Wissenschaftler warnen, dass drahtlose und Bluetooth-Geräte ein Krebsrisiko darstellen können

Wissenschaftler warnen, dass drahtlose und Bluetooth-Geräte ein Krebsrisiko darstellen können

Eine Gruppe von 250 Wissenschaftlern hat eine Petition an die Vereinten Nationen und die WHO unterzeichnet, in der sie „ernste Bedenken“ hinsichtlich der Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern, die von drahtlosen Geräten ausgesendet werden, äußern.

Daten zeigen, dass elektromagnetische Felder, die von drahtlosen- und elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen, Mobilfunkmasten, WLAN, Babyphone und Bluetooth-Kopfhörern erzeugt werden, das Leben von Menschen sowie Pflanzen und Tiere beeinflussen können. Und das bei Werten, die von internationalen und nationalen Richtlinien akzeptiert werden. Insbesondere Kinder sind möglicherweise anfälliger für die negativen Auswirkungen elektromagnetischer Felder.

Nach Ansicht der Wissenschaftler umfassen die mit elektromagnetischen Feldern verbundenen Risiken ein erhöhtes Krebsrisiko, zellulärer Stress, genetische Schäden, strukturelle und funktionelle Veränderungen des Fortpflanzungssystems, Lern- und Gedächtnisdefizite, neurologische Störungen und negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden.

Die WHO hat die Staaten aufgefordert, die Richtlinien der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) für die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu übernehmen. Da diese Leitlinien jedoch „Langzeitexposition und Effekte geringer Intensität nicht abdecken, reichen sie nicht aus, um die öffentliche Gesundheit zu schützen“, so der Appell.

Eine Gruppe von 250 Wissenschaftlern warnt hinsichtlich der Gesundheitsrisiken bzgl. elektromagnetischen Feldern, die von drahtlosen Geräten ausgesendet werden
Eine Gruppe von 250 Wissenschaftlern hat eine Petition an die Vereinten Nationen und die WHO unterzeichnet, in der sie „ernste Bedenken“ hinsichtlich der Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern, die von drahtlosen Geräten ausgesendet werden, äußern.

Eine Industrie, die nicht wirklich reguliert wird

„Ein Teil des Problems ist, dass die Regierung diese Industrie nicht wirklich regulieren will“, sagte Joel M. Moskowitz, PhD, Direktor des Zentrums für Familie und Community Health an der University of California, Berkeley, und einer der Wissenschaftler, die die Petition unterzeichnet haben. „Die Tech-Unternehmen haben im Grunde einen Freibrief bekommen, zu tun, was sie wollen, und die Grenzwerte sind viel zu hoch. Die Industrie leugnet alles und versteckt sich hinter staatlichen Gesundheitsbehörden, die entweder verblendet oder völlig unwissend über die Gesundheitsrisiken sind.“

Die Klassifizierung der internationalen Agentur für Krebsforschung für extrem niederfrequente Magnetfelder und hochfrequente Strahlung besagt, dass elektromagnetische Felder ein mögliches Karzinogen für den Menschen sind. Obwohl die WHO diese Klassifizierung übernommen hat, hat die Organisation behauptet, dass es an Daten mangelt, um die Senkung der Expositionsgrenzwerte zu unterstützen.

Der Appell fordert das Umweltprogramm der Vereinten Nationen auf, ein unabhängiges, multidisziplinäres Komitee zu organisieren, um Alternativen zu den derzeitigen Praktiken zu bewerten, die die Belastung durch elektromagnetische Felder reduzieren könnten.

In ihrem Appell fordern die Wissenschaftler unter anderem

  • dass Kinder und schwangere Frauen geschützt werden
  • dass Richtlinien und regulatorische Standards gestärkt werden
  • dass Hersteller ermutigt werden, sicherere Technologien zu entwickeln
  • dass die Öffentlichkeit umfassend über die potenziellen Gesundheitsrisiken informiert und über Strategien zur Schadensreduzierung aufgeklärt wird
  • dass medizinische Fachkräfte über die biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Energie aufgeklärt werden
  • dass Regierungen Schulungen und Forschung zu elektromagnetischen Feldern finanzieren und
  • dass strahlenfreie Gebiete eingerichtet werden.

„Das Schwierigste, was zu ändern ist, wird unsere Abhängigkeit von dieser Technologie sein, aber ich denke, es ist machbar“, sagte Moskowitz. „Ich denke, die Industrie wird sicherere Technologien entwickeln, wenn die Regierung sie dazu auffordert, aber der Schlüssel dazu ist, die Menschen weniger abhängig von der drahtlosen Technologie zu machen. Warum sollten Mobiltelefone nicht einfach das tun, was sie tun sollen, nämlich telefonieren und Textnachrichten versenden?“

Quelle: healio.com

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