Infraschall & Brummton

Infraschall & Brummton

Das Brummton-Phänomen. Ein Mann hält sich die Ohren zu.
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Infraschall und seine Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

Dr. med. Ursula Bellut-Staeck, eine unabhängige deutsche Ärztin und Wissenschaftsautorin, veröffentlichte im Jahr 2023 eine viel beachtete Studie über die möglichen Auswirkungen von Infraschall auf Mensch, Tier und Umwelt. Darin beschreibt sie Windkraftanlagen als „ein riesiges Problem für alle Formen von Organismen“. Gleichzeitig weist sie ausdrücklich darauf hin, dass hinsichtlich ihrer Veröffentlichung kein Interessenkonflikt besteht. Die Studie lenkt den Fokus erstmals verstärkt auf die Symptome von Menschen und Tieren, die über längere Zeiträume chronischem Infraschall ausgesetzt sind.

Moderne Windkraftanlagen erzeugen extrem tiefe Frequenzen von bis zu 0,25 Hertz. Die Wellenlänge solcher Frequenzen beträgt nahezu 1,3 Kilometer. Frequenzen unterhalb von etwa 16 Hertz können vom menschlichen Gehör normalerweise nicht bewusst wahrgenommen werden. Deshalb bleibt der von Windkraftanlagen erzeugte Infraschall meist unhörbar und äußert sich allenfalls gelegentlich durch ein dumpfes Brummen oder tiefes Grollen.

Nach Angaben der Studie können diese mechanischen Schwingungen jedoch Auswirkungen auf biologische Strukturen haben. Insbesondere Zellen und Membranen könnten durch dauerhaft einwirkende, niederfrequente Schallwellen belastet werden.

► Infraschall bezeichnet Schallwellen mit Frequenzen unterhalb von 20 Hertz. Je niedriger die Frequenz ist, desto größer wird die Wellenlänge – und desto schwieriger lässt sich der Schall abschirmen. Infraschall kann Gebäude durchdringen und auf Menschen sowie Tiere einwirken.

► Infraschall wird als Schallwelle mit einer Frequenz von weniger als 20 Hertz definiert. Je niedriger die Frequenz, desto größer die Wellenlänge und desto schwieriger ist es, sich davor zu schützen. Infraschall kann in Gebäude, Menschen und Tiere eindringen.

► „Mit immer größeren Windkraftanlagen werden die Frequenzen immer niedriger. Das macht Infraschall problematischer und gefährlicher“ (Dr. Bellut-Staeck) technosphere.live

Die unterschätzte Wirkung tieffrequenter Schwingungen

Infraschall bezeichnet Schallwellen mit sehr niedrigen Frequenzen. Charakteristisch für diese Schallart ist ihre große Reichweite sowie ihre Fähigkeit, Gebäude, Wände und sogar den menschlichen Körper zu durchdringen. Tieffrequenter Schall wird zunehmend mit gesundheitlichen Belastungen in Verbindung gebracht. Betroffene berichten häufig über Symptome wie Ohrendruck, Vibrationsempfindungen, innere Unruhe sowie Angst- oder Unsicherheitsgefühle. Eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz kam zu dem Ergebnis: „Infraschall von Windrädern macht herzkrank“.

Die Wahrnehmung von Schall erfolgt dabei nicht ausschließlich über das Gehör. Auch der Brustkorb, der Bauchraum sowie der gesamte Knochenbau können Schwingungen aufnehmen und an das Innenohr weiterleiten. Dadurch können tieffrequente Vibrationen den Körper auf mehreren Wegen beeinflussen. Anders als gleichmäßige Verkehrsgeräusche wirkt der pulsierende Charakter vieler technischer Anlagen auf manche Menschen besonders belastend und zermürbend. Zudem können Gebäudeteile durch tieffrequenten Schall in Schwingung geraten.

Vor allem moderne Windkraftanlagen erzeugen sehr niederfrequente Geräusche beziehungsweise Infraschall unterhalb von 20 Hertz (Hz). Diese Frequenzen werden von einigen Menschen als tiefes Brummen oder dumpfer Ton wahrgenommen. Schätzungen zufolge sollen rund 30 Prozent der Menschen empfindlich genug sein, um solche Infraschallanteile wahrzunehmen mainzund.de

Schall als Gesundheitsrisiko ist seit Jahren bekannt und vor allem öffentlich diskutiert im Bereich Flughafenlärm, Verkehrslärm. Auch Lärm aus benachbarten Industrie und Gewerbeanlagen, Diskotheken und Gaststätten kann ebenso wie „laute Musik“ aus Nachbarwohnungen/ Gebäuden nicht nur als Verursacher von Gehörschäden, sondern auch als anerkannter „Stressfaktor“ eine starke gesundheitliche Belastung darstellen.

eggbi.eu

Mögliche Quellen von Infraschall und tieffrequentem Schall

Tieffrequenter Schall und Infraschall entstehen nicht nur in der Industrie, sondern auch durch zahlreiche technische Anlagen des modernen Alltags. Zu den häufig diskutierten Quellen zählen unter anderem:

  • Haustechnische Anlagen wie Wärmepumpen, Klimaanlagen, Heizkraftwerke, Be- und Entlüftungssysteme sowie Biogasanlagen
  • Windkraftanlagen, insbesondere moderne Großanlagen mit hoher Leistung
  • Mobilfunkanlagen und Sendemasten
  • Industrie- und Maschinenanlagen
  • Straßen-, Bahn- und Flugverkehr
  • Generatoren, Kompressoren und Transformatoren

Je nach Leistung, Bauweise, Standort und Entfernung können diese Anlagen kontinuierliche tieffrequente Geräusche und Vibrationen erzeugen, die von empfindlichen Menschen als belastend wahrgenommen werden.

SWR | Geräusche im Infraschallbereich (Wärmepumpen und Klimaanlagen)

Wie der menschliche Körper Infraschall wahrnimmt

Der Mensch nimmt normalerweise Geräusche in einem Frequenzbereich zwischen 20 und 20.000 Hertz wahr. Frequenzen unterhalb von 20 Hertz werden als Infraschall bezeichnet, Frequenzen oberhalb dieses Bereichs als Ultraschall. Obwohl Infraschall meist nicht bewusst hörbar ist, bedeutet dies nicht, dass er vom Körper nicht registriert wird.

