Elektrosensibilität

Wohnraum/ Weiße Zonen

Weiße Zone

Auf der Suche nach funkfreien Wohnräumen

Das Ausmaß der nationalen Binnenmigration der Strahlenflüchtlinge, die auf der Suche nach einer gesundheitlich akzeptablen Wohnstätte jahrelang im Land umherziehen, übersteigt alle Vorstellungen. Einige leben zeitweise als Nomaden im zusätzlich bzw. abgeschirmten Wohnmobil. Auch deshalb besteht die dringende Notwendigkeit darin, über das ganze Land verteilte funkfreie Zonen einzurichten. Stark unter Strahlung Leidende sind weiße Zonen existenziell angewiesen.


Wie finde ich geeigneten Wohnraum?

  • Gezielte Anzeigen in regionalen und überregionalen Zeitungen
  • Anzeigen im Internet (Foren/ Kleinanzeigen/ Gesundheits-Magazinen)
  • Anfragen, ob ein Gesuch im Newsletter erscheinen kann (von Baubiologen/ Vereinen/ Aufklärern etc)
  • Kontakt zu anderen Betroffenen (wer hat Tipps/ Hinweise)
  • An soziale Einrichtungen wenden (auch Kirche etc)
  • Kontakt zu Selbsthilfegruppen
  • Suchanzeige in Zeitschriften (Seniorenmagazine/ Bio- bzw. Gesundheits-Hefte etc)
  • Auf dem Land kleinere Häuser suchen (freie Zimmer)
  • Vor Ort-Suche (Kleine Läden, Bürgermeister, Gaststätten etc. befragen)
  • Möglichst wenig bis keine direkten Nachbarn (Risikoquellen, da nicht einschätzbar und Wände/ Türen oft nur wenig bis keinen Schutz vor zbsp. WLAN-Strahlung darstellen)
  • Aktive Wohnungssuche mit verstecktem “messen“ der Werte direkt vor Ort (kleine handliche, lautlose Messgeräte nutzen)- und auf die berühmte Stecknadel im Heuhaufen hoffen (klappte bei mir!)
Die NVwZ schreibt:

Nicht wenige Menschen reagieren in Deutschland, wie in anderen Ländern sehr sensibel auf die von RADAR, Handys und Sendemasten verbreitete Funk-Strahlung. Vielfach suchen sie Schutz in strahlenarmen Kellern oder „Funklöchern“, wenn ihre Elektrosensibilität unerträglich geworden ist. Da „Funklöcher“ immer seltener werden, fordern Umweltvereine, dass in einigen Orten oder Naturschutzgebieten (wie in Frankreich bei Grenoble) Weiße Zonen ohne Mobilfunkbetrieb erhalten oder geschaffen werden (zB „Weiße Zone in der Rhön“). Schutzzonen sind angesichts einer Flut neuer Funknetze, Strahlenquellen und der Zunahme der Zahl der Erkrankten quer durch die Bevölkerung durchaus aktuell. Selbst der frühere Entwicklungschef des Mobilfunkherstellers NOKIA leidet inzwischen an Elektrosensibilität. Er scheint nicht der einzige betroffene Insider zu sein, denn „aus Erfahrung“ halten seine Kollegen zB ihre Kinder von funkenden Geräten möglichst fern, an ihrer Spitze einst Steve Jobs von Apple (New York Times). Entsprechend warnt der ehemalige Chef von Microsoft/ Canada vor WLAN in Schulen, wie schon der Präsident des belgischen Mobilfunkbetreibers Belgacom- hatte doch der Mobilfunkbetreiber Swisscom zur Verringerung der „klaren genschädigenden Wirkung“ von WLAN sogar ein Patent erhalten

NVwZ

Funkfreie Gebiete gefordert

Seit längerem werden funkfreie Gebiete gefordert. Für Menschen mit einer Elektrohypersensibilität sind unbelastete, funkfreie Zonen zum Leben und zur Erholung von enormer Bedeutung, auch weil die Strahlung von kabellosen Telefonen (DECT), WLAN, Smartphones, Handys, Mikrowellen etc. für diese Menschen unerträglich ist. Das Anliegen der Betroffenen wird übrigens von europäischen Organisationen unterstützt. Für unbelastete Lebensräume in Deutschland setzen sich u.a. folgende Vereine ein:

Strahlungsarme Wohnraumgebiete für Elektrosensible gefordert

„Stellen Sie sich Ihrer Verantwortung und schaffen Sie strahlungsarme Wohngebiete,“ so der Schlussappell des ehemaligen Richters am Verwaltungsgericht Freiburg, Bernd Irmfrid Budzinski. Der Appell bildete den Abschluss des überregionalen Thementages „Mobilfunk und kein Ende?

