Ärzte

Mobilfunkindustrie schult Ärzte

Da die meisten Ärzte in EHS nicht ausgebildet und sich des Problems nicht bewusst sind, wird bei Schilderung der Symptome höchstwahrscheinlich keine Verbindung zur EMF- Exposition hergestellt. Und wenn doch, erfolgte die Aufklärung vielerorts bereits durch die Mobilfunkindustrie selbst. Dementsprechend wird bei Beschwerde-Schilderung nach den Erläuterungen der Mobilfunkindustrie gehandelt (Kein Zusammenhang von EMF und Beschwerdebild= Psyche). Daher ist es wichtig, bei der Aufklärung mitzuwirken- gerade auch, um die fehlende Aufklärung nicht der Mobilfunkindustrie zu überlassen. Mobilfunkindustrie schult Ärzte/ U. Weiner/ D. Ärzteblatt/

Wenn Ärzte tatsächlich auf einer Fortbildungsveranstaltung zu diesem Thema waren, wurde diese häufig vom IZMF angeboten und durchgeführt, dem „Informationszentrum Mobilfunk“, einer gemeinsamen Einrichtung der Mobilfunkanbieter. Dort wird gelehrt, dass es keine ernst zu nehmenden Hinweise gibt, dass Mobilfunkwellen gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen und dass Hinweise des Patienten, seine Gesundheitsschäden kämen von elektromagnetischen Feldern, psychosomatisch zu werten seien.

elektrosensibel-muenchen.de
Das gleiche Prinzip in der Tabak-Industrie?

Würde die Tabakindustrie in ähnlicher Manier verfahren und wissenschaftliches Personal rekrutieren, welches die Ärzteschaft dahingehend “berät“, dass die durch Tabakrauch verursachten Erkrankungen ihrer Patienten auf “psychische“ Ursachen zurückzuführen seien- ein Aufschrei ginge durch die Republik.

PDF, Suzanne Sohmer

Wohin können sich Betroffene wenden?

Immer mehr Menschen werden krank, Ärzte dürfen aber keine Verbindung zur Strahlung herstellen. Es existiert in unserem Land nicht. Das hat zur Folge, dass strahlungsempfindliche Menschen mit ihren Beschwerden nirgendwo hingehen können. Das Ergebnis ist, dass es keine Warnung gibt und die drahtlosen Technologien das Land überfluten. Milliarden werden mit drahtlosen Geräten und den Masten verdient.

Drahtlose Technologien untergraben die Gesundheit auf langsame und heimtückische Weise.
In vielen Häusern sind Strahlungsquellen beständig im Betrieb und beeinflussen auch das Leben der Nachbarn. Wände stoppen diese Strahlung nicht. https://cpld.nl


Haftung der Technologiebranche

Es wird Ärzten nicht beigebracht, wie sie Elektrosensibilität erkennen und behandeln können. Hauptgrund ist die Haftung der Technologiebranche. Öffentliche Klagen würden den technol. Fortschritt einer Gesellschaft verbieten, die gegenwärtig von den modernen Annehmlichkeiten abhängig ist, die sie bietet. Quelle


Diagnostik

Kann mein Hausarzt Elektrosensibilität diagnostizieren?

Hausärzte sollten in der Lage sein, Elektrosensibilität auch ohne zusätzliche Tests zuverlässig zu diagnostizieren. Das wichtigste und grundlegendste Diagnosewerkzeug für einen Arzt ist die Fähigkeit des Patienten, zwischen Ursache und Manifestation der Symptome und der Art und Weise, wie der Patient die Symptome beschreibt, zu korrelieren.
Es gibt viele Zustände, bei denen der Mechanismus unbekannt ist und für die keine diagnostischen Tests existieren, wie beispielsweise bei Migräne. Dementsprechend diagnostizieren Ärzte Migräne nur anhand der Art und Weise, wie Patienten die Kopfschmerzen beschreiben. Dasselbe kann und sollte auf EHS angewendet werden.
Wenn eine Person jedes Mal, wenn sie ein Mobiltelefon benutzt, Schmerzen im Kopf empfindet, ist die Ursache des Schmerzes eindeutig das Mobiltelefon. Der Patient muss hierbei natürlich glaubwürdig sein, was eine sorgfältige Anamnese voraussetzt. Ebenfalls sind psychische Probleme auszuschließen.

