Elektrosensibilität

Ärzte

Ärzte/ Apotheke

Elektrohypersensitivität (EHS): Behandlungsleitlinien erschienen

Trotz weit über 700 Studien, die biologische Effekte nachweisen, ist der Kenntnisstand über die Wirkungen der Mobilfunkstrahlung immer noch lückenhaft. In den meisten Studien wird die Wirkung nur einer Frequenz untersucht, doch real sind alle Organismen einem Frequenzmix von GSM, UMTS, LTE und WLAN ausgesetzt. Die Kombinationswirkung mit anderen Umweltnoxen, wie Amalgam, Stickoxiden, Feinstaub, Blei, Glyphosat, Aluminium, Fluoriden, Cadmium, Weichmachern u.a., ist so gut wie nicht erforscht. Die kanadischen Umweltmediziner Genuis und Lipp haben diese verstärkende Kombinationswirkung in ihrem 2011 publizierten Artikel „Elektromagnetische Hypersensibilität: Tatsache oder Einbildung?“ behandelt.27) Je nach Vorbelastung und dem Zustand des Immunsystems wirken elektromagnetische Felder (EMF).
Zur Elektrohypersensitivität findet eine absurde Diskussion statt. EMF führen zu oxidativem Stress und sind damit eine wesentliche Grundlage für eine Palette entzündlicher Prozesse in den Zellen mit pathologischen Folgen. Zu behaupten, dazu noch auf Grund von Pseudoexperimenten mit Kurzzeitbestrahlungen (ein Raucher fällt auch nicht beim ersten Lungenzug tot um), dass es auszuschließen sei, dass Menschen auf diese Dauerbelastung sensibel bzw. allergisch reagieren, ist absurd. Elektrohypersensible Menschen zu psychologisieren, ist diskriminierend. Die Marginalisierung von Umwelterkrankungen ist integrativer Bestandteil des kapitalistischen Medizinbetriebes. Das stellt die US-Psychologin Prof. J.R. Gibson 2016 in ihrem Artikel „Die stillschweigende Ausgrenzung von Menschen mit Umwelt-Sensibilitäten“ beeindruckend dar.28)

paracelsus.de

Mit aktueller Forschung auseinandersetzen

Mit der Einführung des Mobilfunks als Massentechnologie begann die Verharmlosung der Risiken. Die Industrie hatte vorausschauend ein selbstreferentielles System von „Schutz“- Organisationen aufgebaut: in der WHO/ der EU/ in Strahlenschutzkommissionen, die sich gegenseitig in personeller Verflechtung bis heute die Unbedenklichkeit bestätigen. In der Studie von Starkey “Ungenaue offizielle Abschätzung der Hochfrequenz-Sicherheit durch die Beratungsgruppe AGNIR“ wird dieses System detailliert aufgedeckt. Dieses von der Industrie aufgebaute Verschleierungssystem nach dem Vorbild der Tabakindustrie ist wissenschaftlich gescheitert, auch wenn Regierungen politisch daran festhalten. 2011 gruppierte die IARC, die Krebsagentur der WHO, die nichtionisierende Strahlung in die Gruppe 2B „Möglicherweise Krebs erregend“ ein- in dieselbe Kategorie wie DDT und Autoabgase. Seit 1990 haben über 80 Studien DNA-Strangbrüche (Erbgutveränderungen) durch elektromagnetische Strahlung im Bereich der Mobilfunkfrequenzen nachgewiesen. Groß angelegte Studien der österreichischen AUVA-Versicherung (ATHEM-Report) und der US Gesundheitsbehörde (NTP-Studie) bestätigen das Krebsrisiko.

paracelsus.de

Mobilfunkindustrie schult Ärzte

Da die meisten Ärzte in EHS nicht ausgebildet und sich des Problems nicht bewusst sind, wird bei Schilderung der Symptome höchstwahrscheinlich keine Verbindung zur EMF- Exposition hergestellt. Und wenn doch, erfolgte die Aufklärung vielerorts bereits durch die Mobilfunkindustrie selbst. Dementsprechend wird bei Beschwerde-Schilderung nach den Erläuterungen der Mobilfunkindustrie gehandelt (Kein Zusammenhang von EMF und Beschwerdebild= Psyche). Daher ist es wichtig, bei der Aufklärung mitzuwirken- gerade auch, um die fehlende Aufklärung nicht der Mobilfunkindustrie zu überlassen. Mobilfunkindustrie schult Ärzte/ U. Weiner/ D. Ärzteblatt/

Siehe Auflistung von Zitaten aus den Info-Broschüren der Mobilfunkindustrie an die Ärzteschaft, worin Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit EMF (deren Produkte) abgestritten werden. Im Gegenteil wird die Schuld den Geschädigten gegeben (Einbildung, Ängste, Nocebo). Da die Mobilfunkindustrie in den Broschüren konkret mitteilt, das Ärzte die “ersten Ansprechpartner“ von Betroffenen (Geschädigten) sind und genau deshalb hier ansetzt- gilt das als Beeinflussung der Ärzte im Anbetracht der Diagnosestellung.

