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In Schweden anerkannt

Elektrosensibilität (historisch als „Mikrowellenkrankheit“ bezeichnet) gilt in Schweden als “körperliche Beeinträchtigung“ und ist eine anerkannte funktionelle Behinderung. Schutzmaßnahmen werden vom Staat bezahlt. Damit haben Elektrosensible nicht nur ein Recht auf Unterstützung, sondern auch ein Recht auf einen elektrosmogfreien Arbeitsplatz (eine eventuelle Umrüstung finanziert der Arbeitgeber). Darüber hinaus stellen Kommunen Wohnungen in unbelasteten Gegenden zur Verfügung. Ebenfalls besitzen diese ein vorrangiges Mietrecht in Gebieten mit niedrigem Strahlungsniveau. Weiter bieten Krankenhäuser für Betroffene Strahlungsfreie Behandlungszimmer an. In vielen Ländern werden zudem Vorsichtsmaßnahmen gegen Strahlenbelastung zum Schutz von Kindern getroffen (Frankreich, Belgien, Österreich, Malta).

► Für EHS- und MCS Betroffene steht in Zürich ein Schutzgebäude (Wlan/ Handygebrauch ist untersagt).
► Durch zahlreiche Initiativen und Proklamationen lokaler und regionaler Behörden in den USA und Kanada wird auf eine Anerkennung der Umwelt-Erkrankung gedrängt.


Verzweifelte Suche nach einer weißen Zone

Immer mehr Menschen erleben Symptome, wenn sie in Gegenwart von Mobiltelefonen, Funkmasten, WLAN oder sogar elektrischen Strömen im Haushalt leben. Um sich zu schützen, müssen sie sich abschirmen, umziehen oder noch schlimmer, ihre Familien verlassen und die Arbeit einstellen. Vor 20 Jahren gab es dieses Phänomen noch nicht, heute ist es weltweit. Was diese Untersuchung zeigt, ist, dass die beschriebenen schwerwiegenden Symptome den Symptomen professioneller Radarbediener, dem „Mikrowellensyndrom“, seltsam ähnlich sind. Das sind sehr ähnliche Technologien und die schädlichen Nebenwirkungen sind seit 50 Jahren dokumentiert. Aus noch nicht vollständig geklärten Gründen entwickeln Männer, Frauen und auch Kinder eine Intoleranz gegenüber künstlichen elektromagnetischen Feldern, die in der heutigen Umwelt in großem Maßstab übertragen werden. DVD


  • Das Europaparlament forderte 2009 „die Mitgliedstaaten auf, dem Beispiel Schwedens zu folgen und Menschen, die an Elektrosensibilität leiden, als behindert anzuerkennen, um ihnen einen angemessenen Schutz und Chancengleichheit zu bieten.“
  • Der Europarat forderte 2011: „besondere Aufmerksamkeit elektrosensiblen Personen zu widmen, die an einem Syndrom aus Intoleranz gegenüber elektromagnetischen Feldern leiden, um diese Personen zu schützen, einschließlich der Errichtung strahlungsfreier Gebiete, die nicht durch das drahtlose Netzwerk abgedeckt sind.“
  • Der Umweltausschuss des Europarats wird aufgrund gesundheitlicher Risiken sehr konkret, er würde „alle Handys, DECT-Telefone, Wlan oder WLan-Systeme an Schulen und in Klassenzimmern verbieten“. Die Mobilfunkindustrie spricht sich in dem Dokument dagegen aus. PDF

Gerichtlich anerkannt

  • Im Jahr 2015 erkannte ein Gericht in Frankreich Elektrosensibilität als schwere Behinderung an und sprach Marine Richard, einer 39-j. Journalistin finanzielle Hilfen zu.
  • Das oberste Gericht von Madrid hat im Jahr 2016 die dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eines Telekommunikationsingenieurs aufgrund von Elektrosensibilität anerkannt.
  • In Italien wurde einem durch Mobilfunk geschädigtem Mann (Hirntumor) eine lebenslange Rente bewilligt.

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation stuft Handystrahlung als „möglicherweise krebserregend“ ein. Dies bedeutet die Klasse 2B der Karzinogene und fällt somit in die gleiche Kategorisierung wie Blei, DDT, Pestizide und Chloroform. Ebenfalls erstellt die WHO das internationale Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen (ICD-10 Code). Elektrosensibilität hat im ICD-Katalog der WHO den Code Z58 und ist dementsprechend Kassenärztlich diagnostizierbar.


