Behandlung

Behandlung von Elektrosensibilität

Behandlung von Elektrosensibilität

Aktualisiert am 31.07.2021

Maßnahmen zur Behandlung von Elektrosensibilität

Da es sich bei EHS um eine Umweltsensibilität handelt, ist die Vermeidung von Auslösern der Schlüssel zur Vorbeugung von Symptomen und zur Verbesserung der Gesundheit. Dies ist der effektivste Weg, damit sich der Betroffene kurzfristig besser fühlt und der Körper nicht weiter belastet wird. Achtzig Prozent der elektro-hypersensiblen Menschen berichten von einem positiven Ergebnis, nachdem sie ihre Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (insbesondere Hochfrequenz) reduziert haben.

Strahlung verursacht eine körperliche Stressreaktion im Körper. Die Reduzierung der Exposition gibt dem Körper die Möglichkeit, sich zu erholen. Im Laufe der Zeit kann wird in der Regel wieder mehr Widerstandskraft aufgebaut, damit der Betroffene Strahlungsfeldern besser standhalten und nicht sofort krank wird, sobald dieser mit künstlicher (technischer) Strahlung in Kontakt gekommen ist.

Die Maßnahmen beinhalten die Früherkennung, Vermeidung symptomauslösender Wirkstoffe, Umweltkontrolle und Behandlungen zur Reduzierung von Restgiften. Auch ist die Wiederherstellung normaler biologischer Prozesse ein Schlüssel zur Wiederherstellung der Gesundheit von Menschen mit Empfindlichkeiten. Ohne Abschwächung des Anstifters können Menschen mit Umweltsensitivitäten stark geschwächt werden.

Andere Umweltgifte (chemische und biologische), sowie psychosoziale Stressfaktoren sollten Betroffene ebenfalls reduzieren. Folglich verringert sich die die Gesamtkörperbelastung einer Person. Auch ist es wichtig, Heilungsmechanismen zu unterstützen und die Homöostase wiederherzustellen. Hier kann man empfehlen, mit einem gut informierten umweltmedizinischen Arzt, einem Funktionsmediziner oder einem Stoffwechselspezialist zusammenzuarbeiten.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Reduzierung der Exposition die effektivste „Behandlung“ ist.

Die Forschung zeigt weiter, dass psychogene Behandlungen und Medikamente viel weniger wirksam waren als die Vermeidung. Das liefert einen weiteren Beweis dafür, dass EHS ein physiologischer Zustand und kein psychogener Zustand ist. Jede gegenteilige Behauptung ist hierbei unbegründet. c4st.org | Hagström et al, 2013

Der primäre Behandlungsansatz sollte sich daher auf die Prävention, als auch auf die Reduzierung der EMF-Exposition konzentrieren. Hierbei sollte man alle Quellen einer hohen EMF-Exposition beseitigen oder drastisch reduzieren. Das betrifft die eigene Wohnung und den Arbeitsplatz. Nur auf diese Weise hat der Körper die Chance, sich zu erholen. 

Da es sich bei Elektrosensibilität um ein multifaktorielles Geschehen handelt, ist die umfassende Entlastung von sensibilisierenden Kofaktoren zu betreiben. Zum Beispiel Metallentfernung, Zahnsanierung und Toxikologische Diagnostik und Therapie. Ganzheitliche Behandlungsweisen, Umweltmedizinische Behandlung, sowie die Wohn- und Schlafplatzsanierung. Dr. med. Wolf. Bergmann

Möglich ist auch eine Mitochondriale Therapie. Eine Behandlung die viele Körperfunktionen häufig normalisiert und Beschwerden reduziert.

Ein irreversibler Prozess

Nach heutigem Kenntnisstand ist die elektromagnetische Überempfindlichkeit, sobald sie auftritt, nicht rückgängig zu machen. | Sobald jedoch das erste Symptom einer Intoleranz auftritt und man Maßnahmen zur Vermeidung von künstlichen EMF wie WLAN ergreift, kann eine Behandlung die Entwicklung einer Überempfindlichkeit wirksam begrenzen. In einigen Fällen diese sogar stoppen. Natürlich müssen die Behandlungs- und Vermeidungsmaßnahmen beginnen, bevor irreversible anatomische Läsionen im Zusammenhang mit Neuroentzündungen auftreten. Es ist daher manchmal ein signifikanter Grad an Überempfindlichkeitsreversibilität zu erwarten.

Maßnahmen, um die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu reduzieren.

Ersetzen von drahtlosen Geräten durch eine kabelgebundene Version| Um die Belastung zu reduzieren, sollte der Betroffene zu Hause beginnen. Die wichtigsten Strahlungsquellen im Haushalt sind: WLAN, DECT-Telefon, Fernseher, Mobiltelefon, Mikrowelle, Babyphone, Playstation, Tablet und Bluetooth-Lautsprecher- generell jegliche moderne Elektronik, die kabellos funktioniert.