Nach verschiedenen Untersuchungen kann das menschliche Gehör auch sehr tiefe Frequenzen erfassen, ohne dass diese als klassisches Geräusch wahrgenommen werden. Besonders der niederfrequente Bereich des Innenohres reagiert empfindlich auf tieffrequente Schwingungen und Druckveränderungen. Betroffene beschreiben dies häufig nicht als „Hören“, sondern eher als dumpfen Druck, Vibrationen oder ein unangenehmes Gefühl im Körper.

Die Wahrnehmung von Infraschall kann vor allem dann verstärkt werden, wenn nur wenige andere Umgebungsgeräusche vorhanden sind – etwa nachts oder in ruhigen Innenräumen. Während hörbare Geräusche durch Hauswände teilweise abgeschirmt werden, können tieffrequente Schwingungen und Infraschall deutlich leichter durch Gebäude dringen. Infraschall gelangt leicht leicht durch kleine Öffnungen ins Innere. Dadurch können selbst Innenräume nicht vollständig vor diesen Frequenzen geschützt sein.

Auch herkömmlicher Gehörschutz, wie er beispielsweise in der Industrie oder im Flugverkehr verwendet wird, reduziert hauptsächlich hörbaren Lärm. Gegen sehr tiefe Frequenzen und Infraschall bietet er hingegen nur einen begrenzten Schutz.

Besonders moderne technische Anlagen wie Windkraftanlagen, große Lüftungssysteme oder industrielle Maschinen können kontinuierliche tieffrequente Schwingungen erzeugen, die über große Entfernungen wahrnehmbar bleiben können.

Was passiert bei Infraschall im menschlichen Körper?

Vibrationen führen zu einer Biegung der sensorischen Haare des Ohrs | Tieffrequente Schwingungen und Infraschall wirken nicht nur auf das äußere Gehör, sondern können auch tiefere Bereiche des Innenohres beeinflussen. Im Ohr befinden sich feine sensorische Haarzellen, die auf mechanische Bewegungen und Schwingungen reagieren. Werden diese Haarzellen durch Schall oder Vibrationen angeregt, entstehen elektrische Signale, die über Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet werden.

Dabei unterscheiden Wissenschaftler zwischen inneren und äußeren Haarzellen. Die inneren Haarzellen (IHC) sind hauptsächlich für die eigentliche Hörwahrnehmung verantwortlich und stehen direkt mit den Hörnerven in Verbindung. Die äußeren Haarzellen (OHC) reagieren hingegen besonders empfindlich auf kleinste Bewegungen und Schwingungen im Innenohr.

Studien deuten darauf hin, dass äußere Haarzellen selbst auf sehr tiefe Frequenzen im Infraschallbereich reagieren können – teilweise deutlich empfindlicher als die eigentliche bewusste Hörwahrnehmung. Dadurch kann der Körper Infraschall registrieren, auch wenn der Mensch ihn nicht bewusst „hört“.

Die dauerhafte Einwirkung tieffrequenter Schwingungen wird deshalb mit verschiedenen körperlichen Reaktionen in Verbindung gebracht. Betroffene berichten unter anderem über Druckgefühle, innere Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder ein dauerhaftes Vibrationsgefühl. Da Infraschall große Wellenlängen besitzt, kann er sich zudem über weite Strecken ausbreiten und Gebäude sowie den menschlichen Körper leicht durchdringen.

Betrachtet man unsere anderen Sinne, wird schnell klar:

Geschmack
Nur weil wir etwas nicht schmecken können, bedeutet das nicht, dass es harmlos ist. Auch gefährliche Stoffe wie Salmonellen oder andere Krankheitserreger bleiben für den Geschmackssinn unsichtbar – und können dennoch krank machen.

Geruch
Nicht alles Gefährliche besitzt einen wahrnehmbaren Geruch. Kohlenmonoxid (CO) ist beispielsweise geruchlos und kann für Menschen lebensgefährlich werden, ohne dass sie es bemerken. Auch Kohlendioxid (CO₂) kann in hoher Konzentration gefährlich sein.

Sehen
Der Mensch kann nur einen kleinen Teil des elektromagnetischen Spektrums sehen. Ultraviolette Strahlung (UV) ist unsichtbar und wirkt trotzdem auf den Körper ein. Zu starke UV-Strahlung kann Haut und Augen schädigen, obwohl wir sie nicht direkt wahrnehmen können.

Hören
Auch beim Hören gilt: Nicht alles, was wir nicht bewusst wahrnehmen, ist deshalb wirkungslos. Infraschall liegt unterhalb der menschlichen Hörgrenze und kann dennoch vom Körper registriert werden.

Warum herkömmliche Messungen Infraschall oft nicht erfassen

Bei der Bewertung von Infraschall wird häufig auf Messverfahren zurückgegriffen, die für hörbaren Lärm entwickelt wurden. Kritiker bemängeln jedoch, dass diese Methoden die tatsächliche Belastung durch tieffrequente Schwingungen nur unzureichend darstellen.

Ein Vergleich macht das Problem deutlich:
Ein normales Foto zeigt sichtbares Licht – der unsichtbare UV-Anteil bleibt darauf jedoch verborgen. Ähnlich verhält es sich mit sogenannten A-bewerteten Schallmessungen (dBA). Diese orientieren sich an der menschlichen Hörwahrnehmung im hörbaren Bereich und blenden sehr tiefe Frequenzen weitgehend aus. Der Infraschallanteil wird dadurch kaum oder gar nicht berücksichtigt.

Nach Ansicht verschiedener Fachleute liefern A-bewertete Messwerte deshalb kein vollständiges Bild der tatsächlichen Belastung durch Windkraftanlagen oder andere technische Anlagen mit tieffrequenten Schwingungen.

Das bedeutet unter anderem:

  • Herkömmliche Videokameras können Infraschallanteile in der Regel nicht erfassen
  • Lautsprecher von Fernsehern, Computern oder Smartphones geben tieffrequente Schwingungen meist nicht wieder
  • Video- oder Tonaufnahmen von Windkraftanlagen spiegeln den tatsächlichen Infraschallanteil daher nicht realistisch wider
  • Selbst wenn Infraschall technisch übertragen würde, könnte er vom Menschen meist nicht bewusst gehört werden

► Infraschall lässt sich nur mit speziellen Messgeräten und geeigneten Messverfahren zuverlässig erfassen. Herkömmliche Lärmmessungen reichen dafür oft nicht aus. windturbinesyndrome.com

Mögliche Auswirkungen von Infraschall auf Körper und Nervensystem

Einige wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich mit der Frage, wie sich Infraschall auf Mensch und Tier auswirken kann, insbesondere wenn entsprechende Quellen über längere Zeit und in geringer Entfernung zu Wohngebieten betrieben werden.

