DECT- Schnurlose Haustelefone

Permanente Funkbelastung durch schnurlose DECT-Haustelefone
Die Nutzung schnurloser DECT-Telefone stellt in Europa und insbesondere in Deutschland seit vielen Jahren ein relevantes Gesundheits- und Umweltproblem dar. Das DECT-System („Digital Enhanced Cordless Telecommunications“) hat sich in Wohnungen, Büros und Praxen weit verbreitet, obwohl es – gemeinsam mit WLAN-Routern – zu den Hauptquellen dauerhaft erhöhter hochfrequenter elektromagnetischer Felder (HF-EMF) in Innenräumen zählt.
Im Gegensatz zu älteren Mobiltelefonen, die Hochfrequenzstrahlung überwiegend nur während aktiver Sende- oder Empfangsvorgänge erzeugen, senden viele DECT-Telefone kontinuierlich, solange die Basisstation in Betrieb ist. Dies gilt auch dann, wenn kein Telefongespräch geführt wird. In der Praxis bedeutet dies eine dauerhafte Funkbelastung rund um die Uhr, Tag und Nacht.
Zusätzlich zur permanenten Abstrahlung arbeitet die DECT-Technologie mit einer gepulsten Signalübertragung, ähnlich wie bei WLAN. Die Kommunikation erfolgt nicht über ein gleichmäßiges Dauersignal, sondern über kurzzeitige, regelmäßig wiederkehrende Impulse. Diese Pulsung ist technisch bedingt und führt dazu, dass neben der hochfrequenten Trägerstrahlung auch niederfrequente Signalanteile entstehen. In der wissenschaftlichen Diskussion wird diese Form der gepulsten Hochfrequenzstrahlung als besonders relevant betrachtet, da biologische Systeme nicht nur auf die Intensität, sondern auch auf die zeitliche Struktur elektromagnetischer Felder reagieren können.
Reichweite, Leistungsbetrieb und kumulative Strahlenbelastung
Die Funkverbindung erfolgt zwischen dem Mobilteil und der Basisstation. Dabei kann das Mobilteil Entfernungen von bis zu 300 Metern zur Basisstation überbrücken, während eine Basisstation mehrere Nebenstellen gleichzeitig versorgen kann. Da die Basisstation nicht erkennt, wie weit sich das Mobilteil entfernt befindet, wird die maximale Leistung vorsorglich aufrechterhalten. Dies kann zu einer dauerhaften Belastung durch hochfrequente Strahlung im Wohn- oder Arbeitsumfeld führen.
Durch die Kombination aus permanenter Abstrahlung, gepulster Signalstruktur und fehlender Leistungsanpassung kann die kumulative Belastung durch DECT-Telefone im häuslichen Umfeld erheblich sein. Unter Vorsorgegesichtspunkten kann diese Form der Funkexposition in Wohn- und insbesondere in Schlafräumen als vermeidbar angesehen werden.
Während ein Mobiltelefon im Alltag außerhalb der Wohnung oft notwendig ist, besteht für den Einsatz eines schnurlosen Telefons im häuslichen Bereich in der Regel keine zwingende Notwendigkeit.

Dauerhafte gepulste Hochfrequenzsignale von DECT-Basisstationen
Die Basisstation eines DECT-Telefons sendet hochfrequente, gepulste Funksignale dauerhaft aus, sobald sie an die Stromversorgung angeschlossen ist – auch dann, wenn kein Telefongespräch geführt wird. Messungen zeigen dabei Leistungsdichten von deutlich über 3.000 µW/m², was weit über vorsorgeorientierten biologischen Richtwerten liegt. Herkömmliche DECT-Telefone arbeiten mit vergleichsweise starken, digital gepulsten Hochfrequenzsignalen. In diesem Zusammenhang berichten Betroffene über gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen oder Herzrhythmusveränderungen, die zeitlich in Verbindung mit der Nutzung von DECT-Geräten in Verbindung stehen.
Aus Vorsorgegründen wird empfohlen, nach Möglichkeit auf DECT-Telefone zu verzichten. Als Alternativen gelten kabelgebundene analoge Telefone oder speziell entwickelte strahlungsarme DECT-Geräte beziehungsweise Babyphones.Die Basisstation eines DECT-Telefons funkt im Prinzip immer, auch wenn niemand telefoniert.
Bedeutung der Pulsung bei DECT-Strahlung
Neben der dauerhaften Funkstrahlung ist bei DECT-Schnurlostelefonen auch die Pulsung der Funksignale von Bedeutung. Ähnlich wie bei WLAN arbeiten DECT-Systeme nicht mit einem gleichmäßigen, kontinuierlichen Signal, sondern mit gepulster Hochfrequenzstrahlung. Dabei werden die Funksignale in sehr kurzen, sich regelmäßig wiederholenden Impulsen ausgesendet.