Für das telefonieren wird ein Festnetztelefon mit Schnur empfohlen. Auch der Computer, Laptop, Drucker und die Musikanlage sollten Kabelgebunden sein. Zusätzlich sollte die WLAN- und Bluetooth-Funktion des Computers, Druckers, Fernsehers, Tablets usw. ausgeschalten werden (Flugzeugmodus), da diese Geräte aktiv Strahlung aussenden, um mit dem Router zu kommunizieren. Beachten Sie, das all diese Maßnahmen wirkungsfrei sein können, wenn die Hauptbelastung von einem Nachbar ausgeht (WLAN Router/ DECT-Telefon etc.)- oder ein Funkmast in unmittelbarer Nähe in die Wohnung strahlt (einige Masten sind verkleidet und somit nicht ersichtlich). Das wichtigste Werkzeug ist daher ein Messgerät, um den Erfolg der eigenen Maßnahmen einzuschätzen. Bleibt es weiterhin konstant hoch, ist die Quelle im Außen zu suchen.

Bei Problemen mit Niederfrequenz (“Hausstrom“): Es sollten alle Geräte ausgeschalten werden, wenn diese nicht in Gebrauch sind. Zudem sind auch die Stecker aus der Wandsteckdose zu ziehen. Alle Geräte mit einem „Stand-by“-Schalter erzeugen in der „Aus“-Stellung nahezu die gleiche Menge an elektromagnetischen Feldern wie in der „Ein“-Stellung. Dies gilt auch für Ladegeräte. Installieren Sie an jede Stromgruppe (Verteilerkasten) in den Räumen, in denen Sie sich aufhalten, einen Netzfreischalter (die Leitungen sind dann spannungsfrei). Finden Sie eine Lösung für den Anschluss von Kühlschrank, Gefrierschrank und Zentralheizung (abgeschirmte Kabel).

Es stehen Messgeräte zur Verfügung, um EMFs in der Umgebung des Patienten zu messen. Evtl. muss ein Messspezialist hinzugezogen werden, um die Situation an Orten zu erfassen, an denen sich der Betroffene häufig aufhält, z. B. zu Hause und am Arbeitsplatz. In Absprache mit dem Messspezialisten kann dann entschieden werden, ob Abhilfe notwendig ist und wenn ja, welche. Hierbei sind Baubiologen der richtige Ansprechpartner.

Auch ist es möglich, Abschirm-Materialien zu kaufen, die EM-Felder blockieren. So stellen Patienten u.a. eine Moskitonetzstruktur (“Baldachin“) über ihren Betten her, um eine EM-freie Zone beim Schlafen zu schaffen. Abschirm-Material kann auch in die Kleidung eingearbeitet werden.

Leitlinien zur Behandlung von Elektrosensibilität

Behandlungsmethoden

1 | Nach der Toxikologin Magda Havas

  1. Die RIDE-Methode | Laut Magda Havas ist es zur Kontrolle von EHS unbedingt erforderlich, vier Phasen zu durchlaufen. Diese sind unter dem Akronym RIDE ausgedrückt:
  • Reduzieren Sie die Exposition
  • stimulieren Sie die Immunität
  • entgiften Sie den Körper sanft und
  • verwalten Sie Emotionen

Für drahtlos- Süchtige seien all diese Schritte unerlässlich. „Sie können nicht gesund werden, ohne die Exposition gegenüber Wellen zu verringern. Sie können auch nicht gesund werden, wenn Sie eine tägliche Dosis Quecksilber einnehmen“. Dies sagt die führende Autorität auf dem Gebiet der Toxikologie und der Therapien mit elektromagnetischen Feldern (EMF).

Darüber hinaus sollte man beachten, dass die von drahtlosen Technologien emittierten Mikrowellen synergistische biologische Wirkungenschädlich oder vorteilhaft– auf Mikroben und Chemikalien haben. Beispielsweise ist bekannt, dass WLAN-Wellen die Quecksilberdampfemissionen von Zahnfüllungen erhöhen. Ebenfalls betrifft dies die Erhöhung der Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika. Und niemand kann die Art oder das Ausmaß der schädlichen Folgen einer chronischen Exposition gegenüber unkontrollierten Emissionen vorhersagen.

Emotionen | Als letzter Teil des RIDE-Protokolls von Magda Havas ist Emotionsmanagement ebenso wichtig. Um die Kontrolle über das Schicksal zurückzugewinnen, ist es wichtig zu lernen, die intensiven Emotionen wie Angst und Wut, die mit Gefühlen der Hilflosigkeit und Ungerechtigkeit verbunden sind, positiv zu kanalisieren. Eine gute Portion Glauben und Realismus ist unerlässlich. „Je länger Sie ernsthaft betroffen sind, desto länger wird es dauern, bis Sie sich erholt haben“, sagt Magda Havas. maisonsaine.ca