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Elektrosensibilität: Was Ärzte wissen müssen

Gesundheitsprobleme, die bei Vorhandensein elektrischer Geräte auftreten, sind besorgniserregend und erfordern ein besseres Verständnis der Merkmale der elektromagnetischen Überempfindlichkeit (EHS). Es ist dieselbe Krankheit, die die US-Marine „Mikrowellenkrankheit“ nannte, als Soldaten, die längere Zeit mit Technologien wie Radar arbeiteten, die gleichen Symptome zeigten. Die Krankheit wird nach den Mikrowellenfrequenzen benannt, die die Funktechnologie antreiben. Diejenigen, die an der Mikrowellenkrankheit erkranken, können sich nicht ohne schmerzhafte und manchmal lähmende Symptome in der Gegenwart von drahtloser Strahlung aufhalten. Es handelt sich also um eine Krankheit, die durch Umweltfaktoren verursacht wird- im Wesentlichen ein umwelttoxischer Schadstoff.

Doch wie bei der chemischen Empfindlichkeit werden Ärzte nicht über die Schäden von Elektrosmog unterrichtet oder darüber, wie man Intoleranz oder eine ausgewachsene Überempfindlichkeit erkennt, und werden deshalb dazu ermutigt, Patienten zu Unrecht psychiatrisch zu behandeln und sie auf schädliche Weise zu behandeln.

In Schweden wird Elektrosensitivität als funktionelle Beeinträchtigung eingestuft und als Behinderung anerkannt. Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet sie als idiopathische Umweltintoleranz (EMF) und die Österreichische Ärztekammer nennt sie EMF-Syndrom. Die IARC, ein Teil der Weltgesundheitsorganisation, erklärte am 31. Mai 2011 Mikrowellenstrahlung als krebserregend für den Menschen der Klasse 2B, da nachgewiesen wurde, dass sie Gliome (krebsartige Tumore des Gehirns) und Akustikusneurinome verursacht.

Elektrohypersensitivität (EHS): Behandlungsleitlinien erschienen

Trotz weit über 700 Studien, die biologische Effekte nachweisen, ist der Kenntnisstand über die Wirkungen der Mobilfunkstrahlung immer noch lückenhaft. In den meisten Studien wird die Wirkung nur einer Frequenz untersucht, doch real sind alle Organismen einem Frequenzmix von GSM, UMTS, LTE und WLAN ausgesetzt. Die Kombinationswirkung mit anderen Umweltnoxen, wie Amalgam, Stickoxiden, Feinstaub, Blei, Glyphosat, Aluminium, Fluoriden, Cadmium, Weichmachern u.a., ist so gut wie nicht erforscht. Die kanadischen Umweltmediziner Genuis und Lipp haben diese verstärkende Kombinationswirkung in ihrem 2011 publizierten Artikel „Elektromagnetische Hypersensibilität: Tatsache oder Einbildung?“ behandelt. Je nach Vorbelastung und dem Zustand des Immunsystems wirken elektromagnetische Felder (EMF). Zur Elektrohypersensitivität findet eine absurde Diskussion statt. EMF führen zu oxidativem Stress und sind damit eine wesentliche Grundlage für eine Palette entzündlicher Prozesse in den Zellen mit pathologischen Folgen. Zu behaupten, dazu noch auf Grund von Pseudoexperimenten mit Kurzzeitbestrahlungen (ein Raucher fällt auch nicht beim ersten Lungenzug tot um), dass es auszuschließen sei, dass Menschen auf diese Dauerbelastung sensibel bzw. allergisch reagieren, ist absurd. Elektrohypersensible Menschen zu psychologisieren, ist diskriminierend. Die Marginalisierung von Umwelterkrankungen ist integrativer Bestandteil des kapitalistischen Medizinbetriebes. Das stellt die US-Psychologin Prof. J.R. Gibson 2016 in ihrem Artikel „Die stillschweigende Ausgrenzung von Menschen mit Umwelt-Sensibilitäten“ beeindruckend dar.