Studien weisen darauf hin, dass die Einwirkung von nicht hörbarem Infraschall mit Veränderungen der neuronalen Aktivität in verschiedenen Bereichen des Gehirns verbunden sein kann. Dazu zählen unter anderem Regionen, die an der Hörverarbeitung, der emotionalen Wahrnehmung sowie der autonomen (unbewussten) Körpersteuerung beteiligt sind. Diese Ergebnisse werden als Hinweis darauf diskutiert, dass auch nicht bewusst wahrgenommene Reize biologische Prozesse beeinflussen könnten.

Neben diesen neurophysiologischen Betrachtungen wird auch die körperliche Wirkung tieffrequenter Schwingungen beschrieben. Da Infraschall den gesamten Körper durchdringen kann, reagieren nicht nur das Innenohr, sondern potenziell auch andere Strukturen wie Gelenke, Knochen und Gewebe auf bestimmte Frequenzen. Solche mechanischen Schwingungen können – abhängig von Intensität und Dauer – als körperliche Belastung empfunden werden.

Betroffene berichten in diesem Zusammenhang häufig über Symptome wie Schlafstörungen, innere Unruhe, Druckgefühle oder ein diffuses allgemeines Unwohlsein. Die Wahrnehmung solcher Effekte kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen und ist wissenschaftlich weiterhin Gegenstand der Forschung. ichgcp.net

Zu den häufig genannten Anzeichen zählen:

  • Kopfschmerzen oder migräneartige Beschwerden
  • Druckgefühl im Ohr sowie Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit
  • Schlafstörungen sowie Probleme mit der Regeneration
  • Verspannungen, Appetitlosigkeit und innere Unruhe
  • Angstgefühle oder erhöhte Stressreaktionen
  • Geistige und körperliche Erschöpfung
  • Konzentrationsprobleme und Benommenheit
  • Herzklopfen oder beschleunigter Puls

Oxidativer und nitrosativer Stress als mögliche Folge

“Durch den Einfluss von Infraschall wird möglicherweise, wie auch bei elektromagnetischen Feldern, ein chronischer Entzündungsprozess im Sinne der silent inflammation mit oxidativem Stress und Nitrostress unterstützt und dauerhaft unterhalten.”

windwahn.com

Diskutierte Risiken von Infraschall auf den Organismus

Die Frage, welche konkreten Risiken Infraschall für den menschlichen Körper haben könnte, wird in der Forschung weiterhin kontrovers diskutiert. Einige Hypothesen gehen davon aus, dass besonders niederfrequente, wiederkehrende Schwingungen biologische Prozesse beeinflussen können.

Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Mikrozirkulation, also die kleinste Durchblutungsebene im Körper. Diese verläuft unter normalen Bedingungen gleichmäßig. Es wird jedoch diskutiert, ob anhaltende, niederfrequente mechanische Reize – etwa durch technische Anlagen – diese Strömung beeinflussen und dadurch Stressreaktionen auf Zellebene auslösen könnten. In diesem Zusammenhang wird auch über mögliche Zusammenhänge mit chronischen Entzündungsprozessen oder langfristigen Gewebereaktionen spekuliert.

Einige Autoren formulieren hierzu die Hypothese, dass ein dauerhaft einwirkender, oszillierender Reiz unter bestimmten Bedingungen eine Art „Stressfeld“ im Organismus erzeugen könnte. Dieser Gedanke basiert auf Konzepten der sogenannten Mechanotransduktion, also der Umwandlung mechanischer Reize in biologische Signale. Ob und in welchem Ausmaß Infraschall hierbei tatsächlich eine Rolle spielt, ist wissenschaftlich jedoch noch nicht abschließend geklärt.

‚Wir haben positive Beweise für unsere Hypothese, dass ein chronisch wirkender, oszillierender Stressor mit bestimmten Bedingungen hinsichtlich Frequenz, Zeit-Wirkungs-Profil, Schalldruck und Dauer ein oszillierendes Stressfeld induzieren und damit eine Stressreaktion auf zellulärer Ebene auslösen kann. Mit den entscheidenden Grundlagen der Mechanotransduktion gibt es nun solide Beweise mit eindeutigen Indikatoren für eine mögliche Wechselwirkung von Infraschall, insbesondere mit tiefen und impulsiven Frequenzen‘. Ursula Bellut-Staeck

technosphere.live

Gleichzeitig wird in Teilen der Literatur empfohlen, vorsorglich vorsichtig mit neuen Technologien umzugehen, die sehr tiefe Frequenzen oder impulsartige Schallanteile erzeugen, solange mögliche Auswirkungen auf lebende Organismen nicht vollständig verstanden sind.

Als mögliche Quellen solcher tieffrequenten Emissionen werden unter anderem auch Wärmepumpen, Biogasanlagen oder Gasturbinen genannt, insbesondere wenn sie sich in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten befinden.

Auch im Bereich der Musikproduktion wird vereinzelt darauf hingewiesen, dass sehr tiefe Frequenzanteile unterhalb des Hörbereichs (unter etwa 20 Hz) zwar nicht bewusst hörbar, aber körperlich spürbar sein können. Ob solche Anteile gesundheitlich relevant sind, hängt stark von Intensität, Dauer und individueller Empfindlichkeit ab und ist ebenfalls Gegenstand laufender Diskussionen.

Infraschall von Windkrafträdern, Wärmepumpen und Mobilfunk

Mobilfunk und Infraschall

Mobilfunk ermöglicht drahtlose Kommunikation über große Distanzen. Neben den elektromagnetischen Feldern wird in Diskussionen auch die Frage möglicher tieffrequenter Schallanteile bzw. Infraschall durch technische Anlagen im Umfeld von Mobilfunkinfrastruktur thematisiert.

