Elektrosensible Schwangere und Geburt

Elektrosensibilität in Schwangerschaft & Geburt
Für Schwangere mit Elektrosensibilität (EHS) kann die Geburtsumgebung eine zusätzliche Belastung darstellen. Kliniken sind häufig stark mit WLAN-Routern, DECT-Telefonen und anderen Funkquellen ausgestattet, was Beschwerden verstärken kann. Eine bewusste Auswahl des Geburtsortes – sei es Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt – kann helfen, die Exposition zu reduzieren und eine möglichst ruhige, stressfreie Geburt zu ermöglichen.

Krankenhäuser und WLAN-Router
Gerade auf Geburtsstationen ist die Anzahl an WLAN-Routern, DECT-Telefonen und anderen Funkquellen häufig sehr hoch. In meinen Besuchen von Kliniken in Hamburg, Pinneberg und Elmshorn habe ich festgestellt, dass dort zahlreiche Router direkt an der Decke installiert sind. Oft hängt ein Router alle wenigen Meter – die Nutzung so vieler Geräte ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Hinzu kommen häufig umfangreiche Mobilfunkantennen auf den Gebäuden.
Für Menschen mit Elektrosensibilität (EHS) kann diese hohe Strahlenbelastung problematisch sein. Besonders werdende Mütter benötigen Ruhe, Erholung und Sicherheit, doch für EHS-Betroffene kann der Aufenthalt in stark belasteten Bereichen wie Kreißsälen eine erhebliche zusätzliche Belastung darstellen.
Dauer eines stationären Aufenthalts:
- Normale Geburt: ca. 2–3 Tage
- Kaiserschnitt: 4–7 Tage, je nach gesundheitlichem Zustand
Tipps zur Kliniksuche für EHS-Betroffene
1 | Frühzeitig Kliniken besuchen und vergleichen
Beginnen Sie rechtzeitig damit, verschiedene Kliniken zu besichtigen. Schon ein kurzer Aufenthalt von 15–30 Minuten kann helfen, die Strahlenbelastung einzuschätzen. Es ist möglich, sich in mehreren Kliniken anzumelden, ohne sofort die endgültige Entscheidung treffen zu müssen. Die Anmeldung dient zunächst nur der Datenerfassung, sodass im Bedarfsfall ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
2 | Flexible Handhabung der Überweisung
Wenn der Überweisungsschein benötigt wird, kann man diesen zunächst zurückhalten oder später nachreichen. So bleibt die Möglichkeit offen, eine Klinik mit geringer Strahlenbelastung zu wählen. Selbst 1 Tag vor dem Entbindungstermin ist es oft noch möglich, einen Termin in einer Klinik zu erhalten (Admin: habe selbst erst ein Tag vor Geburt die passende Klinik gefunden). Beharrlichkeit zahlt sich aus – insbesondere, wenn bestimmte Bereiche zeitweise nur nach Termin zugänglich sind.
3 | Hausgeburt; Geburtshäuser
Hausgeburten und Geburtshäuser bieten häufig eine geringere Strahlenbelastung als Krankenhäuser, da weniger WLAN-Router und drahtlose Geräte im Einsatz sind. Auch können vorher Absprachen und Bitten besser umgesetzt werden. Für elektrosensible Frauen bedeutet dies eine ruhigere Umgebung, in der die Belastung durch elektromagnetische Felder minimiert wird, was den Geburtsverlauf entspannter und schonender gestalten kann.
Foto: Deckenrouter – nur fünf Meter entfernt befindet sich bereits der nächste (Klinikum Pinneberg). Ebenfalls stark belastet sind die Asklepios Klinik in Hamburg-Altona sowie das Albertinen Geburtszentrum in Hamburg-Schnelsen.



