Symptome

Symptome bei Elektrosensibilität (EHS)
Leiden Sie insbesondere an bestimmten Orten unter Kopfschmerzen, Kopfdruck, Schwindel, Benommenheit und Konzentrationsproblemen?
Treten diese Beschwerden vor allem in Innenräumen oder in der Nähe technischer Geräte auf? Dies sind alles Anzeichen für eine Exposition gegenüber elektromagnetischer Feldstrahlung (EMF). Aufgrund der massiven und rücksichtslosen Verbreitung von drahtlosen Technologien, wie z. B. WLAN-Routern, DECT-Telefonen und Smart Metern, kam es zu Tausenden von Beschwerden über Gesundheitsprobleme, wenn sich intelligente Zähler oder auch WLAN-Router in unmittelbarer Nähe der Orte im Haushalt befinden, an denen das Familienleben stattfindet. Viele Gerichtsurteile weltweit sprechen darüber hinaus den Betroffenen Recht zu.
Für Betroffene bedeutet dies oft eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Umso wichtiger ist ein achtsamer Umgang mit individuellen Wahrnehmungen und gesundheitlichen Beschwerden.
Bei immer mehr Menschen treten Symptome aufgrund der Belastung durch elektromagnetische Felder (EMF) auf. Die ersten Probleme treten meist im Zusammenhang mit der Nutzung eines Computers, Mobiltelefons oder anderer Geräte auf, die schädliche EMFs aussenden. Ein heutzutage häufiger Grund dafür, dass bei immer mehr Menschen EMF-Symptome auftreten, ist die Ausbreitung der drahtlosen Technologie in der Gesellschaft durch die zunehmende Strahlung von Mobilfunkmasten und drahtlosen Geräten in Haushalten, Vorschulen/Schulen sowie am Arbeitsplatz.
Häufig berichtete Symptome
- Kopfschmerzen
- Kopfdruck
- Schwindel, Benommenheit
- Schlaflosigkeit (nur wenn der Schlafplatz belastet ist)
- Konzentrationsschwäche/ Verminderte kognitive Funktion
- Tinnitus
- Herzrhythmusstörungen/ Klopfen
- Abgeschwächte Immunfunktion
- Gereiztheit/ Innerer Stress
Bei EHS können das neuroendokrine System, das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System betroffen sein. Auch das neurovegetative, HNO-, Magen-Darm-, Muskel-Gelenk- und dermatologische System sind manchmal betroffen. Diese Phänomene werden teilweise mit biologischen Reaktionen in Verbindung gebracht, die durch künstliche Strahlung hervorgerufen werden. parismatch.be | eloverkanslig.org
Ort- und geräteabhängige Beschwerden
Der Schlüssel bei Elektrosensibilität liegt darin, dass die Beschwerden ausschließlich orts- oder geräteabhängig auftreten. Symptome zeigen sich insbesondere im Zusammenhang mit bestimmten Funkquellen – etwa Mobilfunkmasten, WLAN-Routern oder der Nutzung von Smartphones – und bessern sich allmählich, wenn die Belastung durch elektromagnetische Felder reduziert oder vermieden wird.
In vielen Fällen sind die Beschwerden deutlich an bestimmte Orte gebunden. Das liegt unter anderem daran, dass EMF-Quellen meist einen festen Standort haben, beispielsweise in Büros, Arztpraxen, Wohngebäuden oder auf Dächern. Arztpraxen verwenden neben Wlan häufig zusätzlich DECT-basierte Haustelefone. Fühlen sich Betroffene wiederholt an denselben Orten unwohl und erleben eine spürbare Linderung der Symptome bei einem Ortswechsel, kann dies ein wichtiges Indiz sein.
Zu berücksichtigen ist außerdem, dass Menschen im Alltag häufig gleichzeitig mehreren elektromagnetischen Quellen ausgesetzt sind. Die Gesamtbelastung ergibt sich gegebenfalls nicht aus einer einzelnen Quelle, sondern aus dem Zusammenspiel verschiedener Funk- und gegebenenfalls niederfrequenter Felder.
Smartphone
Bei der Nutzung von Mobiltelefonen bzw. Smartphones berichten Betroffene über Beschwerden, die sowohl während des Telefonierens als auch allein durch die Anwesenheit eines eingeschalteten Geräts auftreten können. Häufig genannte Symptome sind Kopfschmerzen, ungewöhnlich starke Wärmeentwicklung, Koordinationsprobleme, starke Konzentrationsschwäche und/oder ein brennendes Gefühl.
Bei stärker betroffenen Personen werden zudem teils sehr starke Ohrschmerzen beschrieben, insbesondere in Situationen, in denen sich andere Personen in unmittelbarer Nähe befinden und telefonieren.
