungen

Das gesamte Konzept der EMF-Umweltsensitivität ist problematisch. Als ob EHS ein menschliches Merkmal wäre und keine (künstliche!) Umweltsache, die vermieden werden könnte. Wenn eine Person 30 Jahre lang gesund und zufrieden gelebt hat und dann in einem Gebäude krank wird, wird ihr gesagt, dass an dem Haus nichts falsch ist, das Problem bei Ihnen selbst liegt- das Sie so empfindlich sind.

Die Nichtanerkennung von Elektrosensibilität-
eine Verletzung der Menschenrechte?

EHS ist nur in Schweden anerkannt

EHS ist eine Behinderung mit Rechten nach nationalem und internationalem Recht und wird als solche bisher nur in Schweden anerkannt. Die schwedischen Behörden sind demnach verpflichtet, die UN-Regeln zu befolgen, die sich mit der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen befassen (Standardregeln für die Versorgung von Menschen mit Behinderungen und Gleichstellung). Seit 2007 sind diese Regeln in die UN-Menschenrechtskommission für Menschen mit Funktionsstörungen integriert.

EHS erfüllt alle Bedingungen für eine Behinderung, wie in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beschrieben, mit Schwerpunkt auf Umweltbarrieren. Dies verhindert, dass behinderte Menschen gleichberechtigt mit anderen auf die Gemeinschaft zugreifen, sie einbeziehen und an ihr teilnehmen können. Die WHO hat das Bestehen der Erkrankung im Jahr 2005 anerkannt (Fact Sheet 296 „Elektromagnetische Felder und öffentliche Gesundheit/ Elektromagnetische Überempfindlichkeit“).

In der Praxis wird EHS als Behinderung mit Rechten in vielen Ländern leider noch nicht anerkannt. Problem: Die Inzidenz von EHS-Fällen in den USA und in Europa nimmt zu.

Es ist Aufgabe der Gesellschaft, das Recht der Betroffenen anzuerkennen, ein normales Leben in einer auf Gleichheit basierenden Gesellschaft zu führen. Die Gleichbehandlung dieser Gruppe sollte nicht als Geste oder „Gefallen“ erfolgen. Es ist auch nicht etwas, was die Regierung höflich von privaten Unternehmen und Menschen fordern sollten. Gleichheit ist keine Geste, die „zum Wohl eines Menschen“ gemacht wurde. Gleichheit ist ein verbindliches Prinzip für das Handeln in der Welt, weil es das ist, was von jedem Bürger erwartet wird- und weil Diskriminierung und Unzugänglichkeit gesetzlich verboten sind. dolevltd.co.il

Zugänglichkeit sollte auf die gleiche Weise beachtet werden wie für Sehbehinderte oder Körperbehinderte

Es ist unvernünftig, dass stromempfindliche Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel nicht nutzen können und viele andere Dienstleistungen außerhalb ihrer Reichweite liegen. Die Zugänglichkeit sollte auf die gleiche Weise beachtet werden wie für Sehbehinderte oder Körperbehinderte. Beispielsweise sollten strahlungsfreie Zonen in Zügen und Bussen errichtet werden.

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