Behandlung

Nach heutigem Kenntnisstand können chemische und/ oder elektromagnetische Überempfindlichkeiten, sobald sie auftreten, trotz der Verwendung derzeit verfügbarer Behandlungen und üblicher Präventionsmethoden nicht rückgängig gemacht werden. Sobald jedoch das erste Symptom einer Intoleranz auftritt und drastische Maßnahmen zur Vermeidung der Erreger ergriffen werden, können Behandlungen zusätzlich die Entwicklung einer Überempfindlichkeit wirksam begrenzen und in einigen Fällen sogar stoppen. Natürlich müssen die Behandlungs- und Vermeidungsmaßnahmen beginnen, bevor irreversible anatomische Läsionen im Zusammenhang mit Neuroentzündungen auftreten. Wir können daher manchmal einen signifikanten Grad an Überempfindlichkeitsreversibilität erwarten. 

Welche Behandlung gibt es bei Elektrosensibilität?

Der primäre Behandlungsansatz sollte sich sowohl auf die Prävention, als auch auf die Reduzierung der EMF-Exposition konzentrieren, wobei im Idealfall alle Quellen einer hohen EMF-Exposition (zu Hause und am Arbeitsplatz) beseitigt oder drastisch reduziert werden, damit der Körper die Chance hat, sich zu erholen. Andere Umweltgifte (chemische und biologische), sowie psychosoziale Stressfaktoren sollten ebenfalls reduziert werden, um die Gesamtkörperbelastung einer Person zu verringern, Heilungsmechanismen zu unterstützen und die Homöostase wiederherzustellen. Oft wird empfohlen, mit einem gut informierten umweltmedizinischen Arzt, einem Funktionsmediziner oder einem Stoffwechselspezialist zusammenzuarbeiten.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Reduzierung der Exposition die effektivste „Behandlung“ ist (Hagström et al, 2013). Die Forschung zeigt auch, dass psychogene Behandlungen und Medikamente viel weniger wirksam waren als die Vermeidung, was einen weiteren Beweis dafür liefert, dass EHS ein physiologischer Zustand und kein psychogener Zustand ist und dass jede gegenteilige Behauptung unbegründet ist. c4st.org

Da es sich bei Elektrosensibilität um ein multifaktorielles Geschehen handelt, ist die umfassende Entlastung von sensibilisierenden Kofaktoren zu betreiben. (z.B. Metallentfernung, Zahnsanierung, Toxikologische Diagnostik und Therapie, ganzheitliche Behandlungsweisen, Umweltmedizinische Behandlung, Wohn- und Schlafplatzsanierung.Dr. med. Wolf. Bergmann

Möglich ist auch eine Mitochondriale Therapie, mit der viele Körperfunktionen häufig normalisiert und Beschwerden reduziert werden können. 

Weitere Ansätze (Messgeräte| Abschirmung)

Es stehen Messgeräte zur Verfügung, um EM-Felder in der Umgebung des Patienten zu messen (Baubiologen sind der richtige Ansprechpartner). Es können dann Maßnahmen ergriffen werden, um zu vermeiden, dass man sich über längere Zeiträume in Bereichen mit hohen EM-Feldern aufhält. Den Patienten sollte geraten werden, eine Exposition zu vermeiden, indem sie keine Mobiltelefone, WLAN-Router oder (DECT-) Schnurlostelefone benutzen. Sie sollten keine körpernahen elektrischen Geräte wie Haartrockner, Heizdecken usw. benutzen und einen Abstand zu Geräten wie Computern, Fernsehern usw. einhalten.
Auch ist es möglich, Abschirm-Materialien zu erhalten, die EM-Felder blockieren. So stellen Patienten u.a. eine Moskitonetzstruktur über ihren Betten her, um eine EM-freie Zone beim Schlafen zu schaffen oder das Material in die Kleidung einzuarbeiten.

Leitlinien zur Behandlung von Elektrosensibilität

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