NDR-Beitrag 2009: Der Brummton von Wenningstedt

Der NDR-Beitrag beschäftigt sich mit dem sogenannten Brummton-Phänomen, das von einigen Menschen in Wenningstedt auf Sylt wahrgenommen wird. Dabei handelt es sich um ein tiefes, anhaltendes Geräusch, dessen Ursache zum Zeitpunkt der Aufzeichnung von einem Mobilfunkmast zu kommen scheint. Das Video zeigt Betroffene, ihre Wahrnehmungen sowie Versuche, mögliche Quellen des tieffrequenten Tons zu untersuchen und einzuordnen.

Gasdruckregelanlagen im Fokus

In Furtwangen im Schwarzwald berichten einige Bewohner über ein dauerhaftes, tiefes Brummen, das plötzlich im Alltag aufgetreten sein soll und seit Jahren anhält.

Als mögliche technische Ursache werden unter anderem Gasdruckregel- und Verdichterstationen diskutiert. Diese Anlagen können im Betrieb tieffrequente Schwingungen und niederfrequente Geräusche erzeugen, die sich unter bestimmten Bedingungen auch über größere Entfernungen ausbreiten können.

Der Fall zeigt, wie schwierig die eindeutige Zuordnung solcher Brummton-Wahrnehmungen ist – zwischen subjektivem Empfinden und möglichen technischen Quellen. merkur.de (Das Gemeindegebiet Steinhöring leiden weiterhin unter einem tieffrequenten Ton, Tag und Nacht.)

Furtwangen liegt mitten im erholsamen Schwarzwald- doch nicht für alle. Es gibt Menschen, die hören permanent einen tiefen Brummton. Bei Brigitte und Rudolf Rieber begann es vor fünf Jahren. Urplötzlich.

vice.com

Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke

Im Zusammenhang mit Wärmepumpen und Blockheizkraftwerken wird immer wieder über mögliche tieffrequente Geräusche und Vibrationen diskutiert. Besonders Luftwärmepumpen erzeugen im Betrieb mechanische Schwingungen, die sich je nach Aufstellung und Umgebung als Brummen oder leises Vibrieren bemerkbar machen können.

Einige Berichte und Medienbeiträge weisen darauf hin, dass solche niederfrequenten Geräusche als störend empfunden werden und in Einzelfällen die Wohn- und Schlafqualität beeinträchtigen könnten. Dabei wird auch das Thema Infraschall in der öffentlichen Diskussion aufgegriffen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden.

Gleichzeitig gibt es rechtliche und fachliche Auseinandersetzungen darüber, wie solche Emissionen bewertet und gemessen werden sollen und welche Rolle Standort, Bauweise und Abstand zur Wohnbebauung dabei spielen.


Unerträgliche Lärmbelästigung durch Wärmepumpen 

Niederlande | Das von Wärmepumpen erzeugte Geräusch – ein dominanter tiefer Brummton – verursachte laut einem aktuellen Bericht des RIVM im Jahr 2024 bei 200.000 Menschen ab 16 Jahren erhebliche Lärmbelästigung. Da die Nachfrage nach Wärmepumpen aufgrund der hohen Gaspreise steigt, wird auch die Zahl der Menschen, die unter Lärmbelästigung leiden, in den kommenden Jahren weiter zunehmen, prognostiziert Erik Roelofsen, Direktor der Niederländischen Stiftung für Lärm (NSG). Er ist ernsthaft besorgt. „Die Menschen leiden so sehr darunter, dass sie zu Schlaftabletten greifen, nicht mehr zu Hause schlafen und sogar arbeitslos werden.“

Roelofsen merkt an, dass Lärmbelästigung in acht von zehn Fällen auf eine fehlerhafte Installation zurückzuführen ist. „Resonanz – die Schwingung eines Materials oder einer Struktur synchron mit der Frequenz – ist dann das Hauptproblem. Beispielsweise kann bei der Installation auf einem flachen, isolierten Dach das gesamte Dach aufgrund des niederfrequenten Schalls zu vibrieren beginnen. Die Wandmontage mit Halterungen ist eine Konstruktion, die dieselben Probleme verursacht.“ deanderekrant.nl

Artikel

  • exklusiv-muenchen.de | Energiepolitik die krank macht- Infraschall von Luftwärmepumpen schadet der Gesundheit & Lebensqualität
  • beobachter.ch | Mensch und Justiz: Im eigenen Haus krank geschüttelt
  • exklusiv-muenchen.de | Warum der Infraschall von Luftwärmepumpen so gefährlich ist!

Schädlicher Infraschall bei Luft-Wärmepumpen


Wärmepumpe im Hausbau: Probleme mit Geräuschen und Vibrationen (ZDF – 37 Grad)

In der ZDF-Reportage „Darum war unser Hausbau ein Albtraum“ wird unter anderem eine Situation gezeigt, in der eine Wärmepumpe im Wohnumfeld auffällige Geräusche und spürbare Vibrationen verursacht.

Ab Minute 17:27 wird deutlich, dass die Betroffenen die Anlage zunächst als störend empfinden – insbesondere durch Brummen und mechanische Schwingungen, die sich im Gebäude bemerkbar machen. Im Verlauf der Szene wird nach der Ursache gesucht, wobei technische Einstellungen und die Installation der Anlage genauer geprüft werden.

Am Ende wird gezeigt, dass durch Anpassungen und Korrekturen an der Aufstellung bzw. Einbindung der Wärmepumpe eine deutliche Verbesserung der Geräusch- und Vibrationsbelastung erreicht werden kann.


Blockheizkraftwerke und tieffrequente Schwingungen: Wenn Vibrationen zur Belastung werden

In der Wissenssendung Xenius – Gehör: Wie und was wir hören wird anhand eines Beispiels gezeigt, wie technische Anlagen im Alltag wahrgenommen werden können. Im Mittelpunkt steht dabei ein Blockheizkraftwerk, das bei Anwohnern zu anhaltender Unruhe führt.

Ab Minute 14:11 wird beschrieben, dass der verursachte Ton nicht besonders laut ist, jedoch eine ausgeprägte tieffrequente Wirkung haben kann. Diese äußert sich weniger als klassischer Lärm, sondern eher als spürbare Vibration im Umfeld. Im Beitrag wird zudem verdeutlicht, dass solche Schwingungen unter bestimmten Bedingungen erhebliche mechanische Kräfte entfalten können – im Extremfall sogar mit sichtbaren Auswirkungen auf Gegenstände im Raum.