Das Mikrowellensyndrom (1932)

Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkung von Hochfrequenzwellen (wie jetzt in der Mobilfunktechnologie angewendet), gibt es seit über acht Jahrzehnten. Bereits 1932 beschrieb Prof. Dr. Schliephake das “Mikrowellensyndrom.“ Ein entscheidender Grundfaktor für die Wirkung der Mobilfunkfrequenzen auf lebende Organismen ist die Tatsache, dass die technischen Mobilfunkfrequenzen genau in den Frequenzbereichen liegen, in denen das natürliche Leben über elektrische, magnetische und elektromagnetische Wellen organisiert ist und über die Zellen und biologische Regelkreise untereinander kommunizieren.

Dr. med. Wolf Bergmann

Prof. Karl Hecht wertete im Auftrag des Bundesministerium für Telekommunikation 878 russischsprachige Studien aus. Resultat: deutlich gesundheitsschädigende Wirkung von Langzeiteinwirkungen von Mikrowellen. Seither gab gibt es weltweit zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die immer wieder die Befunde bestätigten und neue Belege erbrachten. PDF


Der Grenzwert

Die Grenzwerte, bedingt auch der SAR-Wert für Handys, schützen nur vor der Gewebe-Erwärmung durch die Strahlung. Die Werte orientieren sich lediglich an den thermischen Wirkungen der Mikrowellenstrahlung. Sie schützen also vor etwas, was bei Handys und Masten keine primäre Gefährdung darstellt: Wärme. Die Erwärmung als Maßstab der Gefährlichkeit zu nehmen, wäre so, als würde man die Dosis, Wirkung und Höhe radioaktiver Strahlung bei einem AKW-Angestellten mit einem Fieberthermometer statt dem Geigerzähler/ Spezialdosimeter messen und bewerten. Die schädigenden Effekte treten durchweg im nicht-thermischen Bereich auf. Sie sind somit nicht durch Temperaturerhöhungen erklärbar. Dass Grenzwerte die nicht-thermischen Effekte und damit die Biologie ausklammern, zeigt ihre Absurdität. Sie vernachlässigen wesentliche Einflussgrößen der Strahlung auf die Biologie des Menschen.

Diagnose Funk

Tatsächlich wird auch nur die Strahlung eines einzelnen Gerätes erfasst. Im Alltag sind wir jedoch mit unzähligen Sendern und Empfängern konfrontiert.

Prof. Dr.-Ing. Alexander H. Volger: “Die Behauptung einer Schutzwirkung [der Grenzwerte] ist als wissenschaftliche Falschinformation anzusehen. Dies entspricht rechtlich allen Merkmalen des Betrugs und schließt grobfahrlässige bis absichtliche Gefährdung und Körperverletzung ein.“

expresszeitung.com
Spiegel TV (Reflexstudie):

Grenzwert in der DDR

Bei erreichen des heute in Deutschland gültigen Grenzwertes mussten Menschen in der DDR Schutzkleidung anlegen: Strahlenschutzverordnung der damaligen DDR (TLG 37816): “Besteht die Möglichkeit, dass die zu messende Leistungsdichte mehr als 1 mW/cm² (=10.000.000µW/m²) beträgt, müssen die messenden Personen Schutzkleidung aus Mikrowellen-undurchlässigem Material anlegen. Insbesondere sind die Augen bzw. das Gesicht zu schützen.“
Vergleich der Grenzwerte der DDR und BRD: Dokument oder Artikel (unterer Bereich)

NVA-Untersuchung von 1967 an Funkern

Elektrosensibilität war Stand des Wissens
„Funkstrahlung im nicht-ionisierenden Bereich ist unschädlich“, dieses Märchen begleitet die Vermarktung des Mobilfunks seit den 90er Jahren. Davor waren in der medizinischen Literatur die Risiken nicht umstritten. Eine Untersuchung der NVA (Nationale Volksarmee der ehem. DDR) an Funkern zeigt, welche Auswirkungen die Strahlung auf den Organismus hat. Die Funker wurden elektrohypersensibel.

diagnose-funk.org

“Möglicherweise Krebserregend“

Die IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung) stufte im Mai 2011 hochfrequente elektromagnetische Felder für Menschen als „möglicherweise krebserregend“ ein. Die IARC ist übrigens das Krebsforschungsinstitut der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Der WHO-Beauftragte Dr. Repacholi findet Krebs bei Mäusen, Prof. Löscher bei Ratten, andere bei Katzen und Affen, ausgelöst von den Feldern des Mobilfunks. Experten aller Länder warnen, mit ihnen das Deutsche Krebsforschungsinstitut. Das EU-Parlament sorgt sich: „Angesichts der Vielzahl wissenschaftlicher Befunde kann man weder das Krebsrisiko, noch verschiedene andere biologische Effekte einfach abtun.“

