Naila-Studie (2004)

Erhöhte Häufigkeit bestimmter Erkrankungen (z.B. Tumore) nach Inbetriebnahme des Senders
Die Naila-Studie (eine der umfassendsten Langzeituntersuchungen zu hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung) wurde maßgeblich von den niedergelassenen Ärzten Dr. Horst Eger (Allgemeinmediziner in Naila, Hauptinitiator und Leiter der Studie) und Dr. Manfred Matusky (Arbeitsmediziner, Mitautor) durchgeführt.
Darüber hinaus waren im Forschungsteam die Ärzte Klaus Uwe Hagen, Birgitt Lukas, Peter Vogel und Helmut Voit beteiligt. Die Studie wurde im Rahmen des „Ärzte-Appell 2003“ (Freiburger Appell) von einem lokalen Team in Naila/Oberfranken umgesetzt, um die gesundheitliche Entwicklung der Anwohner in der Nähe eines Mobilfunksenders über einen Zeitraum von fünf Jahren (2000–2004) zu beobachten.
Dabei wurden knapp 1000 Patientenakten über rund zehn Jahre ausgewertet. Im Vergleich dazu erfolgte die Analyse der Krebsfälle anhand der Entfernung zum Mobilfunkmast, wobei zwischen Wohnorten unter und über 400 Metern unterschieden wurde.

Einfluss der Nähe einer Mobiltelefonantenne auf die Krebsinzidenz
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass der Anteil der sich neu entwickelnden Krebsfälle bei den Patienten, die in den letzten zehn Jahren in einer Entfernung von bis zu 400 Metern vom seit 1993 in Betrieb befindlichen zellularen Senderstandort gelebt hatten, signifikant höher war.
In den Jahren 1999 bis 2004 -also nach fünfjähriger Betriebszeit des Senders- hatte sich das relative Krebsrisiko für die in der Nähe des Senders lebende Bevölkerung im Vergleich zu der in der Region Naila lebenden Gruppe verdreifacht.
Beachten Sie, dass die Studie von 1994 bis 2004 durchgeführt wurde, als die mobile Strahlung noch nicht auf dem extrem Niveau war, welches wir heute erleben. Es ist nicht schwer vorstellbar, dass das Risiko heute, über 20 Jahre später, mit Tausenden der neuen und leistungsstärkeren Mikrowellensender noch größer ist.
Darüber hinaus zeigte sich in den Jahren 1999 bis 2004 – also nach fünfjähriger Betriebszeit des Senders – ein deutlich erhöhter Effekt: Das relative Krebsrisiko für die Bevölkerung in der Nähe des Senders hatte sich im Vergleich zur Region Naila verdreifacht.
Beobachtungsstudie: Krebsfälle und Wohnnähe zu einer Mobilfunkanlage
Fernsehbeitrag zur Naila-Studie: Der Beitrag untersucht mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf Anwohner in der Nähe von Sendeanlagen. Im Fokus stehen Studienergebnisse, die eine erhöhte Krebsrate im Umfeld von Mobilfunkmasten zeigen.
Zusätzlich spricht der Physiker Dr. Lebrecht von Klitzing im Interview über elektromagnetische Felder und deren mögliche biologische Effekte. Dabei bewertet er insbesondere langfristige Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung kritisch.
Artikel
- docplayer.org | Naila-Studie
- emf-portal.org | Einfluss der räumlichen Nähe von Mobilfunksendeanlagen auf die Krebsinzidenz
- avaate.org | Wissenschaftlicher Originalbeitrag
- diagnose-funk.org | 20 Jahre Naila-Studie (I): Pionierstudie über Sendeanlagen und Krebsrisiko
- baubiologie-regional.de | Naila-Studie erhärtet Krebsverdacht von Mobilfunk