Die Szene zeigt, wie komplex die Wahrnehmung von Schall sein kann und dass nicht nur Lautstärke, sondern auch Frequenz und Struktur eines Signals entscheidend für die empfundene Belastung sind.

Windkraft und Infraschall

Windkrafträder

Im Zusammenhang mit Windkraftanlagen wird neben der Stromerzeugung auch über mögliche akustische Einflüsse diskutiert. Ein zentraler Punkt ist dabei Infraschall, also sehr tieffrequenter Schall unterhalb der menschlichen Hörgrenze.

Diese Schwingungen sind in der Regel nicht bewusst hörbar, können jedoch physikalisch in der Umgebung vorhanden sein. Wissenschaftlich wird untersucht, in welchem Umfang solche niederfrequenten Anteile entstehen, wie sie sich ausbreiten und ob sie unter bestimmten Bedingungen wahrgenommen oder beeinflusst werden können.

Die Diskussion umfasst dabei sowohl technische Aspekte der Schallentstehung – etwa durch Rotorbewegung, Luftverwirbelungen sowie Maschinenkomponenten wie Getriebe und Generator – als auch Fragen der Messbarkeit und Bewertung im Wohnumfeld.


Schallentwicklung bei Windkraftanlagen im Betrieb

Wann immer es Wind gibt, erzeugen die sich drehenden Rotorblätter konstanten, störenden Lärm, Vibrationen und „Schattenflimmern“ in nahe gelegenen Häusern und Gebäuden. Das meiste Rauschen wird durch die Drehung der Schaufeln verursacht und ist hochfrequent, aber auch niedrige Frequenzen erzeugen Rauschen. Die Maschinenkomponenten der Turbine (Getriebe und Generator) emittieren ebenfalls Geräusche, die ein hohes Heulen (bei hohen Frequenzen) oder Brummen oder Rumpeln (bei niedrigen Frequenzen) enthalten können.

Menschen, die in der Nähe von IWTs leben oder arbeiten, haben eine verminderte Lebensqualität, Schlafstörungen, Angstzustände, Kopfschmerzen, Depressionen, Reizbarkeit, Druck auf die Trommelfelle, Panikattacken, Gleichgewichtsprobleme, Nebenhöhlenprobleme, unregelmäßigen/erhöhten Blutdruck, Augenbelastung, Übelkeit, kognitive Dysfunktion und ein Gefühl der Ungerechtigkeit erfahren. Selbst in einer Entfernung von ein oder zwei Kilometern können IWTs den Schlaf stören (verhindern).

Unzählige Menschen haben ihre Häuser verlassen und alles verloren, was sie besaßen, nachdem Turbinen in der Nähe ihrer Grundstücke installiert wurden. Für die Unglücklichen, die gezwungen sind, mit unaufhörlichem, von Turbinen erzeugtem Niederfrequenzlärm und Infraschall zu leben, ist die Ursache für ihre Schlafstörungen kein Geheimnis.

Erfahrungsberichte zu tieffrequenten Schallwahrnehmungen

Achter Juni 2016, 5 Uhr: Nachts dreimal wach. Bernd weint. Extremes Wummern. 11.6., 5 Uhr: Ab jetzt wach, kein Schlaf mehr möglich wegen extremen Wummern. Sehr starkes Wummern auch tagsüber. 17.6., 22.30 Uhr: Nummer 1 und 4 und 5 laufen, sehr starkes Wummern, Bernd wacht auf, weint.«

tichyseinblick.de

Infraschall von Windkraftanlagen pulsiert rhythmisch und der pulsierende Schalldruck beeinflusst das Innenohr, auch wenn von der Person kein einziger Laut wahrgenommen wird. Die Druckwellen pflanzen sich fort zum flüssigkeitsgefüllten Hohlraum des Innenohrs und dieser „Massage-Effekt” wirkt auf die Sinneszellen in den Gehör- und Gleichgewichtsteilen des Innenohrs. Dadurch werden das menschliche Gleichgewichtsorgan und die inneren Organe zum Schwingen gebracht und versetzen es in den „Zustand der Bewegung“, auch wenn der menschliche Körper sich in diesem Moment gar nicht bewegt. Niederfrequenter Schall lässt den menschlichen Körper „denken“, er sei in Bewegung. Wie bei der Seekrankheit.

ig-rossdorf.eu

Windkraft ruiniert Familienbetrieb

Der Beitrag zeigt die Situation eines Familienbetriebs, der sich durch die Errichtung nahegelegener Windkraftanlagen stark belastet sieht. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf den Alltag, die Wohn- und Arbeitssituation sowie die wirtschaftliche Existenz der Betroffenen.

Thematisiert werden insbesondere wahrgenommene Beeinträchtigungen durch Lärm, mögliche tieffrequente Schwingungen sowie Veränderungen der Lebensqualität im direkten Umfeld der Anlagen. Die Betroffenen schildern, wie sich ihre Situation seit der Inbetriebnahme der Windkraftanlagen verändert hat und welche Konsequenzen dies für ihren Betrieb und ihr privates Leben hat.


SPIEGEL TV | Krank durch Infraschall: Der Kampf gegen Windkraftanlagen

Man kann ihn nicht riechen, man kann ihn nicht sehen und man kann ihn eigentlich auch nicht hören und doch bringt er manche Menschen möglicherweise um den Verstand. Es geht um den Infraschall. Infraschall entsteht offenbar durch das Rotieren von Windrädern. 455 neue Windkraftanlagen sind allein in Schleswig-Holstein in diesem Jahr entstanden. Und je größer ihre Zahl, desto häufiger gibt es auch Beschwerden.

Anwohner werden vom Lärm der Windkraftanlagen verrückt

„Meine Tochter schläft in der Schule ein, weil sie nachts wach liegt“.

Seit 2005 lebt Mario Van Eeghem mit seiner Familie in einem gemütlichen Zweifamilienhaus. Neben ihm die Familie von Robby und Wendy, ebenfalls mit 2 kleinen Kindern. Es gibt nichts in der Nähe ihrer Häuser. „Ja, natürlich haben wir hier etwas Lärm von der Kennedy Avenue und der Industrie. Schließlich leben wir im Hafengebiet. Manchmal gab es nachts Lärm, aber den haben wir hingenommen. Insgesamt war es hier ruhig, besonders am Wochenende und in der Nacht.“

Dies änderte sich jedoch, als zwei Windräder von Engie Electrabel in Betrieb genommen wurden. Einer ist genau 300 m von den Häusern Robby und Mario entfernt. „Seitdem werden wir buchstäblich verrückt“, seufzt Mario. „Das Ding macht unglaublich viel Lärm, die ganze Zeit, Tag und Nacht. Wenn wir in unserem Bett liegen, ist es, als würde ein Flugzeug über unserem Haus hängen. Unser Haus ist jedoch extrem gut isoliert. Wir schlafen nicht mehr, wir haben keine Ruhe. Meine 4-jährige Tochter wacht fast jede Nacht vom Lärm auf, obwohl sie schon als Baby einen tiefen Schlaf hatte.