Diagnose Funk

Jahrelanges Warten auf öffentliche Bestätigungen

Aus der Vergangenheit: Bei Asbest, Holzschutzmitteln, Formaldehyd und PCB hat das Bundesgesundheitsamt in der in den 70er Jahren, trotz aufflammenden Diskussionen, die Verarbeitung dieser Komponenten viel zu lange zugelassen. Zweifelsfreie wissenschaftliche Beweise, die eine Beschränkung rechtfertigten, lagen nicht vor, hieß es. Erst aufgrund später Forschungsergebnisse in den 80er Jahren schwenkten die Behörden um. 
Die Folgen der unbedachten Nutzung dieser Schadstoffe: Zehntausende anerkannte Berufskrankheiten und hohe Sanierungskosten für öffentliche und private Haushalte. 
Auch zum Thema „Kernkraft“ (Eine Wortschöpfung der Atomlobby, nachdem die Bezeichnung „Atomkraft“ in der Allgemeinheit eher negative Assoziationen hervorbrachte) haben sich im Volk über viele Jahre hinweg Erkenntnisse angesammelt, die lange auf die Bestätigung durch eine öffentliche Seite warten mußten

pulsstrahlung.de

Europäische Umweltagentur

Die Europäische Umweltagentur vergleicht das Risiko von nicht ionisierender Strahlung mit anderen Umweltrisiken wie Asbest, Benzol und Rauchen. Diese empfiehlt im Hinblick auf EMF das Vorsorgeprinzip anzuwenden. EMF Leitlinie 2016: PDF (Kurzfassung) / PDF (Volltext)


Rückversicherer Swiss-Re stuft Mobilfunk in die höchste Risikostufe ein

Unter dem Titel “Unvorhersehbare Folgen elektromagnetischer Felder” warnt einer der weltgrössten Rückversicherer, die Swiss-RE, ihre Kunden vor Risiken, die ihnen die Sparte Produkthaftpflicht bei Mobiltelefonen und Sendeanlagen bescheren könnte. Aufgrund unvorhersehbarer gesundheitlicher Folgen durch elektromagnetische Felder befürchten Sie Schadensersatzansprüche und große Verluste bei der Produkthaftpflichtversicherung für Mobiltelefone und Sendeanlagen.

elektrosmog.com
Übersetzter Auszug (Swiss-Re):

“Die Allgegenwart der elektromagnetischen Felder (EMF) gibt Anlass zur Sorge über mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, insbesondere bei der Nutzung von Mobiltelefonen, Stromleitungen oder Antennen für den Rundfunk. In den letzten zehn Jahren hat sich die Verbreitung von drahtlosen Geräten enorm beschleunigt. Die Konvergenz von Mobiltelefonen mit der Computertechnologie hat zur Verbreitung neuer und neuer Technologien geführt. Diese Entwicklung hat die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern, deren gesundheitliche Auswirkungen noch unbekannt sind, erhöht, die Angst vor den potenziellen Risiken im Zusammenhang mit EMF ist gestiegen. Studien sind schwierig durchzuführen, da Zeittrendstudien aufgrund der noch relativ jungen Verbreitung der Funktechnologie inkonsistent sind. Die WHO hat extrem niederfrequente Magnetfelder und hochfrequente elektromagnetische Felder, wie z.B. die Strahlung von Mobiltelefonen, als potentiell krebserregend für den Menschen eingestuft (Klasse 2B krebserregend). Darüber hinaus wurde in einem kürzlich ergangenen Urteil eines italienischen Gerichtshofs ein Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit festgestellt. Insgesamt sind wissenschaftliche Studien jedoch noch nicht abschließend über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen von EMF. Wenn ein direkter Zusammenhang zwischen EMF und gesundheitlichen Problemen hergestellt würde, würde dies Türen für neue Schadensfälle öffnen und letztendlich zu großen Schäden in der Produkthaftpflichtversicherung führen. Die Haftungsraten würden wahrscheinlich steigen.“

Original-Dokument von SWISS-RE (Seite 12 von 27): hier/ Weiterer Bericht: pressebox.de


Sinkende Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz

Elektrosmog-Belastung ist auch eine wesentliche Ursache von sinkender Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz, sowie von häufigeren Krankheitsabsenzen und steigenden Kosten im Gesundheits- und Sozialversicherungswesen. Bürgerwelle