Gymnasiallehrerin an Elektrosensibilität erkrankt

Symbolbild | Linda Nieuwenhuizen hat etwas mehr als zehn Jahre als Hochschullehrerin in Schwedisch und Sozialwissenschaften gearbeitet, als sie 2014 plötzlich schwer krank wurde. Sie war von den Möglichkeiten der drahtlosen Technologie begeistert, aber nicht darüber informiert worden, dass die Technologie schädliche Mikrowellenstrahlung aussendet.

Hochschullehrerin aufgrund drahtloser Technologie (WLAN) in Schule erkrankt

Linda Nieuwenhuizen, die seit 20 Jahren in der lokalen Politik in Lidköping (Schweden) aktiv ist, widmet sich leidenschaftlich den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit. Sie war vier Jahre lang zweite stellvertretende Vorsitzende des Umwelt- und Gesundheitsschutzausschusses und mehrere Zeiträume im Stadtrat und in der Stadtregierung. Heute ist sie jedoch krankgeschrieben und hat es schwer, am sozialen und politischen Leben teilzunehmen, weil sie der Strahlung aller drahtlosen Technologien, die in praktisch jede Umgebung und jeden öffentlichen Raum eingedrungen sind, nicht mehr standhalten kann.

180 WLAN-Router

In der Schule, in der sie beschäftigt war, gab es 180 Router für WLAN-Netzwerke. Der Unterricht dort basiert auf einer digitalen Lernplattform und neue Schüler können sich einen brandneuen Laptop ausleihen. Die über 2000 Schüler benutzten jeweils einen drahtlos verbundenen Computer und die meisten von ihnen besaßen ein Smartphone. Hinzu kamen schnurlose DECT-Telefone in den Büroräumen, sowie in der Verwaltung. Insgesamt war die Strahlung, der sie ausgesetzt war, sehr hoch. Ein Smartphone sendet heute regelmäßig Strahlungsimpulse aus, wenn es eingeschaltet wird, auch wenn es nicht aktiv für Internetverbindungen oder Anrufe verwendet wird.

Linda war eine von denen, die von der neuen Technologie sehr begeistert waren und an ihr Potenzial glaubten. Sie glaubte auch, dass die Technologie sicher sei und war überzeugt, dass die Technologie bei gesundheitlichen Risiken nicht in die Schule eingeführt worden sei.

– Ich war ein digitales Monster. Außerdem war ich ein inspirierender Lehrer für digitale Technologie und lobte in dieser Rolle die Möglichkeiten der drahtlosen Technologie.

Die drahtlose Technologie nutzte sie auch Zuhause. Kabelloses Netzwerk, Kabelloser Feueralarm, fünf Familienmitglieder hatten jeweils ihre Handy- und Spielekonsolen, es gab „Smart-TV“, Tablets und andere digitale Tools.

Schwerer Migräneanfall

Am Arbeitsplatz wurde Linda an einem „Inspirationstag“ Anfang September 2014 im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme von etwas mehr als 100 neuen Studentencomputern durch die Mikrowellenstrahlung der Technologie akut Krank. Linda bekam einen schweren Migräneanfall und ein Fiebergefühl, das fast ein halbes Jahr anhielt.

Nach dem „Inspirationstag“ konnte Linda nicht mehr zu ihrer vorherigen Arbeit zurückkehren. Sie hat es versucht, aber es war nicht möglich, da sie sofort wieder akute Migräne, akute Magen- und Darmprobleme und Muskelschmerzen bekommt. Schwindel, Gesichtsfeldstörungen und Herzflimmern sind ebenfalls mit den Symptomen verbunden. Nach dem „Inspirationstag“ hatte sie schwere Schlafprobleme und Probleme mit Angstzuständen, Depressionen, Müdigkeit und extremer Müdigkeit. Das Gesicht war mit Hautausschlag besonders um den Mund gefüllt. Sie versuchte im Dezember 2014 wieder an die Arbeit zu gehen, was jedoch fehlschlug, da die Symptome sofort wieder auftraten.

Keine körperlichen Probleme- also psychisch

Zuerst wusste Linda nicht, dass es die Mikrowellenstrahlung von all der drahtlosen Technologie war, die die Krankheit verursachte. Sie wurde von Kopf bis Fuß untersucht und die Ärzte sagten, es gebe keine körperlichen Probleme. Allein aus diesem Grund wurde angenommen, dass Lindas Probleme mental waren.

Linda erhielt daher zunächst ein Antidepressivum, das laut dem Arzt die gesundheitlichen Probleme lösen würde. Das Medikament führte jedoch zu einer Verschlechterung der Schlafstörungen. Sie schlief nur noch drei Stunden pro Nacht, was bald zu völliger Erschöpfung führte. Daraufhin wurden die Medikamente abgesetzt. Sie musste dann eine kognitive Verhaltenstherapie versuchen, aber der Therapeut stellte fest, dass KBT keine Wirkung hatte. Linda selbst befürchtete u. a. aufgrund ihrer neurologischen Symptome einen Gehirntumor zu haben oder an Schizophrenie zu leiden. Sie wusste immer noch nichts über Mikrowellenstrahlung.

Das Erkennen der Ursache (Funkarmer Urlaub)

Erst fast ein Jahr nach der Krankheit, im Sommer 2015, stellte Linda fest, dass ihre Krankheit auf die Mikrowellenstrahlung der drahtlosen Technologie zurückzuführen war. Sie war mit der Familie im Urlaub und sie lebten in einem Wohnwagen. In dem Wohnwagen, der völlig ohne Strom und drahtlose Technologie war, ging es ihr schnell besser. Der Ausschlag um den Mund verschwand.  Sie erhielt die Bestätigung ihres Verdachts, als sie ein Badehaus besuchte in dem viele Menschen Handys benutzten und sie sofort wieder akut Beschwerden bekam.

