Schwangerschaft & Geburt mit EHS

Die sensible Phase der Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft ist ein einzigartiger biologischer Prozess, in dem neues Leben entsteht. Während dieser Zeit durchläuft das heranwachsende Kind zahlreiche Entwicklungsphasen: Organe und Sinnesfunktionen bilden sich, Bewegungen werden möglich, und der Körper bereitet sich auf das eigenständige Leben außerhalb der Gebärmutter vor. Für die werdende Mutter bringt die Schwangerschaft körperliche, hormonelle und emotionale Veränderungen mit sich, die eng mit dem Wachstum des Kindes verknüpft sind. Dieser Prozess ist ein Zusammenspiel aus genetischen Programmen, biologischen Abläufen und Umwelteinflüssen.
Die frühe Entwicklung ist besonders empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Bereits in den ersten Monaten der Schwangerschaft verbinden sich im Körper des Kindes hundert Milliarden Nervenzellen miteinander. Eine Störung dieser frühen neuronalen Signale kann schwerwiegende Folgen für das spätere Leben haben. Umwelteinflüsse – darunter auch elektromagnetische Felder – können diese empfindlichen Prozesse potenziell beeinträchtigen. babysafeproject.org
Smartphone in der Schwangerschaft – Risiko für das Kind?
Studie belegt Zusammenhang zwischen Handystrahlen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern.
Laut Studien weiß man heute, dass sich der vermehrte Gebrauch von Mobiltelefonen während einer Schwangerschaft negativ auf das Kind auswirken kann. Kinder, deren Mütter das Handy bzw. Smartphone sehr oft benutzen, zeigten Verhaltensstörungen. Auch der Einsatz der Handys bei den Kindern selbst, sollte bezüglich der negativen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, nicht unterschätzt werden. Auch das russische National Committee on Non-Ionizing Radiation Protection warnt vor dem Handygebrauch in der Schwangerschaft sowie bei den Kindern selbst.
Werden Handys während der Schwangerschaft vermehrt genutzt, zeigen sich folgende negative Auswirkungen: Es kann zur Abnahme der Aufmerksamkeit und zu kurzzeitigen Gedächtnisstörungen kommen.Die betroffenen Kinder verfügen über eine erhöhte Reizbarkeit sowie über eine Verminderung der kognitiven Fähigkeit und einer Abnahme des Lernverhaltens. Auf längere Sicht können sich auch Degenerationen der Nervenstrukturen im Gehirn sowie Depressionen entwickeln.
schwangerschaft.net
Prof Dr. med. D. Belpomme- Onkologe
„Im Fötus und im Kind vermehren sich die Zellen sehr schnell. Eine Anomalie in einer Zelle, die durch die Wellen verursacht wird, führt viel schneller zu einem Tumor. Es ist sehr wichtig, dass Frauen während der Schwangerschaft keine Mobiltelefone benutzen, es sei denn, es handelt sich um Notfälle, und dass sie sich von WLAN fernhalten.“
Schwanger? Halten Sie Ihr Handy vom Baby fern!
Hunderte veröffentlichte Studien, die von unabhängigen Experten (Peers) aus demselben Fachgebiet auf Qualität, Methodik und Originalität geprüft wurden, zeigen, dass Strahlung von Mobiltelefonen und anderen drahtlosen Geräten (Router, Schnurlostelefone, Tablets) die normale Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen kann.
7 Möglichkeiten zur Reduzierung der Strahlenbelastung – während der Schwangerschaft
- Halten Sie kabellose Laptops und Tablets vom Körper fern. Legen Sie sie nicht auf den Bauch.
- Tragen Sie Handys nicht direkt an der Kleidung (z. B. in Hosentasche, Jackentasche oder BH). Halten Sie sie möglichst vom Körper entfernt.
- Schlafen Sie nicht mit oder neben Ihrem Telefon. Nutzen Sie andernfalls nur den Flugmodus.
- Vermeiden Sie schnurlose DECT-Telefone. Bei aktiviertem Eco-Modus kann die Belastung reduziert werden.
- Meiden Sie die Nähe zu WLAN-Routern und intelligenten Stromzählern (Smart Metern). Schalten Sie WLAN-Router nachts aus. WLAN-Schutzhüllen können die Belastung zusätzlich verringern.
- Nutzen Sie Internetverbindungen bevorzugt über Kabel (Ethernet/LAN).
- Stellen Sie sich nicht in die Nähe einer laufenden Mikrowelle.