paracelsus.de

Mit aktueller Forschung auseinandersetzen

Sicherheit hinkt dem technologischen Fortschritt hinterher

Mit der Einführung des Mobilfunks als Massentechnologie begann die Verharmlosung der Risiken. Die Industrie hatte vorausschauend ein selbstreferentielles System von „Schutz“- Organisationen aufgebaut: in der WHO/ der EU/ in Strahlenschutzkommissionen, die sich gegenseitig in personeller Verflechtung bis heute die Unbedenklichkeit bestätigen. In der Studie von Starkey “Ungenaue offizielle Abschätzung der Hochfrequenz-Sicherheit durch die Beratungsgruppe AGNIR“ wird dieses System detailliert aufgedeckt. Dieses von der Industrie aufgebaute Verschleierungssystem nach dem Vorbild der Tabakindustrie ist wissenschaftlich gescheitert, auch wenn Regierungen politisch daran festhalten. 2011 gruppierte die IARC, die Krebsagentur der WHO, die nichtionisierende Strahlung in die Gruppe 2B „Möglicherweise Krebs erregend“ ein- in dieselbe Kategorie wie DDT und Autoabgase. Seit 1990 haben über 80 Studien DNA-Strangbrüche (Erbgutveränderungen) durch elektromagnetische Strahlung im Bereich der Mobilfunkfrequenzen nachgewiesen. Groß angelegte Studien der österreichischen AUVA-Versicherung (ATHEM-Report) und der US Gesundheitsbehörde (NTP-Studie) bestätigen das Krebsrisiko.

paracelsus.de

Mobilfunkindustrie schult die Ärzteschaft auf Harmlosigkeit

Mobilfunkindustrie schult Ärzte

Da die meisten Ärzte in EHS nicht ausgebildet und sich des Problems nicht bewusst sind, wird bei Schilderung der Symptome höchstwahrscheinlich keine Verbindung zur EMF- Exposition hergestellt. Und wenn doch, erfolgte die Aufklärung vielerorts bereits durch die Mobilfunkindustrie selbst. Dementsprechend wird bei Beschwerde-Schilderung nach den Erläuterungen der Mobilfunkindustrie gehandelt (Kein Zusammenhang von EMF und Beschwerdebild= Psyche). Daher ist es wichtig, bei der Aufklärung mitzuwirken- gerade auch, um die fehlende Aufklärung nicht der Mobilfunkindustrie zu überlassen. Mobilfunkindustrie schult Ärzte | U. Weiner | D. Ärzteblatt

Fortbildung durch die Industrie

Wenn Ärzte tatsächlich auf einer Fortbildungsveranstaltung zu diesem Thema waren, wurde diese häufig vom IZMF angeboten und durchgeführt, dem „Informationszentrum Mobilfunk“, einer gemeinsamen Einrichtung der Mobilfunkanbieter. Dort wird gelehrt, dass es keine ernst zu nehmenden Hinweise gibt, dass Mobilfunkwellen gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen und dass Hinweise des Patienten, seine Gesundheitsschäden kämen von elektromagnetischen Feldern, psychosomatisch zu werten seien.

elektrosensibel-muenchen.de

Das gleiche Prinzip in der Tabak-Industrie?

Würde die Tabakindustrie in ähnlicher Manier verfahren und wissenschaftliches Personal rekrutieren, welches die Ärzteschaft dahingehend “berät“, dass die durch Tabakrauch verursachten Erkrankungen ihrer Patienten auf “psychische“ Ursachen zurückzuführen seien- ein Aufschrei ginge durch die Republik.

PDF, Suzanne Sohmer

Wohin können sich Betroffene wenden?

Immer mehr Menschen werden krank, Ärzte dürfen aber keine Verbindung zur Strahlung herstellen. Es existiert in vielen Ländern nicht. Das hat zur Folge, dass strahlungsempfindliche Menschen mit ihren Beschwerden nirgendwo hingehen können. Das Ergebnis ist, dass es keine Warnung gibt und die drahtlosen Technologien das Land überfluten. Milliarden werden mit drahtlosen Geräten und den Funkmasten verdient. Drahtlose Technologien untergraben jedoch die Gesundheit auf langsame und heimtückische Weise. So sind Strahlungsquellen Zuhause oder bei der Arbeit beständig im Betrieb und beeinflussen auch das Leben der Nachbarn. Wände stoppen diese Strahlung nicht. cpld.nl

Problem: Haftung der Technologiebranche

Es wird Ärzten nicht beigebracht, wie sie Elektrosensibilität erkennen und behandeln können. Hauptgrund ist die Haftung der Technologiebranche. Öffentliche Klagen würden den technol. Fortschritt einer Gesellschaft verbieten, die gegenwärtig von den modernen Annehmlichkeiten abhängig ist, die sie bietet. Quelle


Ärztliche Leitlinien

* Die Europäische Akademie für Umweltmedizin (EUROPAEM) hat für die Ärzteschaft die EMF Leitlinie 2016 erarbeitet, die das Erkennen und Therapieren von Elektrosensibilität erleichtert. Sie enthält u.a. wichtige Informationen zur Prävention. Die Arbeit wurde in der internationalen Fachzeitschrift Reviews on Environmental Health veröffentlicht.