Zeitverzögerte Symptome
Die Symptome der Elektrosensibilität können in Art und Intensität stark variieren. Zudem sind Betroffene sehr unterschiedlich ausgeprägt betroffen. Beschwerden können entweder unmittelbar auftreten oder sich zeitverzögert entwickeln, teils erst nach einigen Minuten. Dies hängt unter anderem von der Stärke und Art der Strahlung, der Dauer der Einwirkung sowie von der individuellen körperlichen Verfassung ab.
Ist die Belastung eher gering oder mittelstark – beispielsweise abhängig von der Entfernung zur jeweiligen technischen Quelle – besteht die Gefahr, dass der Zusammenhang zwischen Ursache und Beschwerden nicht erkannt wird. Dadurch bleibt Elektrosensibilität häufig unerkannt, und die Dunkelziffer betroffener Personen ist entsprechend hoch.
Hinzu kommt, dass die auslösenden elektromagnetischen Quellen oft schwer zu identifizieren sind. Dazu zählen unter anderem WLAN-Router in benachbarten Wohnungen oder unauffällig installierte Mobilfunkantennen, die für Betroffene nicht unmittelbar sichtbar oder bewusst wahrnehmbar sind.
Elektrosensibilität als neurologisches Syndrom
Elektrosensibilität wird als neurologisches Syndrom betrachtet und kann verschiedene Körpersysteme betreffen, darunter:
- das zentrale Nervensystem (ZNS)
- das periphere Nervensystem (PNS)
- das endokrine System (ES)
In sehr schweren Fällen können die Symptome so stark werden, dass es zu Ohnmachtsanfällen kommt, die vorübergehend in Bewusstlosigkeit übergehen können. Aufgrund der plötzlichen und akuten Symptome können diese Situationen mit einem Schlaganfall verwechselt werden.

Neurologisch
Kopfschmerzen, Kopfdruck, Schwindel, Übelkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, schlechter bzw. nicht erholsamer Schlaf, abnorme Müdigkeit, Reizbarkeit, depressive Verstimmung, Angstzustände, Schwäche, Taubheitsgefühle und/oder Kribbeln, Muskelkrämpfe, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie grippeähnliche Beschwerden.
In schwereren Fällen werden auch Krampfanfälle, Lähmungserscheinungen, psychotische Episoden und Schlaganfälle beschrieben.
Herz-Kreislauf
Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, erhöhte Herzfrequenz und Kurzatmigkeit.
Dermatologisch
Hautbeschwerden wie Kribbeln, Brennen oder Rötungen.
Ophthalmologisch (Augen)
Licht- bzw. Blendempfindlichkeit (die sich bei nachlassender Belastung rasch bessert), gereizte oder trockene Augen, Augenschmerzen, Druckgefühl in den Augen sowie verminderte Sehschärfe.
Akustisch
Ohrgeräusche, Tinnitus sowie subjektiv empfundener Hörverlust (z. B. Rauschen oder Fiepen, ähnlich dem Gefühl nach lauter Geräuschbelastung).
Sonstige Beschwerden
Nasenbluten, veränderte Geruchs- und Lichtempfindlichkeitsstörungen, das Gefühl unter Strom zu stehen (bzw. das Gefühl von Stromschlägen im Körper), Erschöpfungszustände, Schwierigkeiten bei der Blutzuckerregulation, starkes Schwitzen bzw. unnormal hohe Wärmeempfindung sowie Leistungsabfall.
In sehr schweren Fällen werden ausgeprägte Schwächezustände beschrieben, die bis zur Bewusstlosigkeit führen können und teilweise mit einem Schlaganfall verwechselt werden.
Schlafbezogene Beschwerden

Die folgenden Symptome treten nur dann auf, wenn der Schlafplatz stark belastet ist. Wird der Schlafbereich als möglichst funkarm und störungsfrei erlebt, berichten viele Menschen in der Regel von einem erholsamen und tiefen Schlaf.
Ist der Schlafplatz belastet, können folgende Beschwerden auftreten:
- kein erholsamer Tiefschlaf, stattdessen eher oberflächlicher Schlaf oder vermehrtes Erleben von Trauminhalten. Um in die Tiefschlafphase zu gelangen, muss sich die Gehirnaktivität in einen deutlich niedrigeren Frequenzbereich verlagern (unter 10 Hz)- aber der Puls von z. B. WLAN (10 Hertz) macht diesen Prozess schwierig, wenn nicht gar unmöglich.