Das Haus ist unbewohnbar

Es ist so weit gekommen, dass mein Kind in der Schule einschläft, weil es nachts nicht zu Hause schlafen kann. Das Haus ist unbewohnbar, das ist inakzeptabel. Aber niemand tut etwas. Und wir wissen nicht einmal, welche Auswirkungen der Schattenwurf haben wird, wenn es Sommer wird. Was wir wissen, ist, dass wir nicht auf unserer Terrasse sitzen werden. Wir können es nicht ertragen, wegen dieses Lärms“.

Bei Engie Electrabel sind sie sich der Beschwerden bewusst, ebenso wie der Stadtrat. „Die theoretischen Lärmnormen zeigen, dass wir alle Normen erfüllen und dass wir alle Vorschriften eingehalten haben“, sagt Anne-Sophie Hugé von Engie Electrabel. „Da wir in der Tat viele Beschwerden von den Nachbarn dort erhalten, werden wir nun diese Theorie gegen die Praxis testen. Wir haben einen unabhängigen Lärmexperten ernannt, der messen wird, wie viel Lärm es vor Ort tatsächlich gibt. Der die Auswirkungen, wie von der Regierung vorgeschrieben, kartieren wird. Wir werden also objektiv messen und dann sehen, welche Maßnahmen wir ergreifen können und sollten“.

Die Nachbarn haben wenig Vertrauen in die Messungen und wollen nur, dass die Windräder zumindest nachts abgeschaltet werden. „Wir wollen schlafen können. Ist das so viel verlangt?“ hln.be

Weitere Fälle

“Wenn ich heute die Wahl zwischen Autobahn oder Brummton hätte, würde ich mich auf jeden Fall für die Autobahn entscheiden.”

Die ersten Krankheitssymptome nach dem Umzug in eine neue Wohnung. Schlafstörungen, chronischer Schlafmagel, fehlende Entspannung, fehlende Erholung, Verspannungsschmerzen in Rücken, Schulter, Nacken, Kopf, Hüfte und Fußgelenken, Benommenheit, Vergesslichkeit, Übelkeit, Schwindel, Gewichtszunahme.

schall.windwahn.com
Die Gefahr wurde bislang verharmlost

Das Problem: Ist man dem unhörbaren Lärm längere Zeit ausgesetzt, kann er zu Schlafstörungen führen, die Lebensqualität beeinträchtigen und zur Gesundheitsgefahr werden. Bekannte Lärmquellen sind Windkraft-, Biogas und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen. „Gerade bei Wärmepumpen ist problematisch, dass es vielfach weder vorgeschriebene Lärmquoten noch Installationsvorschriften gibt“, sagt der Lärmforscher Detlef Krahé von der Universität Wuppertal. Er untersucht die kaum hörbare Gefahr seit Jahren und weiß, dass sie bislang in der Öffentlichkeit verharmlost wurde: „Die Wissenschaft hat da noch einiges nachzuholen.“

extratipp.com

Die Verharmlosung aufgrund dauerhafter Wiederholung und Weitergabe unwissenschaftlich interpretierter Ergebnisse in Veröffentlichungen der Windkraftlobby und deren ständiges Verweisen auf völlig veraltete Standards, wie die TA Lärm, muß als gefährlich eingestuft werden. Der Staat ist durch das Grundgesetz verpflichtet, seine Bürger zu schützen.

ig-rossdorf.eu

SWR | Schädlicher Infraschall bei Windenergieanlagen wissenschaftlich nachgewiesen

Einflüsse auf Tiere und Ökosysteme

Infraschall, Auswirkungen auf Tiere

Der Betrieb von Windkraftanlagen wird in der Umweltforschung auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf Tiere untersucht. Dabei stehen sowohl Veränderungen von Lebensräumen als auch mögliche Einflüsse durch Lärm, Vibrationen und tieffrequente Schwingungen im Fokus.

Zu den diskutierten ökologischen Effekten zählen unter anderem der Verlust oder die Veränderung von Lebensräumen, etwa durch veränderte Nistbedingungen, Beeinträchtigungen von Offenlandflächen sowie mögliche Störungen im Verhalten von Wildtieren. Auch indirekte Auswirkungen auf Ökosysteme, beispielsweise über Wasser- oder Bodenveränderungen, werden in einzelnen Studien thematisiert.

Besonders im Zusammenhang mit Windenergie wird zudem der Einfluss auf fliegende Tierarten wie Vögel und Fledermäuse untersucht. Hier werden Kollisionen mit Rotorblättern sowie Druckveränderungen im Umfeld der Anlagen als mögliche Gefahrenfaktoren genannt. Fledermäuse spielen dabei eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht, da sie große Mengen an Insekten fressen und damit zur natürlichen Regulierung von Insektenpopulationen beitragen.

Veränderungen in diesen Populationen können daher potenziell auch indirekte Auswirkungen auf landwirtschaftliche Ökosysteme haben. Die genauen Zusammenhänge und Größenordnungen sind jedoch Gegenstand laufender wissenschaftlicher Untersuchungen und werden unterschiedlich bewertet.


