EHS- was nun?

Elektrosensible müssen nicht auf Internet und Telefon verzichten:
– Kabelgebundenes Internet (DSL/ LAN)
– Kabelgebundenes Telefonieren

Versuchen sie Elektrosensibilität als eine Art Allergie zu verstehen.
Kontakt mit auslösenden Allergenen zu vermeiden, ist der einfachste und sicherste Weg, allergische Reaktionen und Beschwerden gar nicht erst entstehen zu lassen. So sollten elektrosensible Menschen umgehend Maßnahmen ergreifen, um eine Exposition (hier Hochfrequenz/ Niederfrequenz) zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, sollten sie die Exposition so weit wie möglich reduzieren (Abschirmung). Sofern sie keine Maßnahmen treffen, kann sich eine Übersensibilisierung auf weitere Strahlungsquellen einstellen.
Wir sind in der Regel Gesund- jedoch empfindlich auf elektromagnetische Funkstrahlung.

1.) Funkarmen Aufenthaltsort aufsuchen

Suchen sie nach Möglichkeit einen Funkarmen Ort auf. Je länger sie an einem belasteten Ort bleiben, um so empfindlicher werden sie auf weitere Strahlungsquellen! Prävention und sofortiger Stopp der Einwirkung muss an erster Stelle stehen. Hierbei bleibt vielen Betroffenen oft nichts anderes übrig, als Wohnungen und Arbeitsstellen aufzugeben, sofern sie sich dort nicht mehr aufhalten können. Das führt dazu, das viele Elektrosensible von nun an behelfsmäßige Unterkünfte aufsuchen oder gar im freien verbleiben/ in Autos übernachten. Schwer Betroffene sind gezwungen, sich gänzlich in funkfreie Gebiete zurück zu ziehen (Uli Weiner).


2.) Schneller Schutz: Rettungsdecke

Rettungsdecke elektrosensibel

Sofern noch keine Möglichkeit für einen funkfreien Aufenthalt gegeben ist, kann als erster und billigster Schutz für den Körper und zur Wandabschirmung eine Rettungsdecke empfohlen werden. Diese schützt nicht nur vor Kälte/ Hitze- sondern auch effektiv vor Strahlungseinwirkung. Sie sind sehr günstig, großflächig, super leicht, praktisch und mehrmals nutzbar. Unangenehm kann das metallische Knistern sein, sofern man damit schlafen möchte. Geht die Strahlung sehr auf den Kopfbereich, kann es hilfreich sein, einen Teil der Decke abzutrennen/ anzupassen und über den Kopf zu legen, Gesicht kann frei bleiben.


4.) Messgerät

Nach Möglichkeit schaffen sie sich bitte ein Messgerät an. Dies werden sie zukünftig benötigen. Sei es zur Abschirmung oder auch zur Wohnungssuche. Mit einem Messgerät können sie Strahlungsquellen ausfindig machen. Sie können erkennen, an welcher Seite abgeschirmt werden muss bzw. wo die meiste Strahlung rein kommt. Sie können ebenfalls am Messgerät erkennen, ob die Strahlung gepulst ist- was besonders für Personen wichtig ist, die auf WLAN und DECT reagieren.


3.) Abschirmen

Sofern die Strahlungsquellen bekannt sind, können gezielt Maßnahmen ergriffen werden (Geräte deaktivieren/ Abschirmung). Für die professionelle Unterstützung bei der Messung und Analyse sollten sie einen Baubiologen hinzuziehen. Dieser kann die notwendigen Schritte einleiten und beratend zu Seite stehen. Auch privat ist eine Abschirmung möglich, jedoch zwingend zur Überprüfung der Wirksamkeit mit dem Einsatz eines Messgerätes.


5.) Kontakt zu anderen Betroffenen, Ärzten, Vereinen

Nehmen sie Kontakt zu anderen Betroffenen oder Hilfestellen auf (Vereine, Ärzte). Auch das nahe Umfeld (Familie, Freunde etc) sollte einbezogen werden, vielleicht können vorläufige Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden. Manchmal ist nur eine Verringerung der Strahlung schon ausreichend. Über die Jahre wird man erkennen, wo man sich aufhalten kann, auf was man genau reagiert und wie man sich schützen kann.


6.) Informationen zum Thema

Sammeln sie Informationen über das Thema.
Wer viel weiß, kann sich besser schützen und aufklären. Auch ist es Hilfreich mit EHS in irgendeiner Form an die Öffentlichkeit zu gehen. Noch ist das Thema nicht ausreichend bekannt. Trotz der Schwere der Auswirkungen. Viele Elektrosensible engagieren sich, um das Problem öffentlich zu machen:

  • Interviews in den Medien (TV/ Zeitung/ Zeitschriften)
  • Buch schreiben (auch per Amazon digital ohne Verleger möglich)
  • Website erstellen mit Erfahrungen und Informationen
  • Veranstaltungen/ Demonstrationen (derzeit bei 5G sehr aktiv)
  • Auf Plattformen wie Youtube/ Facebook berichten (zum teilen)
  • Beitritt in Vereine
  • Schreiben an die Politik und Ämter
  • Unterzeichnen und Einreichen von Petitionen