Ärzte warnen

Ärzte-Delegation zieht vors Staatsministerium

Übergabe eines Offenen Briefes zu 5G in Stuttgart

70 Ärzte aus Baden-Württemberg haben den offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann unterschrieben. Darin verweisen die Mediziner auf das Krankheitsbild Elektrohypersensibilität (EHS), das Studien zufolge bereits 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung betrifft und das von Mobilfunk- und WLAN-Strahlung verursacht wird. Außerdem werden im offenen Brief mehrere relevante intern. Studien zur krebsfördernden und -auslösenden Wirkung zitiert. Die Forderung der Ärzte an Kretschmann lautet, die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern– dem sogenannten Elektrosmog – zu minimieren.

diagnose-funk.org

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW unterstützt die Forderung von 70 Ärzt*innen aus Baden-Württemberg nach einem 5G-Moratorium.

diagnose-funk.org

Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom

Die Grenzwerte sind keine Sicherheit

Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam

Elektrosensibilität ist seit vielen Jahrzehnten bekannt, erforscht und ein weltweit zu beobachtendes Phänomen. Das Beschwerdebild ist von Patient zu Patient verschieden und steht in Abhängigkeit von der individuellen Reaktionslage, Lebensalter, Dauer und Intensität der Belastung, Vorschädigungen und schon bestehenden anderen Erkrankungen. Ebenfalls von gleichzeitig auftretenden anderen Belastungen und von den Möglichkeiten der Erholung und Entlastung. Allerdings kristallisieren sich immer mehr Schwerpunkte der Beschwerden und typische Anfangsreaktionen heraus. („Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom“ der Ärzteinitiative Bamberger Appell, Dr. med. Waldmann-Selsam). Diagnose Funk

Die gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Felder (von Mobilfunksendeanlagen, schnurlosen DECT-Telefonen, Handy, WLAN u.a.) führen weit unterhalb der gültigen Grenzwerte zu einem neuen, vielschichtigen Krankheitsbild mit charakteristischer Symptomenkombination.

diagnose-funk.org

Kliniken

Environmental Health Center | Dallas
Symbolbild EHS Klinik
Symbolbild

Klinik für Umweltmedizin erkennt und behandelt Elektrosensibilität

Das Environmental Health Center (Dallas) ist eine der wenigen Kliniken auf der Welt, welches Elektrosensibilität erkennt und behandelt. “Wir sind weltweit führend in der Erforschung, Untersuchung und Behandlung der Wirkung elektromagnetischer Felder auf Patienten.“ Die Klinik wurde 1974 von Dr. William J. Rea (Herzchirurg) gegründet und bezieht sich insbesondere auf Umweltmedizin, was sich in der weniger belasteten Umgebung der Klinik wiederspiegelt. So sind Räume auch für MCS Patienten (Chemikalien Unverträglichkeit) vorhanden. In dieser weniger toxischen Umgebung bieten Ärzte ein komplettes diagnostisches medizinisches Programm an, das darauf spezialisiert ist, die direkte Beziehung zwischen Umwelt und Krankheit zu identifizieren. Indes ist Dr. Rea besonders über die kognitiven Auswirkungen drahtloser Technologien wie Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Verwirrung, besorgt. manhattanneighbors.org

Environmental Health Clinic | Toronto

Aufklärung und Schulung für Ärzte

Die Environmental Health Clinic ist der klinische Teil eines gemeinsamen klinischen und Forschungsprogramms des Women’s College Hospital und der University of Toronto. Die Environmental Health Clinic des Krankenhauses veranstaltet Schulungsworkshops für Ärzte zum Thema drahtlose Strahlenexposition. Dies dient zum Teil der Hoffnung, den Patientenstau zu verringern, aber auch der Sensibilisierung der Behandler und besseren Pflegeprogrammen für diejenigen, die unter drahtloser Strahlung leiden.

„Meine Klinik untersucht bereits Patienten aus ganz Ontario, die empfindlich auf Mikrowellenstrahlung von ihren drahtlosen Geräten reagieren, darunter Mobiltelefone, WLAN und eine zunehmende Anzahl intelligenter Geräte“, sagte Dr. Riina Bray, Ärztliche Direktorin der Environmental Health Clinic. „Wir erwarten, dass drahtloses 5G zu dieser Belastung beiträgt.“ Das Krankenhaus hat eine kontroverse, wenn nicht progressive Erklärung veröffentlicht, in der die Symptome identifiziert und als elektromagnetische Überempfindlichkeit (EHS) bezeichnet werden.