Die drahtlose Technologie wurde entfernt- die Symptome verschwanden

Mit dem Erkennen der Ursache hat sie ihr Haus auf dem Land von der Kabellosen Technologie befreit und nach einer Weile fühlte sich Linda viel besser. Sie kam auch mit der Ärztin Ulrika Åberg in Kontakt, die die Behandlung mit Mineralien- und Vitamintherapien einleitete (entsprechen den wissenschaftlichen Erkenntnissen/ nachgewiesenen Erfahrungen, sowie den neuen europäischen Richtlinien für die Medizin (was den wissenschaftlichen Erkenntnissen und nachgewiesenen Erfahrungen sowie den neuen europäischen medizinischen Richtlinien EuropaEM EMF Guidelines entspricht). Die Behandlung hat Lindas Gesundheitszustand weiter verbessert.

Heute arbeitet Linda zu 25% von zu Hause aus. Ihre Schule untersucht derweil den Arbeitsplatz auf Strahlung, welche von einem nahe gelegenen Funkmast ausgeht. Sie ist immer noch betroffen, wenn sie Lidköping besucht. Wenn sie sich dort einen halben Tag aufhält, geht es ihr sehr schlecht.

Schüler, die nicht in der Schule bleiben können

Linda wurden die Augen geöffnet und aus eigener Erfahrung den Zusammenhang zwischen der Strahlung der Funktechnologie und ihren gesundheitlichen Folgen verstanden. Sie will heute anderen helfen, damit diese nicht auch leiden- besonders den Kindern und Jugendlichen. Linda hat in den letzten Jahren einigen Schülern beim Unterrichten geholfen, weil sich die Schüler in der Schule schlecht fühlten. Es kann sein, dass diese Schüler auch auf die Strahlung empfindlich reagieren und geschädigt werden. Alle Anpassungsversuche für die Schüler waren erfolglos. Es wurde nicht an die Strahlung der Funktechnologie gedacht, sondern stetig nach allen möglichen anderen Erklärungen gesucht.
– Es ist eine große Katastrophe für diese Schüler, von der Schule ausgeschlossen zu werden. Ihnen wird ständig gesagt, dass es etwas Mentales (psychisches) ist, dass sie unter Wahnvorstellungen leiden, während der Grund höchstwahrscheinlich die Mikrowellenstrahlung ist, die dort eingesetzt wird.

Schüler mit Tumoren im Kopf und Hals

Linda hat auch Kollegen, die sich krank fühlen und krankgeschrieben sind. Drei ihrer Schüler hatten in den letzten zehn Jahren Tumore im Kopf: ein Tumor hinter dem Auge, ein anderer im Gehirn und ein dritter Hals. Es ist ungewöhnlich für einen einzelnen Lehrer, sagt sie. Sie hat auch Bekannte, die an ungewöhnlichen Orten an Krebs erkranken und an Hirntumoren leiden.

Linda Nieuwenhuizen | Interview (Schwedisch)

Die Behörden haben den Menschen den Rücken gekehrt

Interview

Linda kritisiert zutiefst, wie die Behörden mit dem Problem umgegangen sind. Das Wohlfahrtssystem der Gesellschaft ist da, um Menschen zu helfen, aber in dieser Frage haben sie den Menschen den Rücken gekehrt, obwohl es ihre Aufgabe ist, die Interessen der Öffentlichkeit zu unterstützen und zu schützen.

Was sagen Sie über die gesundheitlichen Auswirkungen und Symptome, unter denen Sie gelitten haben, die seit langem bekannt und beschrieben sind?

Ich halte es für unverständlich, dass die Ärzteschaft und die Versicherungskasse dies nicht als Krankheit behandeln. Sobald Sie feststellen, dass Sie die Technologie nicht vertragen können, sollen Sie „Wahnvorstellungen“ haben. Ich denke, es ist genau das Gegenteil. Es ist die Ärzteschaft, die unter Wahnvorstellungen leidet. Bevor Sie den Zusammenhang von Symptomen mit der Strahlung verstehen, wird ihnen mitgeteilt, das sie als Betroffener unter Wahnvorstellungen leiden, dass es mental wäre. 

Was halten Sie von der Strahlenschutzbehörde, die behauptet, dass drahtlose Netzwerke und drahtlose Technologie keine Gesundheitsrisiken bergen?

Es ist keine Wahrheit, es ist eher ein Wunschdenken und Wunschdenken gehört nicht zur Ausübung von Autorität. Das Symptombild ist seit den 1970er Jahren bekannt und beschrieben.

Was halten Sie von der Technologie, die in Schulen und Vorschulen auf breiter Front eingeführt wird?

Es ist schmerzhaft, besonders wenn Sie verstehen, wie schädlich es ist. Sie spielen mit einer ganzen Generation von Kindern und auch mit allen anderen Menschen in der Gemeinde.

Was halten Sie von der Strahlenschutzbehörde, die erst 2009 eine Messung der Strahlung in schulischen Umgebungen durchführt?

Sie müssten Tausende von Messungen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Umgebungen durchführen. Sie könnten zu unserer Schule kommen und Messungen vornehmen. Das Messergebnis hängt davon ab, wie viele Schüler über Computer verfügen und wie viele Apps auf ihren Handys ausgeführt werden, wie viele Mobilmasten, DECT-Telefone und WLAN-Router in der Nähe sind und wie stark diese sind.

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