Tierverluste durch Turbinenanlage

Mit der Zunahme von Windkraftanlagen steigt auch das Sterben von Wildtieren. Im Jahr 2012 verursachte die Windkraftindustrie schätzungsweise 573.000 tote Vögel, davon etwa 83.000 Greifvögel. Im Jahr 2012 töteten Windkrafträder mindestens 888.000 insektenfressende Fledermäuse- basierend auf 51.630 MW installierter Windkapazität. Fledermäuse werden durch Blattkollisionen und Barotrauma (Luftdruckänderungen) getötet. Eine Fledermaus kann 1000 Insekten pro Stunde fressen. Wenn Fledermauspopulationen abnehmen, nehmen Insektenpopulationen zu. Die Ernteerträge sinken. Und damit auch die menschliche Gesundheit. ourweb.tech


Lärmbelastung durch Windkraftanlagen

„Abnormale Geräusche können das normale Wachstum und die Fütterungsroutinen von Tieren beeinträchtigen und Schlafprobleme verursachen“, sagt Lu. In den letzten Jahren waren einige Naturschutzgruppen besorgt über die Auswirkungen der Windenergie auf Flora und Fauna. Zusätzlich zu den Auswirkungen, die durch die Veränderung des Lebensraums und der biologischen Ressourcen verursacht werden, von denen viele Arten abhängen, wurde berichtet, dass Vögel mit Einrichtungen kollidieren und durch die Rotorblättern der Generatoren getötet werden. bbc.com

Eine moderne Standard-Windkraftanlage mit einer Leistung von etwa 600 kW ist auf einem 40-60 m hohen Stahlrohrturm installiert und hat 3 Flügel mit einem Durchmesser von 40-48 Metern. Obwohl Versuche unternommen wurden, den von diesen Generatoren erzeugten Geräuscheffekt zu reduzieren, konnte dieser noch nicht vollständig beseitigt werden, vor allem weil er von der Windrichtung und -geschwindigkeit abhängt.


Ziegen

Sie werden als Opfer der erneuerbaren Energien in Erinnerung bleiben, denn Berichten zufolge starben sie an Erschöpfung, weil der Lärm eines nahe gelegenen Windparks sie vom Schlafen abgehalten hat. Laut Kuo Jing-Shan, einem Landwirt im taiwanesischen Penghu-Archipel, starben mehr als 400 seiner Ziegen, nachdem acht riesige Windturbinen in der Nähe seines Weidelandes installiert worden waren.

Die BBC-Korrespondentin in Taiwan, Cindy Sui, berichtete, dass die Ziegen nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wahrscheinlich an Schlafmangel starben, der durch den Lärm der Turbinen verursacht wurde. Der taiwanesische Bauer wies darauf hin, dass er vor der Installation des Windparks vor vier Jahren 700 Ziegen hatte. Kurz nachdem die Turbinen installiert wurden, begannen die Tiere zu sterben und jetzt hat er nur noch 250.

Der taiwanesische Landwirt stellte fest, dass der Windpark vor der Installation vor vier Jahren 700 Ziegen hatte. Kurz nach der Installation der Turbinen begannen die Tiere zu sterben und jetzt hat es nur noch 250. „Die Ziegen sahen dünn aus und aßen nicht. Eines Nachts ging ich zum Stall und sie waren alle wach und schliefen nicht“, sagte der Bauer. Lärm ist -neben der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch seine Größe- für viele ein wesentliches Hindernis bei der Errichtung von Windparks.


Wale

Im Wasser breitet sich Infraschall nahezu fünfmal schneller aus als in der Luft. Gleichzeitig besitzen die Schallwellen dort eine deutlich größere Reichweite. Besonders Bartenwale nutzen tieffrequente Laute und Infraschall, um über Hunderte von Kilometern miteinander zu kommunizieren. Diese Signale helfen bei der Orientierung, der Partnersuche und dem Zusammenhalt der Tiere über große Entfernungen hinweg.

Der vom Schiffsverkehr, militärischem Sonar sowie technischen Anlagen erzeugte Unterwasserlärm kann diese natürliche Kommunikation erheblich stören. Die dauerhafte Geräuschkulisse in den Meeren überlagert die feinen Signale der Wale und erschwert ihre Navigation. Forschende vermuten, dass dies mit ein Grund dafür sein könnte, warum Wale gelegentlich die Orientierung verlieren und an Küsten stranden.

Erzeugter Lärm stört Kommunikation und Navigation | Im Wasser bewegt sich Infraschall fast fünfmal schneller als in der Luft, und die Wellenlänge wächst proportional. Bartenwale können über Infraschall über Hunderte von Kilometern kommunizieren. Der vom Seeverkehr erzeugte Lärm stört jedoch die Kommunikation und Navigation der Wale. Wale landen von Zeit zu Zeit an einem Strand, und die Kakophonie (Missklang) in den Meeren steht vermutlich dahinter. Bei der Untersuchung der Innenohren toter Wale haben Forscher Lärmschäden festgestellt.

Bei Untersuchungen gestrandeter Wale wurden zudem teilweise Schäden an den empfindlichen Strukturen des Innenohrs festgestellt. Diese Befunde deuten darauf hin, dass starker oder dauerhafter Lärm im Meer zu Stress, Desorientierung und möglichen Hörschäden führen kann. Die zunehmende „akustische Verschmutzung“ der Ozeane gilt deshalb als ernstzunehmendes Problem für viele Walarten.


Elefanten

Elefanten nutzen Infraschall gezielt zur Kommunikation. Sie erzeugen sehr tiefe Töne, die für Menschen meist nicht hörbar sind, sich jedoch über mehrere Kilometer durch die Luft und den Boden ausbreiten können. Andere Elefanten nehmen diese Schwingungen über empfindliche Rezeptoren in den Füßen und im Rüssel wahr. Dadurch können sie sich auch über große Entfernungen verständigen, vor Gefahren warnen oder Kontakt innerhalb der Herde halten.

Sie nutzen Infraschall zur Orientierung und Kommunikation. Deshalb wird immer wieder die Frage gestellt, ob Windkraftanlagen ihre Wahrnehmung oder ihr Verhalten stören könnten. Aus diesem Grund wird mit Infraschall ein Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht.

Bislang gibt es dazu jedoch nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen. Einige Forschende vermuten, dass die von Windrädern erzeugten tieffrequenten Geräusche und Bodenschwingungen theoretisch die Kommunikation der Elefanten überlagern oder irritieren könnten — besonders dann, wenn Windparks in unmittelbarer Nähe wichtiger Wanderwege oder Schutzgebiete liegen. Beobachtet wurden vereinzelt Veränderungen im Verhalten, etwa erhöhte Aufmerksamkeit oder das Meiden bestimmter Bereiche.

Eindeutige Belege dafür, dass Windkraftanlagen Elefanten dauerhaft schädigen oder massiv beeinträchtigen, gibt es bisher allerdings nicht. Der Einfluss scheint stark davon abzuhängen,

  • wie nah die Anlagen an Lebensräumen stehen,
  • wie viele Anlagen vorhanden sind,
  • wie stark die Umgebungsgeräusche ohnehin sind,
  • und wie sensibel einzelne Tiergruppen reagieren.