Wenn Ärzte tatsächlich auf einer Fortbildungsveranstaltung zu diesem Thema waren, wurde diese häufig vom IZMF angeboten und durchgeführt, dem „Informationszentrum Mobilfunk“, einer gemeinsamen Einrichtung der Mobilfunkanbieter. Dort wird gelehrt, dass es keine ernst zu nehmenden Hinweise gibt, dass Mobilfunkwellen gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen und dass Hinweise des Patienten, seine Gesundheitsschäden kämen von elektromagnetischen Feldern, psychosomatisch zu werten seien.

elektrosensibel-muenchen.de

Das gleiche Prinzip in der Tabak-Industrie?

Würde die Tabakindustrie in ähnlicher Manier verfahren und wissenschaftliches Personal rekrutieren, welches die Ärzteschaft dahingehend “berät“, dass die durch Tabakrauch verursachten Erkrankungen ihrer Patienten auf “psychische“ Ursachen zurückzuführen seien- ein Aufschrei ginge durch die Republik.

PDF, Suzanne Sohmer

Wohin können sich Betroffene wenden?

Immer mehr Menschen werden krank, Ärzte dürfen aber keine Verbindung zur Strahlung herstellen. Es existiert in unserem Land nicht. Das hat zur Folge, dass strahlungsempfindliche Menschen mit ihren Beschwerden nirgendwo hingehen können. Das Ergebnis ist, dass es keine Warnung gibt und die drahtlosen Technologien das Land überfluten. Milliarden werden mit drahtlosen Geräten und den Masten verdient.

Drahtlose Technologien untergraben die Gesundheit auf langsame und heimtückische Weise.
In vielen Häusern sind Strahlungsquellen beständig im Betrieb und beeinflussen auch das Leben der Nachbarn. Wände stoppen diese Strahlung nicht. cpld.nl


Haftung der Technologiebranche

Es wird Ärzten nicht beigebracht, wie sie Elektrosensibilität erkennen und behandeln können. Hauptgrund ist die Haftung der Technologiebranche. Öffentliche Klagen würden den technol. Fortschritt einer Gesellschaft verbieten, die gegenwärtig von den modernen Annehmlichkeiten abhängig ist, die sie bietet. Quelle


Ärztliche Leitlinien

* Die Europäische Akademie für Umweltmedizin (EUROPAEM) hat für die Ärzteschaft die EMF Leitlinie 2016 erarbeitet, die das Erkennen und Therapieren von Elektrosensibilität erleichtert. Sie enthält u.a. wichtige Informationen zur Prävention. Die Arbeit wurde in der internationalen Fachzeitschrift Reviews on Environmental Health veröffentlicht.


Ärztinnen und Ärzte warnen


Die Grenzwerte sind keine Sicherheit!

Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam:
Die gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Felder (von Mobilfunksendeanlagen, schnurlosen DECT-Telefonen, Handy, WLAN u.a.) führen weit unterhalb der gültigen Grenzwerte zu einem neuen, vielschichtigen Krankheitsbild mit charakteristischer Symptomenkombination.

diagnose-funk.org

Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom

Elektrosensibilität ist seit vielen Jahrzehnten bekannt, erforscht und ein weltweit zu beobachtendes Phänomen. Das Beschwerdebild ist von Patient zu Patient verschieden und steht in Abhängigkeit von der individuellen Reaktionslage, Lebensalter, Dauer und Intensität der Belastung, Vorschädigungen und schon bestehenden anderen Erkrankungen. Ebenfalls von gleichzeitig auftretenden anderen Belastungen und von den Möglichkeiten der Erholung und Entlastung. Allerdings kristallisieren sich immer mehr Schwerpunkte der Beschwerden und typische Anfangsreaktionen heraus. („Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom“ der Ärzteinitiative Bamberger Appell, Dr. med. Waldmann-Selsam). Diagnose Funk


Ärzte und Kliniken

Klinik für Umweltmedizin erkennt und behandelt Elektrosensibilität

Das Environmental Health Center (Dallas) ist eine der wenigen Kliniken auf der Welt, welches Elektrosensibilität erkennt und behandelt. “Wir sind weltweit führend in der Erforschung, Untersuchung und Behandlung der Wirkung elektromagnetischer Felder auf Patienten.“ Die Klinik wurde 1974 von Dr. William J. Rea (Herzchirurg) gegründet und bezieht sich insbesondere auf Umweltmedizin, was sich in der weniger belasteten Umgebung der Klinik wiederspiegelt. So sind Räume auch für MCS Patienten (Chemikalien Unverträglichkeit) vorhanden. In dieser weniger toxischen Umgebung bieten Ärzte ein komplettes diagnostisches medizinisches Programm an, das darauf spezialisiert ist, die direkte Beziehung zwischen Umwelt und Krankheit zu identifizieren. Indes ist Dr. Rea besonders über die kognitiven Auswirkungen drahtloser Technologien wie Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Verwirrung, besorgt. Artikel


