Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz (KI)

Aktualisiert am 24.03.2024

Künstliche Intelligenz (KI)

Enormer Verbrauch von Wasser und Energie

Die Umweltkosten der KI sind enorm | Das erste US-Gesetz wird sich mit den Umweltkosten der KI-Technologie befassen, aber es ist noch ein langer Weg zu gehen. Im Januar 2024 gab der CEO von OpenAI, Sam Altman, zu, was Wissenschaftler schon seit Jahren sagen – dass die Industrie für künstliche Intelligenz (KI) auf eine Energiekrise zusteuert.

Auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) im schweizerischen Davos warnte Altman, dass die nächste Welle generativer KI-Systeme weit mehr Energie verbrauchen wird als erwartet und dass die Energiesysteme Schwierigkeiten haben werden, diese zu liefern. „Es gibt keinen Weg, ohne einen Durchbruch dorthin zu gelangen“.

Eine durch generative KI betriebene Suche verbraucht vier- bis fünfmal so viel Energie wie eine herkömmliche Websuche | In ein paar Jahren werden große KI-Systeme wahrscheinlich so viel Energie wie ganze Nationen benötigen. Der weltweite Wasserbedarf für KI wird bis 2027 der Hälfte des Wasserverbrauchs des Vereinigten Königreichs entsprechen.


Wasserverbrauch

Und es ist nicht nur Energie, die benötigt wird. Generative KI-Systeme benötigen große Mengen an Frischwasser, um ihre Prozessoren zu kühlen und Strom zu erzeugen. In West Des Moines (Iowa, USA) wird das fortschrittlichste Modell von OpenAI, GPT-4, in einem riesigen Rechenzentrumscluster betrieben. Eine von Anwohnern angestrengte Klage ergab, dass der Cluster im Juli 2022 -also einen Monat bevor OpenAI die Ausbildung des Modells abschloss- etwa 6 % des Wassers des Bezirks verbrauchte. Als Google und Microsoft ihre großen Sprachmodelle Bard und Bing vorbereiteten, stieg der Wasserverbrauch laut den Umweltberichten der Unternehmen enorm an- um 20 % bzw. 34 % in einem Jahr.

Einem Bericht zufolge könnte der weltweite Wasserbedarf für KI bis 2027 der Hälfte des britischen Wasserverbrauchs entsprechen. In einem anderen Bericht bezeichneten die KI-Forscher von Facebook die Umweltauswirkungen des Wachstumsstrebens der Branche als „Elefanten im Raum“.


Umweltauswirkungen sind Branchengeheimnisse

Genaue und vollständige Daten über die Umweltauswirkungen sind immer noch sehr schwer zu erhalten. Die vollen planetarischen Kosten der generativen künstlichen Intelligenz sind ein streng gehütetes Geschäftsgeheimnis. Die Zahlen beruhen auf Laborstudien von Forschern wie Emma Strubell (Assistenzprofessorin, Carnegie Mellon University) und Sasha Luccioni (Forschungswissenschaftlerin), auf Berichten von Aktiengesellschaften und auf Daten von Kommunalverwaltungen. Es gibt einfach keinen Anreiz für Unternehmen, sich zu ändern.


Amerikanischer Gesetzentwurf

Die US-Gesetzgeber sind inzwischen auf das Problem aufmerksam geworden. Am 1.02.2024 brachten die US-Demokraten unter der Führung von Senator Ed Markey (Massachusetts) den Artificial Intelligence Environmental Impacts Act of 2024 ein, der das National Institute for Standards and Technology anweist, gemeinsam mit Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft Standards für die Bewertung der Umweltauswirkungen von KI festzulegen und einen freiwilligen Berichtsrahmen für KI-Entwickler und -Betreiber zu schaffen. Ob der Gesetzentwurf verabschiedet wird, ist jedoch ungewiss.

Es ist unwahrscheinlich, dass freiwillige Maßnahmen zu einer Kultur der Verantwortlichkeit und konsequenten Anpassung führen, da sie auf gutem Willen beruhen. Angesichts der Dringlichkeit muss mehr getan werden als das. nejtil5g.dk

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