- „Stromgefühl“ im Körper/ Schwächegefühl (insbesondere in Armen oder Gliedmaßen)
- Kopfdruck bzw. unangenehmes Gefühl im Kopf, häufig im Bereich des Hinterkopfes
- ausgeprägte innere Unruhe oder körperlicher Stress ohne erkennbare Ursache
- anhaltendes „Aufgeputschtsein“ mit erhöhtem Puls- oder Herzempfinden
- Tinnitus bzw. Ohrgeräusche (z. B. Rauschen oder Dröhnen)
- erschwertes oder gerädertes Gefühl beim Aufwachen aufgrund nicht erholsamen Schlafs
- das starke Bedürfnis, im Haus einen besseren Schlafplatz zu finden
- optisch wahrgenommene Erschöpfung im Gesicht nach dem Aufwachen. Oft gealtertes und unerholtes Gesicht.
In vielen Fällen berichten Betroffene, dass sich ihr Zustand deutlich verbessert, sobald sie dem als belastet empfundenen Schlafplatz nicht mehr ausgesetzt sind.
Belastungsabhängige Beschwerden
Beachten Sie, dass sich die Beschwerden in der Regel deutlich bessern oder sogar vollständig verschwinden, sobald sich die betroffene Person von der EMF-Belastung entfernt, zum Beispiel von WLAN-Routern. In einer Umgebung mit niedrigem EMF-Wert können sich die Symptome innerhalb von Stunden, Tagen oder Wochen nahezu vollständig zurückbilden. In dieser Zeit kehrt die betroffene Person in der Regel zu ihrem vorherigen Gesundheitszustand zurück – bis sie erneut elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt wird.
Bereiche mit geringer Belastung lassen sich nach Angaben teilweise mithilfe von Messgeräten bestimmen oder durch die Orientierung an verfügbaren Informationen (Karten) zu Sendestandorten abschätzen.
Ausgenommen davon sind tragbare drahtlose Geräte wie Smartphones oder Handys: Hier treten die Symptome direkt in der Nähe des mobilen Geräts auf- unabhängig vom Ort.
Eigene Beschwerden (WLAN/ DECT)
- Kopfdruck (Hinterkopf)
- Kopfschmerzen
- Schwindel/ Benommenheit
- Konzentrationsschwäche
- Wortfindungsstörung
- Kopfhautmissempfindungen
- – ziehen/ kribbeln
- Stromgefühl
- innere Unruhe/ Stress
- Schlaflosigkeit/ Schreck-Aufwachen
- Gedrückte Stimmung
Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen EGGBI
- Leistungsabfall, Abgeschlagenheit
- Müdigkeit bis zu Depressionen
- Nervosität, innere Unruhe
- Kopfschmerzen, Migräne
- Tinnitus/ Burnout/ Schwindel
- Herzbeschwerden, Blutdruck (zu Hoch, zu niedrig)
- Kribbeln, Ameisenlaufen
- Angstzustände, Leukämie
- Lernschwierigkeiten, Allgemeine Erschöpfungszustände, Unlust, Streitsucht, Unzufriedenheit
- ADHS/ Hyperaktivität bei Kindern
Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam (Praktische Ärztin; Mit-Initiatorin des Barmberger Appells und Mitglied im Ärztlichen Qualitätszirkel)
“Die gepulsten hochfrequenten elektromagnetischen Felder führen weit unterhalb der gültigen Grenzwerte zu einem neuen, vielschichtigem Krankheitsbild mit charakteristischer Symptomkombination. diagnose-funk.org
Viele Betroffene erkennen die Ursache nicht

Die biologischen Wirkungen von EMF sind komplex, da Menschen nach und nach viele Gesundheitsstörungen entwickeln können- ohne automatisch den Zusammenhang zwischen ihnen herzustellen. Der Körper sendet nach und nach immer mehr Warnsignale in Form der verschiedenen oben erwähnten Symptome aus. Darüber hinaus sind diese Effekte für viele Personen nicht wahrnehmbar, weil es oft keine damit verbundenen Schmerzen gibt und zweitens, wenn die mit den Symptomen verbundenen Schmerzen vorhanden sind, dann sind sie sporadisch oder diffus und treten selten gleichzeitig plötzlich und abrupt in Gegenwart einer gut identifizierten Quelle von Elektrosmog auf.
Gegenwärtig ist sich nur eine Minderheit von Menschen, 5 bis 15% nach Schätzungen (Gesundheitserhebungen, epidemiologischen Studien), die in verschiedenen Industrieländern durchgeführt wurden, der eigenen EHS bewusst. Abgesehen von einer unbeabsichtigten Exposition dauert es im Durchschnitt mehrere Jahre, bis man sich seiner Elektrosensibilität bewusst wird. Durch die ständige Zunahme des Elektrosmogs und insbesondere durch das Aufkommen von 5G wird der Prozess der Elektrohypersensibilität jedoch wahrscheinlich beschleunigt.