Stimmen dazu:
Carina:
„Kliniken, Altenheime und Achtung . . . Schulen sind Nummer eins! Das ist gewollt und wird bewusst forciert. Ich kann seit Jahren nicht stationär, da ich extrem elektrosensibel bin. Es interessiert keinen! Das kann man nicht mehr als Zufall abtun. Wer entgültig (…) will, informiert sich auch über die Beleuchtung.“
Diana:
„Das ist ein Wahnsinn. Die wollen gar nicht wissen wie schlecht das für die Menschen ist. Diejenigen, die damit keine Probleme haben, können sich gar nicht vorstellen wie manche leiden… ich verstehe das sehr gut!!! Vor ca.vier Jahren habe ich das erste mal gemerkt, daß ich die ärgsten Zustände wie Herzklopfen, Ohrrauschen, Fußkribbeln, Unwohlsein habe, wenn ich in einen Raum mit WLAN bin. In Spitälern, Kindergärten, Schulen, Hotels, Einkaufshäusern, Ärzten, Bädern usw. hat man schon die ständige, schädliche Strahlung… der blanke Horror“
Katarina:
„Krass…. Kliniken sind der letzte Ort, an den ich hin wöllte. Schädlich ist das für alle, zumindest bei längerer Einwirkung. Nur die, die Beschwerden haben und Funk als Ursache zuordnen, trifft es besonders schlimm.“
Tipps für Hamburg
Geburtshilfe (Klinik)
Für elektrosensible Personen mit mittlerer Empfindlichkeit (Reaktion auf nahes WLAN/DECT) könnte das Agaplesion Diakonieklinikum in Hamburg-Eimsbüttel eine Option sein. Das betrifft den 2. Stock mit Kreißsaal und Wochenbettstation. Dort war für mich keine Strahlung spürbar, auch keine sichtbaren Router, und teilweise gibt es keinen mobilen Internetempfang. Laut Übersicht befinden sich vier WLAN-Router in der Umgebung, deren Signal jedoch nicht vollständig in die Station gelangt.
Das Thema EHS sollte auf keinen Fall angesprochen werden, da Verständnis und Fachwissen fehlen und möglicherweise falsch reagiert wird. Im Erdgeschoss, wo die Anmeldung/ Arztgespräche für die Geburt stattfinden, war die Strahlungbelastung sehr stark, im 2. Stock dagegen nicht mehr wahrnehmbar.
Tipp: Vorwand finden, um die Wochenbettstation vor der Geburt einmal besichtigen zu können.
Perinatalzentrum
Für pränatale Untersuchungen kann das Perinatalzentrum Altona (Hamburg, Paul-Ehrlich-Straße 1, Eingang B) interessant sein. Diese Abteilung befindet sich in einem separaten Gebäude, fern der stark belasteten Wochenbettstation. Auch hier gilt: nur für Personen, die empfindlich auf WLAN/DECT reagieren. Vollständig handyfreie Kliniken gibt es leider nicht – nur bei auf EHS spezialisierte Kliniken.
Frauenarzt
Als relativ unbelastete Praxis kann die Gynäkologie Othmarschen empfohlen werden. Das Thema EHS sollte hier ebenfalls nicht angesprochen werden. Stattdessen: selbst prüfen, ob der Aufenthalt angenehm ist, insbesondere in Bezug auf WLAN- und DECT-arme Bereiche.
Video | Auf ewig krank im Krankenhaus?
WLAN gehört nicht an einen Ort wo Kinder zur Welt kommen! Es gibt eine Fülle von umfangreichen, gut recherchierten Dokumenten weltweit, die auf Beeinträchtigungen und Krankheiten hinweisen, die durch MW-Strahlung verursacht werden. Diese Papiere (Tausende) diskutieren die durch schwache (unterhalb der thermischen) Mikrowellen verursachten Gesundheitsschäden wie:
- Herzrhythmusstörungen/ Herzinfarkt
- Zelltod/ Erkrankungen des Blutes
- Beeinträchtigung des Knochenmarks
- Gehirntumore/ Leukämie/ Krebs im Kindesalter
- DNA-Schäden
- Veränderter Kalziumspiegel in den Zellen
- Verringerung des nächtlichen Melatoninspiegels
- Unterdrückung des Immunsystems
- Arthritis/ Rheuma
- Hautprobleme
- Lympherkrankungen/ Erkrankungen des Gefäßsystems
- Tinnitus
- Schlafstörungen/ Depressionen, Reizbarkeit und Selbstmordgedanken
- Konzentrationsschwierigkeiten/ Gedächtnisverlust
- Kopfschmerzen/ Kopfdruck
- Benommenheit/ Schwindel/ Müdigkeit
- Fehlgeburten und Unfruchtbarkeit.
WLAN im Krankenhaus: Bericht eines Betroffenen (2012)
Meine Erkundungstour in einem Krankenhaus bei dem mir schon früher einmal die grossen HANDY-VERBOT-Aufkleber am Eingang auffielen. Bei näherer Betrachtung zeigte sich, dass das gleiche Krankenhaus im ganzen Haus WLAN/WiFi installiert hat- sogar beim Wochenbett und Kreissaal! In diesem Krankenhaus werden Kinder zur Welt gebracht und auch Herzpatienten behandelt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist WLAN besonders kritisch was die Herzfrequenz angeht. Kinder sollten AUF KEINEN FALL der Mikrowellenstrahlung eines WLAN-Gerätes ausgesetzt werden!
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