Umweltmedizin

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Künstliche EMFs- Ein übersehenes Umwelttoxin

Die meisten von uns sind sich der zunehmenden toxischen Exposition in der Umwelt, in der wir leben, bewusst. Wir wissen, wie wichtig es ist, die Exposition gegenüber Haushaltschemikalien, Schwermetallen und Pestiziden zu verringern, um Krankheiten vorzubeugen oder sich von einer aktuellen Krankheit oder einem Ungleichgewicht vollständig zu erholen. Die am wenigsten diskutierte und am schnellsten zunehmende toxische Exposition in unserer Umwelt ist jedoch ein Nebeneffekt unserer gesteigerten technologischen Fähigkeiten.

  • Elektromagnetische Strahlung (EMR) ist der am schnellsten wachsende Umweltschadstoff
  • In Schweden wird Elektrohypersensitivität („Mikrowellenkrankheit“) als Behinderung anerkannt
  • Die Inzidenz von EHS liegt bei 3-11% und steigt mit zunehmender EMR-Exposition

Nicht native (künstliche) Mikrowellenstrahlung umgibt uns heute in einem Ausmaß, wie es in unserer Geschichte noch nie zuvor dokumentiert wurde.

Die Verbreitung von WLAN, Bluetooth, Smartphones und Geräten, Pads, Pods, Mobilfunkmasten und jeder Art von drahtloser Technologie beginnt sich auf alle Lebewesen auszuwirken. Zu den negativen Auswirkungen gehören: Schlaflosigkeit, Kopfdruck, Kopfschmerzen, Depressionen, Angstzustände, Reizbarkeit, Kurzzeitgedächtnisprobleme, Übelkeit, Herzklopfen, Nasennebenhöhlenprobleme, Tinnitus, Hormonstörungen, Nachtschweiß, veränderter Zuckerstoffwechsel, Nervenschmerzen, Kribbeln, geschwollene Lymphknoten, Schwäche des Immunsystems, Allergien und kann in extremen Fällen zu Krampfanfällen, Psychosen und Schlaganfällen führen.

Symptome, die früher nur bei isolierten Bevölkerungsgruppen wie Militärangehörigen und Telekommunikationsangestellten auftraten, breiten sich nun in der Allgemeinbevölkerung aus. Aus wissenschaftlicher Sicht hat sich gezeigt, dass nicht native, nicht- ionisierende Strahlung mehrere schädliche Auswirkungen auf Mensch und Tier hat.

Elektrohypersensitivität (EHS) ist eine umweltbedingte Behinderung, die sofortige Aufmerksamkeit erfordert

Hochfrequente elektromagnetische Wellen sind seit mehreren Jahren in Frankreich (z.B. Gerichtsfälle gegen Enedis) und im Ausland ein wichtiges Gesundheits-, Umwelt- und Gesellschaftsproblem. Trotz der Maßnahmen, die zur Regulierung und Überwachung der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern ergriffen wurden, berichtet die wissenschaftliche Literatur seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig über Fälle von Menschen, die an verschiedenen Störungen leiden, die auf die Exposition gegenüber den von Haushaltsgeräten, elektrischen Einrichtungen und Kommunikationsgeräten ausgehenden Feldern zurückzuführen sind.

Eine wachsende Zahl von Ländern beginnt Elektrohypersensibilität (EHS) anzuerkennen und einige wenige Länder haben sie bereits als eine Behinderung oder eine funktionelle Beeinträchtigung eingestuft, die auf die Umwelt zurückzuführen ist. Epidemiologische Studien und in vivo-Experimente zeigen, dass die Exposition gegenüber nicht-ionisierender Strahlung von extrem nieder- bis hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (EMF) bei Expositionsstärken, die weit unter den Höchstwerten der internationalen Richtlinien liegen, zu neurodegenerativen Erkrankungen, oxidativem Stress und vielen weiteren Auswirkungen führen.

Die wissenschaftliche und medizinische Gemeinschaft hat wiederholt in Form von Appellen, Erklärungen und Zeugnissen dringende Warnungen ausgesandt, dass die Exposition gegenüber EMF aus Sicht der öffentlichen Gesundheit verringert werden muss. Diese Warnungen wurden weitgehend ignoriert. Mit dem bevorstehenden Einsatz von 5G (5. Generation Wireless-Technologie und Internet der Dinge) wird die Exposition gegenüber mm [Millimeter-] Wellen dramatisch zunehmen, was unsere derzeitige Elektrosmog-Exposition weiter verdichtet.

Hoffnung für Schadstoffpatienten

In Luxemburg soll ein nationales Zentrum für Umweltmedizin entstehen inkl. Räume für Schwer Betroffene.

Die Umweltmedizin wird künftig eine immer größere Rolle spielen. Nach fast 20 Jahren soll sie in Luxemburg ein nationales Zentrum bekommen. Eingerichtet wird eine „clean unit“, in der die schwersten Fälle von Hypersensibilität behandelt werden- wo weder Chemikalienausgase noch Elektrosmog sind, wo das Personal weder Kosmetik, Deodorant, Parfum noch ein Handy bei sich tragen darf. 

wort.lu
Experten (Wissenschaft | Epidemiologie)
  • Dr. Devra Davis | Amerikanische Epidemiologin und Autorin

Dr. Devra Davis ist Wissenschaftlerin, Professorin, Autorin und gründete 2007 in Teton County, Wyoming, den gemeinnützigen Verein Environmental Health Trust, um Grundlagenforschung und Aufklärung über umweltbedingte Gesundheitsgefahren anzubieten und konstruktive Maßnahmen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu fördern.

Sie ist eine international anerkannte Expertin für elektromagnetische Strahlung von Mobiltelefonen und anderen drahtlosen Übertragungsgeräten. Veröffentlichung 2010: “Disconnect: The Truth About Cell Phone Radiation, What the Industry Has Done to Hide It, and How to Protect Your Family‘‚. Darin untersucht Davis die Kontroverse um die Nutzung von Mobiltelefonen und deren mögliche Verbindung zu Hirnkrebs und anderen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

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