Diese Pulsung entsteht durch das technische Übertragungsverfahren (Zeitschlitzverfahren), bei dem mehrere Endgeräte zeitlich versetzt über dieselbe Frequenz kommunizieren. Dadurch entstehen niederfrequente Signalanteile innerhalb der hochfrequenten Trägerwelle.
In der wissenschaftlichen Diskussion wird die gepulste Strahlung teilweise kritischer bewertet als eine kontinuierliche Abstrahlung, da biologische Systeme – insbesondere das menschliche Nervensystem – empfindlich auf periodische Impulse reagieren können. Einige Studien und vorsorgemedizinische Bewertungen weisen darauf hin, dass gepulste elektromagnetische Felder unter Umständen stärkere biologische Effekte hervorrufen können als ungepulste Signale gleicher mittlerer Leistung. Die abschließende Bewertung möglicher gesundheitlicher Auswirkungen ist jedoch weiterhin Gegenstand der Forschung.
Aus Vorsorgegesichtspunkten empfehlen verschiedene Umwelt- und Verbraucherorganisationen, sowohl die Dauer der Exposition als auch die Intensität und Art der Signalübertragung (z. B. gepulst) möglichst gering zu halten, insbesondere in Schlaf- und Ruheräumen.
Digitale Babyphones: gepulste Funkbelastung im Schlafbereich
Digitale Babyphones arbeiten überwiegend auf Basis von WLAN- oder DECT-Technologie und nutzen damit hochfrequente, gepulste Funkverbindungen zur Übertragung von Ton- und Bildsignalen. Diese Geräte werden in der Regel direkt im Schlafumfeld von Säuglingen und Kleinkindern betrieben und senden dabei elektromagnetische Felder kontinuierlich oder in regelmäßigen Intervallen aus.
Gerade bei Babys und Kleinkindern wird aus vorsorgemedizinischer Sicht eine besondere Sensibilität gegenüber elektromagnetischen Feldern diskutiert, da sich zentrale biologische Systeme – insbesondere das Nervensystem – noch in der Entwicklung befinden. Die dauerhafte Exposition gegenüber gepulster Hochfrequenzstrahlung im unmittelbaren Nahbereich wird daher kritisch betrachtet, auch wenn Langzeitwirkungen weiterhin wissenschaftlich untersucht werden.
Aus Gründen der Vorsorge empfehlen zahlreiche Fachstellen, unnötige Funkquellen im Schlaf- und Aufenthaltsbereich von Säuglingen zu vermeiden. Eltern, Großeltern und Betreuungspersonen sollten sich der technischen Eigenschaften digitaler Babyphones bewusst sein und mögliche Alternativen prüfen.
Wie funktionieren schnurlose Haustelefone?
Schnurlose Haustelefone, auch DECT-Telefone genannt, sind Festnetztelefone, die über eine eigene Basisstation verfügen. Sie werden an den normalen Festnetzanschluss angeschlossen, ermöglichen jedoch, dass das Mobilteil während des Gesprächs frei im Haus oder in der näheren Umgebung bewegt werden kann – ganz ohne Kabel. Typischerweise reicht die Reichweite innerhalb eines Hauses bis zu 50 Meter und im Freien bis zu 300 Meter, sodass beispielsweise Telefonate auch im Garten möglich sind.
Ein schnurloses Telefon besteht aus einem tragbaren Mobilteil und einer Basisstation, die zugleich als Ladegerät dient. Beide Geräte enthalten Sender und Empfänger, über die die digitale Kommunikation erfolgt. Die Übertragung nutzt das DECT-Verfahren („Digital Enhanced Cordless Telecommunications“) im Frequenzbereich von etwa 1,88 bis 1,90 GHz. Die Basisstation sendet kontinuierlich Signale aus, um das Mobilteil erreichbar zu halten, während das Mobilteil seine eigene Übertragung erst dann aktiviert, wenn ein Gespräch geführt wird.
Die Sprachsignale werden digital codiert, in Pakete zerlegt und drahtlos zwischen Mobilteil und Basisstation übertragen. Moderne DECT-Telefone verschlüsseln diese Verbindung, sodass die Gespräche vor Abhören geschützt sind. Schnurlose Telefone sind speziell für kurze bis mittlere Distanzen ausgelegt, benötigen keine SIM-Karte und bieten häufig zusätzliche Funktionen wie Rufnummernanzeige, Anrufbeantworter oder Freisprechen. Bei Verwendung des schnurlosen Telefons wird der Anruf mithilfe gepulster Mikrowellenstrahlung drahtlos durch die Luft zwischen dem Telefon und dem Telefonhalter gesendet.