Dr. med. Wolf Bergmann
Elektrosensibilität ist nicht mit einfachen, schnellen Tests und ohne Spezialkenntnisse diagnostizierbar. Daher fehlt es sehr vielen Ärzten im Alltag an einer Wahrnehmungsfähigkeit dieses komplexen Krankheitsbildes. Meiner Erfahrung nach ist es zudem für viele Ärzte kaum vorstellbar, was eine solche Behinderung für das Alltagsleben für einschneidende Bedeutung hat. So ist etwa eine Patientin oft gezwungen, auf einem Brett über der Badewanne zu schlafen, weil im Badezimmer relativ weniger Strahlung herrscht. Wer von so etwas berichtet, wird rasch als geistig gestört eingestuft.

archive.org

Ärzte mit EHS-Kenntnissen

Ärzte, die sich auf Umweltmedizin konzentrieren oder persönlich betroffen sind, besitzen in der Regel eher Kenntnisse über Elektrosensibilität. Einige Ärzte bieten zudem an, per Telefon oder Skype aus der Ferne zu beraten. Folgende Ärzteliste ist lediglich übernommen und ohne Gewähr. Zukünftig ist eine eigens erstellte, geprüfte und sichere Ärzteliste das Ziel.

Europa:

Vereinigte Staaten / Kanada:

Australien:

  • Gary Deed, Brisbane, Queensland
  • Margaret Ngu, Burwood, Victoria
  • John Piesse, Hawthorne East, Victoria
  • Zenon Gruba, Camberwell, Victoria

Neuseeland:

  • Damian Wojcik, Kamo, Whangarei

Japan:


Interessante Informationen

US-Radioonkologen hinterfragen Strahlungssicherheit

Ein Stopp des Ausbaus der 5G-Mobilfunkstruktur fordern Mediziner des „Ärztearbeitskreises digitale Medien Stuttgart“ in einem offenen Brief vom 28.08.2018 an den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Scheuer. Sie weisen auf die Studienlage hin und auf das Schicksal der elektrohypersensiblen Menschen, denen durch den geplanten lückenlosen Funkausbau die Lebensgrundlage entzogen wird.

Ärztekammern fordern WLAN-freie Schulen und Kindergärten

Die Zunahme von Funksystemen in Kindergärten und Schulen ist dramatisch. Lehrer, Rektoren und KITA Personal sind sich nicht bewusst, was hier den Kindern angetan wird. Meist ist Unwissenheit im Spiel oder mangelndes Interesse der Einrichtungsleitungen. Am 11.11.2017 wurde ein gemeinsames Positionspapier der folgenden Ärztekammern verfasst, in dem ein WLAN-Verbot an Kindergärten und Schulen gefordert wird:

  • Zyprischen Ärztekammer
  • Österreichischen Ärztekammer
  • Ärztekammer für Wien und des
  • Zyprischen Nationalen Komitees für Umwelt und Kindergesundheit (CNCECH)

Bundesärztekammer widerspricht den Verharmlosungen der Bundesregierung

Prof. Andreas D. Kappos | (PDF)

„Die Ergebnisse des DMF können somit nicht als Beleg für die Nichtexistenz athermischer Wirkungen der elektromagnetischen Felder interpretiert werden. Seit der Beobachtung des sogenannten „Radiowellen-Syndroms“ durch Erwin Schliephake 1932… wurde, wie oben angedeutet, eine große Anzahl von Arbeiten publiziert, die funktionelle Gesundheitsstörungen im Zusammenhang mit der Exposition durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung beschreiben. Ebenso existieren plausible pathophysiologische Erklärungsmodelle nicht-thermischer Wirkungen auf die komplexen Regulationsmechanismen des menschlichen Organismus. Diese sind nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Eine umfangreiche Zusammenstellung aus alternativmedizinischer Sicht findet sich z.B. bei Hecht (2008). Für die Ärzteschaft ergeben sich für den Umgang mit eventuellen gesundheitlichen Risiken aus der massenhaften Verbreitung des Mobilfunks und der daraus resultierenden exponentiellen Zunahme der Exposition der gesamten Bevölkerung mit elektromagnetischer Strahlung die Aspekte „Prävention“ und „Elektrosensibilität“, die besondere Bedeutung besitzen.“

der-mast-muss-weg.de

Zwangs-Digitalisierung der Ärzteschaft

Zwangs-Digitalisierung
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