Zu akzeptieren, dass eine Person Schmerzen von ihren Handys empfindet und dass das Mobiltelefon solche Schmerzen verursachen kann, ist eine Frage des gesunden Menschenverstands und der Wissenschaft. Die Symptome von Menschen mit EHS sind nicht nur in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert, es ist auch sinnvoll, dass solche Auswirkungen auftreten können. Indes ist die Strahlung von Mobiltelefonen und anderen künstlichen drahtlosen Quellen eben nicht „niedrig“, wie oft vorgeschlagen wird, sondern tatsächlich eine Billion Mal höher als die Strahlung in der natürlichen Umgebung, in der wir uns entwickelt haben. Da unser Gehirn, unser Herz und unser Nervensystem elektrisch sind, wirken sich externe elektrische Quellen mit einer so hohen Strahlung auf unseren Körper und unser physiologisches elektrisches System aus. Artikel

Labormedizinische Diagnostik

Da Stressfaktoren gemessen werden können, ist eine Diagnostik der Elektrosensibilität Labormedizinisch durchaus möglich. Hierbei kann durch eine Provokation mit elektromagnetischen Feldern (zbsp. 15 Minuten Handygespräch/ DECT/ WLAN) eine Kausalität zwischen EMF und der Ausschüttung von Stressfaktoren hergestellt werden.

Elektrosensible zeigen Veränderungen in der fMRT. Diese Arbeit aus der Praxis zeigt auf, dass man mit der funktionellen Magnetresonanz-Tomografie (fMRT) bei elektrosensiblen Personen deutliche Unterschiede in den Hirnaktivitäten sehen kann im Vergleich zu einer normalen fMRT. Alle hier vorgestellten elektrosensiblen haben ähnlich veränderte Muster der Hirnaktivität. Die 10 Patienten hatten über Jahre eine Elektrosensibilität (EHS) entwickelt. Normale Labortests ergaben keine auffälligen Werte. Die fMRT ist eine Möglichkeit zur EHS-Diagnose. (G. Heuser, S. A. Heuser, 2017)

strahlentelex.de/ESR-Elektrosensibilitaet

Nachweis-Möglichkeiten

  • Dr. Lebrecht von Klitzing (Elektrosensibilität ist messbar)
  • EKG-Herzfrequenz (Nachweis von Strahlenbelastung durch EKG)
    Im Doppelblindversuch, in welchem nicht bekannt ist, wann die elektromagnetischen Felder wirken, verändern sich bei vielen Elektrosensiblen die Herzrate und Herzratenvariabilität/ Mikrozirkulation und aktive Hautpotenziale. Gesteuert werden die Körperfunktionen über das zentrale Nervensystem.
Diagnoseschlüssel

Der Diagnoseschlüssel für eine bestimmte Krankheit leitet sich aus einem einheitlichen Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen ab. Weiter definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die ICD („Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“) als verbindliches Regelwerk.
Mit dem Code Z58 ist Elektrosensibilität diagnostizierbar.
– Kontaktanlässe mit Bezug auf die physikalische Umwelt
– Belastung durch elektromagnetische hochfrequente Felder/ Elektrosensibilität 

Welche Behandlung gibt es bei Elektrosensibilität?

Derzeit gibt es keine Behandlung für EHS. Personen jedoch, die an einer Erkrankung leiden, sollten umgehend Maßnahmen ergreifen, um eine Exposition zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, sollten sie die Exposition so weit wie möglich reduzieren. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Reduzierung der Exposition die effektivste „Behandlung“ ist (Hagström et al, 2013). Die Forschung zeigt auch, dass psychogene Behandlungen und Medikamente viel weniger wirksam waren als die Vermeidung, was einen weiteren Beweis dafür liefert, dass EHS ein physiologischer Zustand und kein psychogener Zustand ist und dass jede gegenteilige Behauptung unbegründet ist. Weitere Informationen (Englisch).

Entlastung der Strahlenbelastung

“Es müssen Möglichkeiten der sofortigen und der langfristigen Entlastung von Strahlenbelastung geklärt und eingeleitet werden. Da es sich bei der Elektrosensibilität um ein multifaktorielles Geschehen handelt, ist die umfassende Entlastung von sensibilisierenden Kofaktoren zu betreiben. (z.B. Metallentfernung, Zahnsanierung, Toxikologische Diagnostik und Therapie, ganzheitliche Behandlungsweisen, Umweltmedizinische Behandlung, usw., Wohn- und Schlafplatzsanierung.)“ Dr. med. Wolf. Bergmann


Ärzteleitlinie

Die Europäische Akademie für Umweltmedizin (EUROPAEM) hat für die Ärzteschaft die EMF Leitlinie 2016 erarbeitet, die das Erkennen und Therapieren von Elektrosensibilität erleichtert. Sie enthält unter anderem wichtige Informationen zur Prävention. Die Arbeit wurde in der internationalen Fachzeitschrift Reviews on Environmental Health veröffentlicht.

Das Risiko von nicht-ionisierender Strahlung (EMF) vergleicht die Europäische Umweltagentur mit anderen Umweltrisiken wie Asbest, Benzol und Rauchen. Folglich empfiehlt diese dringend, im Hinblick auf EMF das Vorsorgeprinzip anzuwenden.

