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EU und Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder

Flaggen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU)/ Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder
Flaggen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, EU-Kommission „Berlaymont“ Brüssel, Belgien

Aktualisiert am 01.05.2021

Unzuverlässige EU-Untersuchungen zu Gesundheitsrisiken

Die EU hat in den letzten zehn Jahren mehrere Expertenstudien zu den gesundheitlichen Risiken elektromagnetischer Strahlung durchgeführt. | Sie alle wurden von Experten durchgeführt, die nur eine Seite der wissenschaftlichen Gemeinschaft repräsentieren. Die meisten von ihnen haben Verbindungen zur Industrie oder sind Mitglieder der Industrieorganisationen, die hinter den veralteten Grenzwerten stehen, die nicht vor nachgewiesenen Gesundheitsrisiken schützen. Vertreter der vielen kritischen Wissenschaftler durften nie teilnehmen. Das Ergebnis der Untersuchungen war also nicht objektiv, sondern günstig für die Industrie. Lesen Sie unten die Bewertungen.

Eine Studie der Europäischen Kommission zu den Gesundheitsrisiken von Strahlung (SCENIHR), die am 6. März 2015 veröffentlicht wurde, war bereits auf harsche Kritik gestoßen. Die Studie wurde von Experten durchgeführt, die für ihre Risikoleugnung bekannt sind und die fast alle Verbindungen zur Industrie haben. Nicht einer der vielen kritischen Experten und Wissenschaftler, die auf überzeugende und wachsende Beweise für ernsthafte Gesundheitsrisiken hinweisen, wurde eingeladen. stralskyddsstiftelsen.se

20 Organisationen fordern Überarbeitung eines irreführenden EU-Berichts

SCENIHR | Der Bericht der Europäischen Kommission zu möglichen Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder und Mobilfunkstrahlung, genannt SCENIHR 2015, gibt irreführende und ungenaue Informationen zum Stand der Forschung. Sie wird von einer Gruppe von Experten mit Verbindungen zur relevanten Industrie geschrieben und schließt den Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft aus, der glaubt, dass es substanzielle Beweise für ernsthafte Gesundheitsrisiken gibt. Der Bericht bedrohe die Gesundheit der EU-Bürger und müsse daher zurückgenommen und neu verfasst werden, schreiben 20 Organisationen in einem gemeinsamen Protest an die Kommission.

190 Experten warnen vor ernsten Gesundheitsrisiken- ignoriert

Eine wachsende und große Gruppe von Experten ist im Gegensatz zu den SCENIHR-Experten der Meinung, dass es umfangreiche Hinweise auf ernsthafte Gesundheitsrisiken gibt. So schickten beispielsweise im Mai 2015 190 internationale Experten auf diesem Gebiet einen gemeinsamen Appell an die UN, die WHO und die Mitgliedsstaaten, in dem sie einen besseren Schutz der Öffentlichkeit vor bekannten Gesundheitsrisiken, strengere Vorschriften und Grenzwerte sowie eine breitere Information der Öffentlichkeit forderten.

Klare und wachsende Beweise für ernsthafte Gesundheitsrisiken

In dem Brief an die Europäische Kommission weisen die Organisationen außerdem darauf hin, dass der SCENIHR-Bericht bei seiner Hauptaufgabe versagt hat: „mögliche Gesundheitsrisiken“ zu identifizieren. Es gibt Belege, die klar, überzeugend und in wachsender Zahl besagen, dass es viele potenzielle gesundheitsschädliche Auswirkungen und Risiken gibt: Hirntumore, Krebs, neurodegenerative Erkrankungen, fötale Schäden und stressbedingte Erkrankungen, wie auch die Gruppe der Bioinitiativen im Frühjahr 2015 gegenüber der Kommission dargelegt hat.

Der SCENIHR-Bericht ist ein Fehlschlag und eine Gefahr für die Gesundheit

Der SCENIHR-Bericht ignoriert die wissenschaftlichen Beweise für Gesundheitsrisiken in einem Ausmaß, dem heute in den meisten Ländern Europas praktisch alle Menschen, einschließlich Kleinkinder, zunehmend ausgesetzt sind, und schließt den Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft aus, der glaubt, dass es ernsthafte Gesundheitsrisiken gibt und der von der Industrie unabhängig ist.

Präsident von SCENIHR, Berater für die Mobilfunkindustrie

Zum Beispiel ist der Vorsitzende der SCENIHR-Arbeitsgruppe, die den Bericht verfasst hat, Theodoros Samaras, ein ehemaliger Berater von Vodafone und ein ehemaliger Mitarbeiter von IT’IS, einer von der Industrie finanzierten Organisation in der Schweiz. Derzeit ist er als Berater für IT’IS tätig. Herr Samaras hat seine Verbindung zu IT’IS in der Erklärung über sein Fehlverhalten nicht offengelegt. Samaras ist auch ein langjähriges Mitglied der von der Industrie dominierten IEEE.
Schwedischer Experte vergaß, die Verbindung zur Industrie offenzulegen

Die beiden Berater von TeliaSonera, Mats-Olov Mattsson und Kjell Hansson-Mild, haben ebenfalls an SCENIHR teilgenommen. Mats-Olov Mattsson, behauptet in seiner Veruntreuungserklärung, er sei unentgeltlicher Berater von TeliaSonera, eine Behauptung, die die 20 Umweltorganisationen als wenig glaubwürdig ansehen. Sie weisen auch darauf hin, dass Mats-Olov Mattsson nicht offengelegt hat, dass das private Institut, bei dem er angestellt ist, zu 49,5% dem Austrian Institute of Technology (AIT) gehört. AIT und investiert stark in die drahtlose Technologie. stralskyddsstiftelsen.se

5G die große Gefahr | Diskussion im EU-Parlament

Prof. Dr. Klaus Buchner und Ulrich Weiner sprechen in einer Live Sendung im EU-Parlament zu den Gefahren von 5G. Die eingeladenen Mobilfunkbetreiber haben kurzfristig abgesagt. Als einzige Partei stellt sich im Moment die ÖDP (Ökologisch Demokratische Partei) gegen den Aufbau von 5G.

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