Burnout durch elektromagnetische Strahlung?
Unspezifische, oft stressbedingte Gesundheitsprobleme haben stark zugenommen und stellen Ärzte zunehmend vor die Herausforderung einer komplexen Differentialdiagnose. Eine bisher wenig beachtete Ursache ist die zunehmende Belastung durch Elektrosmog zu Hause, bei der Arbeit und in der Freizeit, die zusätzlich zu chronischem Stress im Privat- und Arbeitsleben auftritt.

Burnout und Elektrosmog haben eine oft unterschätzte Beziehung, denn eine chronische Belastung durch Elektrosmog bedeutet eine andauernde Schwächung des Körpers.
Dr. rer. nat. Ulrich Warnke und Peter Hensinger haben in einem Forschungsbericht molekularbiologisch gut fundiert die pathogene Rolle des oxidativen Stresses dargestellt. Das heißt, die Erzeugung eines Überschusses von freien Radikalen bei der Einwirkung von Funkwellen. Anders ausgedrückt, die elektromagnetischen Strahlungen verursachen oxidativen und nitrosativen Stress, als überschüssige freie Sauerstoff- und NO-Radikale in Ionenform, die zusammen wirkend sehr aggressiv die Zellen und deren Ultrastrukturen sowie die Erbgutsubstanz zerstören können. aerzte-und-mobilfunk.eu
Immer häufiger reagieren Mitarbeiter sensibel auf elektromagnetische Felder (EMF)- Tendenz steigend. Im Büro lauern zahlreiche Strahlungsquellen: Sie können auf lange Sicht ernsthaft die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter gefährden. Vielfältige Gründe werden da oft genannt, wenn Arbeitgeber über Kopfweh und Konzentrationsschwäche klagen. Und natürlich ist es so, dass diese Störungen eine Vielzahl von Ursachen haben können. Dennoch: Umweltmediziner berichten von Fällen, in denen der Zusammenhang zwischen EMF und gesundheitlichen Störungen ganz klar ersichtlich ist.
salzburg.gv.at
Sonstige Störungen und Risikogruppen
Es gibt Ähnlichkeiten zwischen EHS und anderen „unerklärlichen“ Krankheiten. In all diesen Fällen wird in der gegenwärtigen normalen medizinischen Praxis keine Ursache gefunden:
- chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)
- Fibromyalgie
- chronische Lyme
- multiple chemische Empfindlichkeit oder MCS (multiple chemische Empfindlichkeit)
- Lichtempfindlichkeit
- Erschöpfung der Nebennieren und
- eine Reihe von Autoimmunerkrankungen
Zumindest ein Teil dieser Störungen muss auf Umwelteinflüsse wie die Exposition gegenüber elektromagnetischer Strahlung- aber auch auf Metalle, Hormonstörer und andere giftige Chemikalien zurückgeführt werden, mit denen wir täglich in Kontakt kommen. Unsere Zivilisation verursacht also neue Krankheiten, die wir noch nicht ausreichend kennen.
Entstehende Krankheiten über längere Zeit bei anhaltender EMF Belastung
Viele Jahre kann der Körper der chronischen Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern widerstehen. Doch abhängig von der Sensibilität steigt die Wahrscheinlichkeit, das nach längerer Zeit Krankheiten auftreten. vehs.be
Renommierten Wissenschaftlern zufolge, die z. B. den BioInitiative-Bericht erstellt haben, gibt es ausreichende Hinweise darauf, dass die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu einer Zunahme führt von:
- Krebs (Leukämie im Kindesalter, Hirntumore und Brustkrebs)
- Alzheimer und Parkinson
- Lernschwierigkeiten, ADHS und Autismus bei Kindern
- Entzündungen, Allergien und Immunitätsprobleme
- Verminderung der Fruchtbarkeit
► Auch Personen ohne EHS sollten daher ein Interesse daran haben, ihre Exposition zu begrenzen.




Moderne, paarweise Hörgeräte kommunizieren miteinander über Funk (Bluetooth), um die Hörqualität zu verbessern. Dies erfolgt während der gesamten Tragezeit (14-16 Std,) quer durch den Kopf. Könnte das möglicherweise Auslöser für Schlaganfälle sein? Gibt es dazu Untersuchungen?
Aber selbstverständlich zählen Bluetooth zu den Verursachern von EHS (Schwindel,Gangunsicherheit,Kopfschmerzen).Die Strahlung wird durch alle Organe gehend abgegeben.