Nach der Schwangerschaft – Schutz für das Kind
- Legen Sie Handys nicht in den Kinderwagen.
- Verwenden Sie kein Babyphone mit DECT- oder WLAN-Technologie.
- Verzichten Sie möglichst bis zur Pubertät auf Funkanwendungen.
- Jugendliche sollten ihr Smartphone bei Nichtgebrauch in den Flugmodus versetzen und nicht direkt am Körper tragen. Nachts empfiehlt sich ebenfalls der Flugmodus.
Schutzprodukte
Folgende Anbieter führen Abschirmungsprodukte für Schwangere und Kinder:
- a-zgesund.ch | Abschirmung für Mutter und Kind
- wavesafe.ch | Schutz vor Mobilfunkstrahlen für Ihr Kind
Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit

Fruchtbarkeit wird durch EMF beeinträchtigt
Viele Männer tragen ihre Handys in der Tasche oder am Gürtel, so dass die meisten schädlichen Auswirkungen der EMF in den Fortpflanzungsorganen zu beobachten sind. Sepehrimanesh et al. zeigten, dass die Exposition gegenüber HF-EMF bei Erwachsenen zu einem Anstieg der Hodenproteine führt, die mit dem Krebsrisiko und Fortpflanzungsschäden in Zusammenhang stehen. Die durch EMF verursachten neuroendokrinen Veränderungen sind ein Schlüsselfaktor für die Veränderung der Hormonfunktionen.
Eroğlu et al. stellten fest, dass die Exposition gegenüber Handystrahlung die Beweglichkeit reduziert und die Morphologie von isolierten Spermien verändert. Sie diskutierten auch die Auswirkungen von EMF auf die weibliche Unfruchtbarkeit. Goldhaber et al. berichteten über einen signifikanten Anstieg fötaler Anomalien und Spontanaborte bei schwangeren Frauen, die EMF ausgesetzt waren. Viele dieser Auswirkungen können auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen sein. ncbi.nlm.nih.gov
Es gibt weiter eine wachsende Anzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen, die schwerwiegende Auswirkungen von Handystrahlung auf Spermien und Fruchtbarkeit zeigen. In einer 2008 veröffentlichten Studie z. B. sanken die Laborwerte für die Spermienzahl in einer Unfruchtbarkeitsklinik mit zunehmender Dauer der täglichen Exposition gegenüber Mobiltelefonen. In der höchsten Expositionsgruppe ging 1/3 der Spermienzahl mit mehr als 4 Stunden männlicher Handynutzung verloren und 50% der verbleibenden Spermien zeigten körperliche Anomalien, schwammen nicht gut oder waren nicht lebensfähig.
Zu den dokumentierten Auswirkungen von Mobiltelefonen auf die Spermien zählen: verringerte Spermienzahl, Beweglichkeit, Lebensfähigkeit und normale Morphologie. manhattanneighbors.org
Erhöhtes Risiko für ADHS beim Kind

Die Exposition gegenüber elektrischen Geräten während der Schwangerschaft erhöht das Risiko eines Kindes, an ADHS zu erkranken
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der übermäßige Gebrauch von Smartphones, Tablets oder Computern während der Schwangerschaft das Risiko eines Kindes, an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung zu erkranken, erhöhen kann. Wissenschaftler warnen davor, dass die von Geräten mit Wi-Fi-Konnektivität erzeugten Magnetfelder die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen können. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Exposition auch von Hochspannungsleitungen und Mobilfunkmasten ausgeht.
Der korrespondierende Autor Dr. De-Kun Li von Kaiser Permenante Nordkalifornien (KPNC) sagte dazu: „Die Ergebnisse liefern neue Beweise dafür, dass eine hohe Exposition gegenüber nicht-ionisierender Strahlung in der Gebärmutter (MF) mit einem erhöhten Risiko für ADHS bei den Nachkommen verbunden ist.
„Der beunruhigendste Aspekt ist, dass die Prävalenz in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen hat, mit einer Beschleunigung seit 2000.“ devonlive.com | ehtrust.org
Geburt

Elektrosensibilität im Geburtskontext
Die Geburtsumgebung kann für elektrosensible Schwangere eine besondere Herausforderung sein. Kliniken nutzen oft WLAN-Router, DECT-Telefone und andere Funktechnologien – eine Belastung, die bei EHS bestehende Beschwerden verstärken kann. Eine bewusste Wahl des Geburtsortes (Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt) hilft, die Exposition zu reduzieren und eine ruhige, stressarme Geburt zu ermöglichen.