  • Österreichische Ärztekammer veröffentlicht Leitlinie zur Elektrosensibilität (2012)

Ärzte warnen


Die Grenzwerte sind keine Sicherheit

Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam:
Die gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Felder (von Mobilfunksendeanlagen, schnurlosen DECT-Telefonen, Handy, WLAN u.a.) führen weit unterhalb der gültigen Grenzwerte zu einem neuen, vielschichtigen Krankheitsbild mit charakteristischer Symptomenkombination.

diagnose-funk.org

Ärzte und Kliniken

Klinik für Umweltmedizin

Das Environmental Health Center (Dallas) ist eine der wenigen Kliniken auf der Welt, welches Elektrosensibilität erkennt und behandelt. “Wir sind weltweit führend in der Erforschung, Untersuchung und Behandlung der Wirkung elektromagnetischer Felder auf Patienten.“ Die Klinik wurde 1974 von Dr. William J. Rea (Herzchirurg) gegründet und bezieht sich insbesondere auf Umweltmedizin, was sich in der weniger belasteten Umgebung der Klinik wiederspiegelt. So sind Räume auch für MCS Patienten (Chemikalien Unverträglichkeit) vorhanden. In dieser weniger toxischen Umgebung bieten Ärzte ein komplettes diagnostisches medizinisches Programm an, das darauf spezialisiert ist, die direkte Beziehung zwischen Umwelt und Krankheit zu identifizieren. Indes ist Dr. Rea besonders über die kognitiven Auswirkungen drahtloser Technologien wie Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Verwirrung, besorgt. Artikel


Dr. med. Wolf Bergmann
Elektrosensibilität ist nicht mit einfachen, schnellen Tests und ohne Spezialkenntnisse diagnostizierbar. Daher fehlt es sehr vielen Ärzten im Alltag an einer Wahrnehmungsfähigkeit dieses komplexen Krankheitsbildes. Meiner Erfahrung nach ist es zudem für viele Ärzte kaum vorstellbar, was eine solche Behinderung für das Alltagsleben für einschneidende Bedeutung hat. So ist etwa eine Patientin oft gezwungen, auf einem Brett über der Badewanne zu schlafen, weil im Badezimmer relativ weniger Strahlung herrscht. Wer von so etwas berichtet, wird rasch als geistig gestört eingestuft.

archive.org

Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom

Elektrosensibilität ist seit vielen Jahrzehnten bekannt, erforscht und ein weltweit zu beobachtendes Phänomen. Das Beschwerdebild ist von Patient zu Patient verschieden und steht in Abhängigkeit von der individuellen Reaktionslage, Lebensalter, Dauer und Intensität der Belastung, Vorschädigungen und schon bestehenden anderen Erkrankungen. Ebenfalls von gleichzeitig auftretenden anderen Belastungen und von den Möglichkeiten der Erholung und Entlastung. Allerdings kristallisieren sich immer mehr Schwerpunkte der Beschwerden und typische Anfangsreaktionen heraus. („Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom“ der Ärzteinitiative Bamberger Appell, Dr. med. Waldmann-Selsam). Diagnose Funk


Ärzte mit EHS-Kenntnissen

Ärzte, die sich auf Umweltmedizin konzentrieren oder persönlich betroffen sind, besitzen in der Regel eher Kenntnisse über Elektrosensibilität. Einige Ärzte bieten zudem an, per Telefon oder Skype aus der Ferne zu beraten.

Folgende Ärzteliste ist lediglich übernommen und ohne Gewähr.
Zukünftig ist eine eigens erstellte, geprüfte und sichere Ärzteliste das Ziel.

Europa:

Vereinigte Staaten / Kanada:

Australien:

  • Gary Deed, Brisbane, Queensland
  • Margaret Ngu, Burwood, Victoria
  • John Piesse, Hawthorne East, Victoria
  • Zenon Gruba, Camberwell, Victoria

Neuseeland:

  • Damian Wojcik, Kamo, Whangarei

Japan:


Interessante Informationen

US-Radioonkologen hinterfragen Strahlungssicherheit

Ein Stopp des Ausbaus der 5G-Mobilfunkstruktur fordern Mediziner des „Ärztearbeitskreises digitale Medien Stuttgart“ in einem offenen Brief vom 28.08.2018 an den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Scheuer. Sie weisen auf die Studienlage hin und auf das Schicksal der elektrohypersensiblen Menschen, denen durch den geplanten lückenlosen Funkausbau die Lebensgrundlage entzogen wird.

Ärztekammern fordern WLAN-freie Schulen und Kindergärten

Die Zunahme von Funksystemen in Kindergärten und Schulen ist dramatisch. Lehrer, Rektoren und KITA Personal sind sich nicht bewusst, was hier den Kindern angetan wird. Meist ist Unwissenheit im Spiel oder mangelndes Interesse der Einrichtungsleitungen. Am 11.11.2017 wurde ein gemeinsames Positionspapier der
– Zyprischen Ärztekammer
– Österreichischen Ärztekammer
– Ärztekammer für Wien und des
– Zyprischen Nationalen Komitees für Umwelt und Kindergesundheit (CNCECH) verfasst, in dem ein WLAN-Verbot an Kindergärten und Schulen gefordert wird.

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