Viele Naturschutzprojekte achten deshalb vorsorglich darauf, Windparks nicht direkt in wichtigen Wanderkorridoren oder Ruhegebieten großer Wildtiere zu errichten.

Der Frey-Effekt – Wahrnehmung von Mikrowellen als Geräuschphänomen

Der sogenannte Frey-Effekt (auch „Mikrowellenhören“) beschreibt ein wissenschaftlich untersuchtes Phänomen, bei dem gepulste hochfrequente elektromagnetische Signale unter bestimmten Bedingungen als Geräusche wahrgenommen werden können.

Dabei geht es nicht um klassisches Hören über das Ohr, sondern um die direkte Wahrnehmung von kurzen Klick-, Knack- oder Pfeifton-ähnlichen Eindrücken, die im Kopf entstehen können. Ursache ist eine sehr geringe, lokale Temperaturerhöhung durch gepulste Mikrowellenstrahlung, die zu minimalen Druckwellen im Gewebe führt. Diese werden vom Hörsystem des Menschen indirekt registriert.

Der Effekt wurde erstmals in den 1960er-Jahren beschrieben und wird bis heute in der Forschung untersucht, insbesondere im Zusammenhang mit der Wechselwirkung zwischen elektromagnetischer Strahlung und biologischem Gewebe.


Ursprung des Frey-Effekts – frühe Beobachtungen aus den 1960er-Jahren

Um mögliche Auswirkungen von Mobilfunk- und Mikrowellentechnologie auf den Menschen zu verstehen, wird in der Literatur häufig auf frühe Forschungsarbeiten aus den 1960er-Jahren verwiesen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Neurowissenschaftler Allan H. Frey.

Erste Beobachtungen

Im Jahr 1960 arbeitete der damals 25-jährige Frey an der Cornell University im Bereich Elektronik und Neurophysiologie. Ein Techniker berichtete ihm, dass an bestimmten Radarstandorten ein „hörbares Signal“ wahrgenommen werde.

Frey ging diesem Hinweis nach und begab sich selbst in ein starkes Radarfeld. Er beschrieb dabei die Wahrnehmung eines tiefen, anhaltenden Brummtons, obwohl keine klassische Schallquelle vorhanden war.


Wahrnehmung ohne klassisches Hören

Frey stellte die Hypothese auf, dass diese Wahrnehmung nicht über das Ohr im klassischen Sinne erfolgt, sondern durch die Wechselwirkung elektromagnetischer Felder mit dem Nervensystem, insbesondere mit dem Gehirn. Diese Form der Wahrnehmung wurde später als Frey-Effekt oder „Mikrowellenhören“ bekannt.

Dabei handelt es sich um gepulste Mikrowellenstrahlung aus dem nichtionisierenden Bereich des elektromagnetischen Spektrums – also jenem Bereich, der lange Zeit als biologisch weitgehend unkritisch galt.


Ein neues Forschungsfeld entsteht

Die Ergebnisse führten zur Entwicklung eines neuen Forschungsbereichs, der heute als Bioelektromagnetik bezeichnet wird. Frey untersuchte unter anderem mögliche Effekte auf Tiere, darunter Herzrhythmus und neuronale Reaktionen.

Einige seiner Experimente zeigten auffällige biologische Reaktionen bei niedrigen Leistungsstufen, die nicht allein durch Erwärmung erklärt werden konnten.


In einer Studie löste er Herzrhythmusstörungen aus

Frey sagt, seine Arbeit über Radar-Mikrowellen und die Blut-Hirn-Schranke sei bald von der Regierung angegriffen worden. Vom Pentagon angeheuerte und finanzierte Wissenschaftler behaupteten, sie hätten seine Ergebnisse nicht repliziert, weigerten sich jedoch auch, die Daten oder Methoden hinter ihrer Forschung weiterzugeben („eine höchst ungewöhnliche Aktion in der Wissenschaft“, schrieb Frey zu dieser Zeit). Mehr als 15 Jahre lang hatte Frey vom Büro für Marineforschung fast uneingeschränkte Mittel erhalten. Jetzt wurde ihm gesagt, er solle seine Arbeit an der Blut-Hirn-Schranke verbergen, sonst würde sein Vertrag gekündigt. gq.com

Artikel und Berichte zum Thema Infraschall

  • diagnose-funk.org | Lärmschutz und Infraschall: Kritik an unzureichender Berücksichtigung
  • windwahn.com | Elektromagnetische Felder, Infraschall und Umwelteinflüsse auf die Natur
  • mainzund.de | Mainzer Studie: Mögliche Auswirkungen von Infraschall auf die Herzfunktion
  • xing-news.com | Medizinische Warnungen vor Schalldruck durch Windkraftanlagen
  • allum.de | Wahrnehmung und Wirkung von Infraschall im Alltag
  • lavg.brandenburg.de | Tieffrequenter Schall in der Praxis: Fallbeispiele aus der Umweltmedizin
  • ga.de | Leiser Lärm- Gesundheitliche Folgen durch Windkraftanlagen
  • hear-it.org | Infraschall als „stiller“ Umweltfaktor
  • baubiologie-magazin.de | Dauerhafte tieffrequente Geräuschbelastung im Wohnumfeld
  • stern.de | Entschädigungsfall wegen möglicher Windkraftbelastung
  • tichyseinblick.de | Gerichtliche Entscheidungen im Zusammenhang mit Windkraft und Gesundheit
  • moinmoin.de | Rätselhafte Geräuschwahrnehmungen in Wohngebieten
  • heute.at | Brummton-Phänomen: Schlafstörungen durch unklare Geräuschquellen
  • freiepresse.de | Bürgerproteste gegen Lärmbelastung durch Windkraftanlagen
  • swp.de | Tieffrequente Geräusche in der Nacht: Erfahrungen aus der Bevölkerung
  • kreiszeitung-wochenblatt.de | „Der Brummton nimmt mir Lebensqualität“
  • eike-klima-energie.eu | Infraschall und gesundheitliche Risiken im wissenschaftlichen Diskurs
  • tkp.at | Neue Studien zu möglichen gesundheitlichen Effekten von Infraschall

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