„Wir müssen mehr Bewusstsein über diese Krankheit schaffen“, sagte Dr. Bray. „Die Ärzte müssen EHS besser verstehen, damit sie ihren Patienten bei der Prävention und Behandlung ihrer Symptome helfen können. Die Öffentlichkeit muss wissen, wie sie sich vor den vielfältigen gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder schützen kann“.

Dr. Riina Bray ist die medizinische Direktorin der Environmental Health Clinic des Krankenhauses

Dr. med. Wolf Bergmann

Elektrosensibilität ist nicht mit einfachen, schnellen Tests und ohne Spezialkenntnisse diagnostizierbar. Daher fehlt es sehr vielen Ärzten im Alltag an einer Wahrnehmungsfähigkeit dieses komplexen Krankheitsbildes. Meiner Erfahrung nach ist es zudem für viele Ärzte kaum vorstellbar, was eine solche Behinderung für das Alltagsleben für einschneidende Bedeutung hat. So ist etwa eine Patientin oft gezwungen, auf einem Brett über der Badewanne zu schlafen, weil im Badezimmer relativ weniger Strahlung herrscht. Wer von so etwas berichtet, wird rasch als geistig gestört eingestuft.

archive.org

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu EHS
US-Radioonkologen hinterfragen Strahlungssicherheit

Ein Stopp des Ausbaus der 5G-Mobilfunkstruktur fordern Mediziner des „Ärztearbeitskreises digitale Medien Stuttgart“ in einem offenen Brief vom 28.08.2018 an den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Scheuer. Sie weisen auf die Studienlage hin und auf das Schicksal der elektrohypersensiblen Menschen, denen durch den geplanten lückenlosen Funkausbau die Lebensgrundlage entzogen wird.

Ärztekammern fordern WLAN-freie Schulen und Kindergärten

Die Zunahme von Funksystemen in Kindergärten und Schulen ist dramatisch. Lehrer, Rektoren und KITA Personal sind sich nicht bewusst, was hier den Kindern angetan wird. Meist ist Unwissenheit im Spiel oder mangelndes Interesse der Einrichtungsleitungen. Am 11.11.2017 wurde ein gemeinsames Positionspapier der folgenden Ärztekammern verfasst, in dem ein WLAN-Verbot an Kindergärten und Schulen gefordert wird:

  • Zyprischen Ärztekammer
  • Österreichischen Ärztekammer
  • Ärztekammer für Wien und des
  • Zyprischen Nationalen Komitees für Umwelt und Kindergesundheit (CNCECH)

Bundesärztekammer widerspricht den Verharmlosungen der Bundesregierung

Prof. Andreas D. Kappos | (PDF)

„Die Ergebnisse des DMF können somit nicht als Beleg für die Nichtexistenz athermischer Wirkungen der elektromagnetischen Felder interpretiert werden. Seit der Beobachtung des sogenannten „Radiowellen-Syndroms“ durch Erwin Schliephake 1932… wurde, wie oben angedeutet, eine große Anzahl von Arbeiten publiziert, die funktionelle Gesundheitsstörungen im Zusammenhang mit der Exposition durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung beschreiben. Ebenso existieren plausible pathophysiologische Erklärungsmodelle nicht-thermischer Wirkungen auf die komplexen Regulationsmechanismen des menschlichen Organismus. Diese sind nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Eine umfangreiche Zusammenstellung aus alternativmedizinischer Sicht findet sich z.B. bei Hecht (2008). Für die Ärzteschaft ergeben sich für den Umgang mit eventuellen gesundheitlichen Risiken aus der massenhaften Verbreitung des Mobilfunks und der daraus resultierenden exponentiellen Zunahme der Exposition der gesamten Bevölkerung mit elektromagnetischer Strahlung die Aspekte „Prävention“ und „Elektrosensibilität“, die besondere Bedeutung besitzen.“

der-mast-muss-weg.de

Druck zur Digitalisierung der Ärzteschaft

Zwangs-Digitalisierung

Das chronische Müdigkeitssyndrom wurde damals ebenfalls nicht richtig erkannt

Das chronische Müdigkeitssyndrom (von dem heute bekannt ist, dass es teilweise eine Störung der Mitochondrienfunktion darstellt) war anfangs schwer zu diagnostizieren und wurde von einigen als psychische Krankheit abgetan.

emfsa.co.za
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