Viele Krankenhäuser sind für das Thema Elektrosensibilität bislang nicht ausreichend sensibilisiert. Elektromagnetische Felder durch WLAN, DECT-Telefone oder Mobilfunkantennen werden in der Regel nicht als potenzielle Belastung für Patientinnen erfasst, und es fehlen oft standardisierte Abfragen oder Anpassungsmöglichkeiten. Betroffene Schwangere müssen daher in der Regel selbst aktiv werden, um geeignete Geburtsorte zu identifizieren und gegebenenfalls individuelle Absprachen zu treffen.
Funkbelastung auf Geburtsstationen
Auf Geburtsstationen findet sich oft eine hohe Dichte an WLAN-Routern, DECT-Telefonen und weiteren Funkquellen. Bei Besuchen in Kliniken in Hamburg, Pinneberg und Elmshorn fielen zahlreiche Deckenrouter auf – teilweise im Abstand von nur wenigen Metern. Hinzu kommen vielfach Mobilfunkantennen auf den Gebäudedächern.
Für Menschen mit Elektrosensibilität (EHS) kann diese hohe Strahlenbelastung problematisch sein. Besonders werdende Mütter benötigen Ruhe, Erholung und Sicherheit, doch für EHS-Betroffene kann der Aufenthalt in stark belasteten Bereichen wie Kreißsälen eine erhebliche zusätzliche Belastung darstellen.
Dauer eines Klinikaufenthalts (Richtwerte):
- Spontangeburt: 2–3 Tage
- Kaiserschnitt: 4–7 Tage (abhängig vom Heilungsverlauf)
Wie finde ich als elektrosensible Schwangere eine geeignete Klinik?
1 | Frühzeitig Kliniken besuchen und vergleichen
Beginnen Sie rechtzeitig damit, verschiedene Kliniken zu besichtigen. Schon ein kurzer Aufenthalt von 15–30 Minuten kann helfen, die Strahlenbelastung einzuschätzen. Es ist möglich, sich in mehreren Kliniken anzumelden, ohne sofort die endgültige Entscheidung treffen zu müssen. Die Anmeldung dient zunächst nur der Datenerfassung, sodass im Bedarfsfall ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist.
2 | Überweisung flexibel handhaben
Lassen Sie sich den Überweisungsschein nicht sofort aushändigen bzw. halten sie diesen noch zurück. Sie können diesen einfach nachreichen. So behalten Sie die Wahlfreiheit für eine strahlenärmere Klinik. Aus der Praxis: Eine passende Klinik kann sogar noch einen Tag vor dem errechneten Geburtstermin gefunden werden – Beharrlichkeit lohnt sich.
3 | Hausgeburt; Geburtshäuser
Hausgeburten und Geburtshäuser bieten häufig eine geringere Strahlenbelastung als Krankenhäuser, da weniger WLAN-Router und drahtlose Geräte im Einsatz sind. Auch können vorher Absprachen und Bitten besser umgesetzt werden. Für elektrosensible Frauen bedeutet dies eine ruhigere Umgebung, in der die Belastung durch elektromagnetische Felder minimiert wird, was den Geburtsverlauf entspannter und schonender gestalten kann.
Beispiel: Deckenrouter im Klinikum Pinneberg (Abstand zum nächsten Router ca. 5 m)
Auch in der Asklepios Klinik Hamburg-Altona und im Albertinen Geburtszentrum Hamburg-Schnelsen wurden vergleichbare Installationen beobachtet. (Hinweis: Messwerte können je nach Station und Zeitpunkt variieren.)



