Eigener Bericht

Elektrosensibilität- ein Leben aus Umzugskisten

Ich war Selbständig, hatte eine schöne 1-Raumwohnung mit Vollbad, Einbauküche, Balkon in einem schönen Viertel in Hamburg. Geschäfte in der Nähe und super Verkehrsverbindungen. Ich war 29/ 30 Jahre alt. Gesund, fit und mit viel Lebensfreude. Auch heute (9 Jahre später) sind meine körperlichen Werte ausgezeichnet.

2010/ 2011- die Schicksalsnacht

Ich schlief, wie jede Nacht. Plötzlich bin ich schock-aufgewacht. Völlig aus dem nichts, mit aufgerissenen Augen. Ich stand wie unter Strom/ Elektrizität. Ich wusste absolut nicht, was plötzlich los ist.
Ich war irritiert. Was ist das? Es fühlte sich in jedem Fall “von außen kommend“ an, nicht körperlich verursacht.
Also suchte ich erst nach Stromkabeln in und um das Bett, was die Ursache sein könnte. Irgendwas sehr starkes elektrisches spürte ich. Doch ich konnte nichts finden. Es war auch unlogisch, aber wo soll man sonst suchen.
3 Tage und Nächte war kein Schlaf möglich, ich stand förmlich unter Strom. Ich versuchte dann in der Küche zu schlafen, in der Hoffnung, das es dort besser ist. Aber kein Raum war in Ordnung.

Symptome
  • Kopfdruck
  • Haarausfall
  • Stromgefühl
  • Muskelverspannung
  • Innerer Stress
  • Kein Schlaf möglich
Suche nach der Ursache

Ich begann mit der Suche nach der Ursache. Da ich noch nie von Elektrosensibilität und WLAN gehört hatte, habe ich erst andere Ursachen als Grund überlegt. Erste Anrufe und Berichte über meinen Zustand an meine Mutter fanden statt. Ich dachte an Borreliose/ Zeckenbiss, Stromallergie, Schimmel/ Wohngifte etc. Doch nichts davon entsprach in Gänze den Symptomen.

Ortsgebundene Beschwerden

Relativ schnell stellte sich heraus, das die Symptome an Orte gebunden sind. Zuhause war es am stärksten. Einige Bereiche waren in Ordnung, auf andere wiederum reagiert ich wieder sehr stark. Zum Schluss war es mir nicht mehr möglich Bahn zu fahren. Ich wurde extrem übersensibel auf Radio/ Bahn/ Bus/ Taxen etc. In den Bahnen entwickelte sich ein extremer, fast beweglicher Kopfdruck, so widerlich, das ich Bahnfahrten abgebrochen habe, weil ich es nicht ausgehalten habe. Sogar ein MRT auf Tumor wurde veranlasst. Mittlerweile ist bekannt, das viele Betroffene am Anfang solch ein MRT verschrieben bekommen, wenn sie über solche Symptome berichten.

Ursache erkannt

Nach einer Zeit habe ich die nun deutlicheren Symptome und Hinweise bei Google eingegeben und es tat sich mir eine neue Welt auf, die ich vorher nicht kannte: Sensibel auf WLAN/ Funk/ Hochfrequenz.
Plötzlich ergab ALLES einen Sinn. Es war sofort klar, das dies die Ursache ist. Gleichzeitig hieß das auch, das die Wohnung an sich nicht mehr haltbar ist. Aber ich wusste nicht wohin.

Wohnung gekündigt

Ich war bereit, in meiner Not auch auf der Straße zu leben (so wie viele Elektrosensible in der Not im Wald/ draußen nächtigen). Nicht weil das Spaß macht, sondern weil EHS an die Existenz geht. Ein Nussallergiker wird nicht lange überleben, wenn er beständig mit Nüssen zu tun hat.

7 Jahre in einem Bürocontainer

Was eine Übergangslösung für ein paar wenige Monate sein sollte, stellte sich als mein Wohnbereich für 7 ganze Jahre dar. Ein Bürocontainer auf dem Land ohne Funkstrahlung (kaum).

Messgerät
Dieses Messgerät ist sehr genau, wird jedoch nicht mehr hergestellt!
Kampf auf der Arbeitsstelle (Radio/ DECT/ WLAN)

folgt

Kauf eines Messgerätes

folgt

Verzweifelte Wohnungssuche/ kündigungen neuer Wohnungen

folgt

2 Jahre WG bei älteren Leuten

folgt

Weitere Wohnungssuche

folgt

Februar 2019- Aufbau dieser Internetseite

folgt

WEITERES FOLGT !!! Ist in Bearbeitung

Print Friendly, PDF & Email