regiotrends.de

Elektrosensible Menschen hoffen auf Unterstützung von sozial engagierten, sowie gesundheits- und umweltbewussten Investoren. Die Betroffenen benötigen ein Wohnhaus bzw. mehrere kleine Häuser, in denen sie zu günstigen Mietbedingungen ohne Einfluss von Mobilfunkstrahlung etc. leben können


Organisationen

Organisationen die sich für funkfreie Zonen einsetzen

  • weisse-zone-rhoen.de
    Unser Ziel ist, Wohnprojekte und Lebensräume, besonders für elektrosensible Menschen, aber auch für natur- und umweltbewusste Menschen, in der Rhön, anzuschieben.
  • radiationrefuge.org
    Weiße Zonen für Australien/ Neuseeland.
    Die Radiation Refuge Foundation hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Zone mit niedrigen EMF-Werten oder auch eine weiße Zone zu schaffen, in der Menschen das Leben neu definieren und Teil der Gesellschaft sein können.

Websites über weiße Zonen

Zeitungsartikel über weiße Zonen

  • mainpost.de Sambachshof als Zufluchtsort für elektrosensible Menschen?
  • infranken.de Weiße Zonen für Erholung (Sambachshof)
  • hna.de Frankreich (Pyrenäen)- Hier finden Strahlen-Empfindliche eine Zuflucht

PDFs über weiße Zonen

  • bund.net Mobilfunkfreie „Weiße Zonen“- irreal oder rechtlich geboten?

Baugenossenschaft Wohnraum für elektrosensible Menschen

Die Baugenossenschaft Wohnraum für elektrosensible Menschen (BWEM) wurde am 29. April 2018 in Gretzenbach (SO) gegründet. Wir bezwecken die Beschaffung und Förderung von preisgünstigen Wohnungen und Wohnhäusern für elektrosensible Menschen und wollen damit eine Angebots-Lücke füllen sowie eine Nische abdecken für Betroffene einer neuartigen Gesundheitsproblematik.
Die BWEM ist Mitglied von WOHNEN SCHWEIZ – Verband der Baugenossenschaften.

bwem.ch

Artikel (Magazin Wohnen Schweiz vom März 2019)


Orte die 2016 noch funkfreie Zonen waren (heute auch noch?)
  • Rheinland-Pfalz | Bernkastel-Wittlich | Eisenschmidt
  • Rheinland-Pfalz | Eifel | Kloster Himmerod

Rinnen in der Nordeifel steckt in einem Funkloch

Was des einen Leid, ist des anderen Freud


Green Bank- elektronische Stille

In elektromagnetischer Hinsicht der wahrscheinlich ruhigste Ort der Erde. Die Nutzung von Handy, Fernseher, Radio und WLAN ist verboten. Aus diesem Grund zog im Jahr 2007 die erste Elektrosensible Person (Doktorandin) zur Green Bank in West Virginia (USA). Sie berichtet: “Der Übergang war nicht einfach. Zu Green Bank zu kommen war ein Kulturschock“, sagt sie. „Wenn Sie Starbucks und Einkaufszentren haben möchten, werden Sie hier nicht überleben.“ Aber die Schous hatten nicht das Gefühl, dass sie eine große Auswahl hatten, da sie sich in der ruhigen Zone viel besser fühlten. Das Paar fand ein unfertiges Haus und verkaufte die Hälfte seiner Farm in Iowa, um es zu kaufen, fertigzustellen und neu zu kabeln.“

Die Federal Communications Commission richtete im Jahr 1958 die 13.000 km² große National Radio Quiet Zone ein. Eine einzigartige Zone, in der bis heute stündlich elektromagnetische Stille herrscht. Die strengsten Regeln finden sich innerhalb der 10 km² großen Green Bank, in denen die meisten modernen Kommunikationsformen nach staatlichem Recht verboten sind. Einwohner dürfen jedoch Festnetztelefone und Kabel gebundenes Internet nutzen.


EHS Refugee Zone Frankreich

Die EHS Refugee Zone ist keine weiße Zone in dem Sinne- sondern eine natürliche Zone mit sehr geringer Strahlung. Die Dichten sehr geringer Restleistungen variieren von weniger als einem Hundertstel μW/ m². Die Topographie des Ortes und die Einrichtungen vernichten die meiste Strahlung. Es existiert trotzdem ein variabler Rest. Für Extremfälle steht sofort bei Ankunft in der Region ein Faraday-Käfig mit 1+ 2 Betten zur Verfügung.  

Der Aufenthalt wird entweder in Wohnwagen oder arrangierten Campingplätzen bzw. persönlichen Campingplätzen gemäß den Standards durchgeführt (im Sommer mögliche Ausnahmeregelung für Zelte). Die Wohnbereiche sind mit zusätzlichen Schutzvorrichtungen und auch Schutzvorrichtungen gegen Satellitenbestrahlung ausgestattet.

weiße Zone

Elektrosmog freie Zone Italien, 2010

Parc de Carnè (Regionalpark Vena del Gesso) bei Brisighella, Ravenna, Italien

Der Parc de Carnè im Regionalpark Vena del Gesso (Provinz Ravenna) ist die erste EHS-Schutzzone in Italien. Sie wurde im Mai 2010 eröffnet und ist frei von Elektrosmog. Es wurde als strahlungsfreie „Weiße Zone“ eingestuft, welche den Menschen mit EHS hilft, sich auszuruhen und sich von ihren Symptomen zu erholen. 


