Tarnung von Funkmasten

Tarnung von Mobilfunkmasten

Tarnung von Funkmasten. Ein Kaktus wird als Tarnung benutzt

Aktualisiert am 23.07.2021

Verkleidung von Mobilfunkmasten

Falsche Bäume, Felsen, Schornsteine oder Verschalungen- wie echte Chamäleons fügen sich Mobilfunkantennen immer öfter in die Landschaft ein. | Wenn Sie zufällig durch die Vereinigten Staaten reisen, sei es auf den Highways von Florida oder Montana, ist das Amerikanischste, was Sie auf dem Weg sehen können, getarnte Mobilfunktürme. In der Tat kann der Inkognito-Modus für solche Geräte von Interesse sein. Zumal es bereits Firmen gibt, die aus der Tarnung ein Geschäft und eine Kunstform gemacht haben. Es scheint, dass die so genannte „Hidden Tower“-Industrie im Jahr 1992 begann, als eine Firma namens Larson einen Mobilfunkmast als Kiefer tarnte.

Doch überdeckt dieser erneute Ästhetizismus für Mobilfunkantennen seitens der Betreiber nicht die gesundheitlichen Risiken, die mit elektromagnetischen Wellen verbunden sind? Die Standortwahl von Mobilfunk-Basisstationen wie auf dem Dach montierten Mobilfunkantennen, insbesondere in Wohnvierteln, ist ein umstrittenes Thema in der Landnutzungsregulierung. Der lokale Widerstand von Anwohnern und Landbesitzern in der Nähe beruht häufig auf der Befürchtung gesundheitsschädlicher Auswirkungen, obwohl Telekommunikationsdienstleister versichern, dass die internationalen Expositionsstandards eingehalten werden. Dies kann wiederum zu einem Hindernis für die Einführung von Smart-City-Technologien in den Städten werden (Smart Meter, Videoüberwachungssysteme, Alarme etc.)

Einzelberichte als auch einige epidemiologische Studien haben Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, verminderte Libido, erhöhte Selbstmordraten, Konzentrationsprobleme, Schwindel, Gedächtnisveränderungen, erhöhtes Krebsrisiko, Zittern und andere neurophysiologische Effekte in Populationen nahe der Basisstationen festgestellt. Um die Diskussion über die Schädlichkeit und Proteste also zu minimieren, werden des öfteren Mobilfunkantennen getarnt bzw. hinter einer Attrappe aufgestellt. Die Gründe für das Verstecken von Mobilfunkmasten sind unterschiedlich.

Bekannte Attrappen

  • Kirchentürme
  • Kreuze auf Friedhöfen und Kirchen
  • Essen/ Schornsteine
  • Bäume/ Kakteen/ Palmen (Je nach Land)

Getarnte Funkmasten

Versteckte Mobilfunk-Antennen

Wenn man die Antennen nicht sieht, kann man sie nicht für Gesundheitsschäden verantwortlich machen. Der Vorteil so laut Werbeprospekt: “Minimierung der Diskussion über elektromagnetische Unverträglichkeit.“


Mobilfunkmasten getarnt als Bäume

Infrastruktur mit “flexiblem“ Antennendesign

Um die öffentliche Akzeptanz für weitere Antennen und Basisstationen zu erhöhen, arbeitet Covestro mit Studenten des Umeå Institute of Design sowie der Deutschen Telekom an der Entwicklung attraktiver Basisstationen. Covestro konzentriert sich dabei auf die äußere Ummantelung der Antenne, die sich durch ihre Farbe und ihre Oberflächenstrukturierung an die jeweilige Umgebung anpassen soll.

k-zeitung.de

Funkmasten getarnt als Schornsteine

Wenn der Kanaldeckel funkt- Elektrosmog durch versteckte Antennen im Boden

Tarnung von Funkmasten. Versteckte Antenne im Boden

Die moderne Mikrozelle „Gullideckel“ hat eine Reichweite bis zu 300m. Kathrein entwickelte eine in den Boden eingelassene Antenne, KATHREIN STREET CONNECT, die das bewerkstelligen kann. Der Kanaldeckel besteht aus einer Einheit mit vier Antennen, die nach dem Mimo-Prinzip funktionieren. Mimo steht für „Multiple Input Multiple Output“ und bezeichnet ein Verfahren für die gleichzeitige Nutzung mehrerer Sende- und Empfangsantennen. Eine besondere Herausforderung war, die Antenne mit ihrer Halterung so zu konstruieren, dass sie unempfindlich gegen die Vibrationen des alltäglichen Straßenverkehrs ist. Untergebracht wird die Antenneneinheit (weiß) unter einem runden Kanaldeckel. Dieser besteht nicht aus Metall, sondern aus einem speziellen Kunststoff, der auch schwerste Lasten aushält. Metall- und schwarzer Plastikring dienen der mechanischen Befestigung in der Straßenoberfläche. Eingelassen wird das ganze unmittelbar in der Nähe eines vorhandenen Kabelschachtes. Die Technik der Basisstation, die darunter steckt,  stammt vom Netzausrüster Ericsson.

pronatur24.eu

Die Tarnung von Mobilfunkantennen kostet die Betreiber viel Geld

Mobilfunkantennen werden regelmäßig wegen ihrer mangelnden Ästhetik kritisiert. Die einfache Verkleidung hinsichtlich des Erscheinungsbilds kann die Kosten für die Platzierung von Kommunikationseinrichtungen jedoch um 10 bis 30% erhöhen. Die Telekom-Betreiber lassen sich hierbei einiges einfallen, um sie noch besser mit der Landschaft verschmelzen zu lassen, indem sie z. B. wie Bäume aussehen.

Eine kürzlich durchgeführte Installation einer Mobilfunkantenne veranschaulicht die zusätzlichen Kosten. „Eine Tannenbaum-Antenne kostet das Zehnfache des normalen Preises einer klassischen Antenne, ein Aufwand, den Betreiber komplett auf sich nehmen“- betreffend z. B. bei einem 36 Meter hohen Funkturm, den Free in einer Berglandschaft installiert und mit falschen Ästen getarnt hat. Zehnmal- was in der Größenordnung eines kompletten Parks alles andere als vernachlässigbar ist. universfreebox.com

Artikel

  • 20min.ch | Tarnung für Handyantennen
  • spectrum.ieee.org | Schachtabdeckungen dienen als Antennen, die die Abdeckung des drahtlosen Netzwerks erweitern
  • venturebeat.com | Vodafone versteckt Ericsson 4G/ 5G-Funkantennen unter Schachtabdeckungen
  • drweb.de | Kreuz auf Friedhöfen und Kirchen
  • twistedsifter.com | 25 Handytürme, die so getarnt sind, dass sie wie etwas anderes aussehen
  • facebook.com | UNDERGROUND ANTENNAS (English, Bilder)

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