Stimmen dazu:
Carina:
„Kliniken, Altenheime und Achtung . . . Schulen sind Nummer eins! Das ist gewollt und wird bewusst forciert. Ich kann seit Jahren nicht stationär, da ich extrem elektrosensibel bin. Es interessiert keinen! Das kann man nicht mehr als Zufall abtun. Wer entgültig (…) will, informiert sich auch über die Beleuchtung.“
Diana:
„Das ist ein Wahnsinn. Die wollen gar nicht wissen wie schlecht das für die Menschen ist. Diejenigen, die damit keine Probleme haben, können sich gar nicht vorstellen wie manche leiden… ich verstehe das sehr gut!!! Vor ca.vier Jahren habe ich das erste mal gemerkt, daß ich die ärgsten Zustände wie Herzklopfen, Ohrrauschen, Fußkribbeln, Unwohlsein habe, wenn ich in einen Raum mit WLAN bin. In Spitälern, Kindergärten, Schulen, Hotels, Einkaufshäusern, Ärzten, Bädern usw. hat man schon die ständige, schädliche Strahlung… der blanke Horror“
Katarina:
„Krass…. Kliniken sind der letzte Ort, an den ich hin wöllte. Schädlich ist das für alle, zumindest bei längerer Einwirkung. Nur die, die Beschwerden haben und Funk als Ursache zuordnen, trifft es besonders schlimm.“
Kliniken und Praxen in Hamburg
Für elektrosensible Personen mit mittlerer Empfindlichkeit (Reaktion auf nahes WLAN oder DECT) kann das Agaplesion Diakonieklinikum in Hamburg-Eimsbüttel eine Option sein. Betroffen ist der 2. Stock mit Kreißsaal und Wochenbettstation. Bei einer Begehung war dort kaum Strahlung spürbar; es wurden keine sichtbaren Router installiert. Zudem ist der mobile Internetempfang teilweise nicht vorhanden. Laut einer Übersicht befinden sich zwar vier WLAN-Router in der Umgebung, deren Signal gelangt jedoch nicht vollständig in die Station.
Das Thema Elektrosensibilität sollte nach Erfahrung des Autors in dieser Klinik nicht angesprochen werden, da weder Verständnis noch Fachwissen vorhanden sind und falsche Reaktionen möglich sind. Im Erdgeschoss (Anmeldung und Arztgespräche zur Geburt) war die Strahlenbelastung sehr hoch, im 2. Stock dagegen nicht mehr wahrnehmbar.
Tipp: Die Wochenbettstation vor der Geburt unter einem anderen Vorwand besichtigen (z. B. Besichtigung der Räumlichkeiten für eine geplante Geburt).
Perinatalzentrum
Für pränatale Untersuchungen kann das Perinatalzentrum Altona (Hamburg, Paul-Ehrlich-Straße 1, Eingang B) geeignet sein. Diese Abteilung befindet sich in einem separaten Gebäude, fern der stark belasteten Wochenbettstation. Auch hier gilt: Nur für Personen mit Empfindlichkeit gegenüber WLAN/DECT geeignet. Vollständig funkfreie Kliniken gibt es in Hamburg nicht.
Frauenarzt
Als relativ unbelastete Praxis kann die Gynäkologie Othmarschen empfohlen werden. Das Thema Elektrosensibilität sollte auch hier nicht angesprochen werden. Stattdessen: Selbst prüfen, ob der Aufenthalt angenehm ist, insbesondere in Bezug auf Bereiche mit wenig WLAN und DECT.
Video: „Auf ewig krank im Krankenhaus?“ – WLAN in der Geburtsmedizin
Folgendes Video thematisiert die Installation von WLAN-Netzwerken in Krankenhäusern, insbesondere auf Geburts- und Wochenbettstationen sowie in Bereichen mit herzkranken Patientinnen und Patienten. Der Autor berichtet von einer Erkundungstour in einem Krankenhaus, das zwar mit Handy-Verbot-Aufklebern gekennzeichnet ist, aber im gesamten Haus – einschließlich Kreißsaal – WLAN betreibt.
Verwiesen wird auf eine Vielzahl internationaler wissenschaftlicher Dokumente, die gesundheitliche Beeinträchtigungen durch nicht-thermische Mikrowellenstrahlung beschreiben. Genannt werden unter anderem Herzrhythmusstörungen, DNA-Schäden, Krebserkrankungen (insbesondere Gehirntumore und Leukämie), Fehlgeburten, Unfruchtbarkeit, Schlafstörungen, Tinnitus sowie neurologische und immunologische Auswirkungen. Der Autor betont, dass Kinder und Neugeborene keiner WLAN-Strahlung ausgesetzt werden sollten.
WLAN im Krankenhaus: Bericht eines Betroffenen (2012)
Meine Erkundungstour in einem Krankenhaus bei dem mir schon früher einmal die grossen HANDY-VERBOT-Aufkleber am Eingang auffielen. Bei näherer Betrachtung zeigte sich, dass das gleiche Krankenhaus im ganzen Haus WLAN/WiFi installiert hat- sogar beim Wochenbett und Kreissaal! In diesem Krankenhaus werden Kinder zur Welt gebracht und auch Herzpatienten behandelt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist WLAN besonders kritisch was die Herzfrequenz angeht. Kinder sollten AUF KEINEN FALL der Mikrowellenstrahlung eines WLAN-Gerätes ausgesetzt werden!youtube.com