Erste Strahlungsarme Zone Österreichs muss Funkturm weichen

Die erste Strahlenarme Zone Österreichs, am Sonnenplateau in der Gemeinde Millstatt, bietet ihnen eine naturbelassene Umwelt, gesunde und sorgfältig produzierte Lebensmittel, Freundlichkeit, See- und Bergberührungen. Die Strahlenarme Zone bietet gesundheitsbewussten Familien, kranken und schwachen Personen die einen wertvollen Beitrag zu ihrer Genesung leisten wollen, Senioren und Seniorinnen, die neben der schönen Natur ebenfalls einen bewussten Umgang mit neuen Technologien pflegen und auch all den überlasteten Personen, die dem Alltagsstress, dem Lärm, der Arbeitsbelastung und dem Elektrosmog entfliehen wollen, einen besonderen Ort der Erholung. 

Die 1. Strahlenarmezone Österreichs – Ein Projekt geht zu Ende!
Liebe Interessierte, an dieser Stelle möchten wir ihnen mitteilen, dass Anfang September 2013 mit dem Bau der Mobilfunksendeanlage durch die A1 begonnen wurde. Die Inbetriebenahme der Anlage ist somit nur noch eine Frage der Zeit und dadurch ist auch die Strahlenarmezone – wie sie von uns verstanden wird nicht mehr gewährleistet.

strahlenarmezone.at

Übersicht weiße Zonen

Wohnräume in den USA


Vorschläge/ Ideen für weiße Zonen

Man kann weiße Zonen mit bereits bestehenden Häusern herrichten. Zbsp.: “verlassene Städte/ Orte“, wo großer Wegzug zu verzeichnen ist. Aber auch Naturschutzgebiete, Reservate. Ideal ist dennoch ein Ort, der im groben Sinne alles vorweisen kann, was man zum Leben braucht (Wasser/ Strom, Anschlüsse). Auf diese Weise können Orte zu funkfreien Erholungs- und Urlaubsorten ausgebaut werden. Eine ideale Werbeplattform für Gesundheitsbewusste Urlauber (Einnahmen/ Gewinne). Ein Anschluss an eine größere Stadt/ Ortschaft wäre ideal, damit tägliche Besorgungen durchgeführt werden können. Internet (DSL/ LAN), sowie Telefon sollte über Kabel verfügbar sein.

Um sein Dorf zu retten, verschenkt Bürgermeister Grundstücke seiner Gemeinde

Die Deutschen zieht es vor allem in die Großstädte. Kleine Orte fernab der Metropolen müssen aufpassen, nicht in einen Teufelskreis aus Fortzügen und weniger Lebensqualität zu geraten. Der Bürgermeister des niedersächsischen Örtchens Ottenstein nutzt Bauland, um junge Familien anzulocken. FOCUS Online hat sich vor Ort angesehen, wie das funktioniert.
Ottenstein verschenkt Baugrundstücke an junge Menschen – mit dieser Nachricht machte der kleine Ort vor einiger Zeit Schlagzeilen. Mittlerweile sind vier Jahre vergangen und die ersten Häuser stehen bereits. 

focus.de
Spanische Geisterdörfer als Immobilienschnäppchen

Infolge von Wirtschaftskrise und Landflucht gibt es in Spanien mittlerweile fast 3000 verlassene Dörfer, vor allem im Norden des Landes. In der Region Galicien sind ganze Siedlungen für ein paar zehntausend Euro zu haben, einige gibt es sogar kostenlos. Die meisten Käufer kommen aus dem Ausland. Die Bürgermeister freuen sich, wenn neues Leben in die Ruinen einzieht: Sie hoffen, dass Arbeitsplätze entstehen und die Häuser nicht noch weiter verfallen.

youtube.com

Haken: Hohe Investitionen sind gefordert


Dokumentarfilm über Elektrosensibilität

Wo können wir leben?

Ein schwedischer Film über Elektrosensibilität und 2 Frauen auf der Suche nach einem Ort, wo sie leben können. Zwei jungen Frauen die von EHS betroffen sind, wurden 3 Jahre begleitet. Sie haben beide Familie mit kleinen Kindern. Lisa hat das Stadt- und Wirtschaftsstudium abgebrochen und konzentriert sich darauf, gesünder zu werden. Linn ist Computeringenieurin und zieht schließlich von der Hauptstadt weg, um einen neuen Job und ein neues Leben auf dem Land zu finden.

Berichte über Auszeiten von Elektrosmog

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