Bedenken über die DECT-Pulsfrequenz
Das digitale gepulste Muster von GSM- und DECT-Technologien wird in wissenschaftlichen Studien mit möglichen biologischen Effekten in Verbindung gebracht. Dazu zählen unter anderem Veränderungen der Blut-Hirn-Schranke und ein erhöhtes Risiko für bestimmte Tumorarten wie Hirntumore oder Lymphome. Bei DECT-Telefonen ist zu berücksichtigen, dass die Basisstation kontinuierlich gepulste Hochfrequenzstrahlung aussendet, auch wenn kein Telefongespräch stattfindet. Dies führt zu einer ständigen Belastung durch hohe Werte der kritischsten Art von HF-Strahlung, die für das gesamte Haus oder Büro bekannt ist.
Die biologische Wirkung der gepulsten Strahlung hängt unter anderem von der Impulsfrequenz ab. DECT-Telefone arbeiten typischerweise mit Pulsfrequenzen um 100 Hz, während Mobiltelefone nach GSM-Standard bei etwa 217 Hz pulsierten.Je niedriger die Pulsfrequenz ist, desto stärker ist die biologische Wirkung, da sie mit menschlichen Hirnwellenaktivitäten interagieren können. Es ist das Pulsieren innerhalb des ELF-Bereichs (extrem niedrige Frequenz), um das wir uns Sorgen machen müssen.
Deshalb ist auch TETRA so gefährlich- es pulsiert mit 17,6 Hz direkt im Bereich des menschlichen Beta-Gehirnwellenrhythmus. tetrawatch.net
Viele europäische Forscher, Ärzte, Umweltexperten und Toxikologen unterzeichneten eine Resolution, die den sofortigen Stopp der DECT-Technologie forderte. Diese Petition wurde im Oktober 1999 an den Umweltminister Jürgen Trittin übergeben (RESOLUTION 1999). Tests unabhängiger Einrichtungen, etwa der Zeitschrift „Öko-Test“, zeigten bei zahlreichen DECT-Geräten Leistungsflussdichten, die in direkter Nähe teils deutlich über vorsorgeorientierten Richtwerten lagen. Alle Geräte wurden als „nicht empfehlenswert“ eingestuft, da in 3 m Entfernung eine Leistungsflussdichte von mehr als 100 nW/cm² gemessen wurde. Bei einigen Geräten wird diese Grenze in einem halben Meter Abstand um mehr als das 100-fache überschritten“. drhaumann.de
Erhöhtes Risiko für Hirntumore durch DECT-Telefone
Eine Studie schwedischer Wissenschaftler kommt zu dem Schluss, dass die Nutzung schnurloser DECT-Telefone mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung bösartiger Hirntumore verbunden sein könnte. Die Auswertung der Nutzung von Mobiltelefonen und schnurlosen Haustelefonen bei betroffenen Patienten zeigte, dass Personen, die regelmäßig DECT-Telefone verwendeten, ein deutlich höheres Risiko aufwiesen. Die Kombination von DECT- und Mobiltelefonnutzung verstärkte diesen Effekt zusätzlich.
In manchen Fällen kann die Strahlungsintensität einer DECT-Basisstation diejenige in der unmittelbaren Umgebung eines Mobilfunkmastes übersteigen. Dabei senden sowohl das Mobilteil als auch die Basisstation kontinuierlich Hochfrequenzstrahlung mit voller Leistung, selbst wenn kein Telefongespräch geführt wird. Dies führt zu einer dauerhaften Exposition im gesamten Wohnbereich.
Mögliche gesundheitliche Auswirkungen gepulster DECT-Funkstrahlung
Die Nutzung schnurloser DECT-Telefone kann bei exponierten Personen nachweisbare physiologische und psychische Reaktionen hervorrufen. Dazu zählen chronische Erschöpfung und Müdigkeit, Schlafstörungen, gesteigerte Nervosität und Reizbarkeit sowie eine verringerte Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus können Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Blutdruckschwankungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie eine Beeinträchtigung des Immunsystems auftreten.
Diese Effekte stehen im Zusammenhang mit der gepulsten Hochfrequenzstrahlung, die zwischen Mobilteil und Basisstation übertragen wird. Studien haben gezeigt, dass insbesondere längere Exposition oder Nähe zum Mobilteil die Intensität der Reaktionen erhöhen kann. Entsprechende Vorsorgemaßnahmen, wie die Nutzung von Freisprecheinrichtungen, das Einhalten eines Abstands zum Körper oder das Abschalten des Geräts während der Ruhezeiten, können die Belastung reduzieren.
Mögliche Symptome
- Chronische Erschöpfung und Müdigkeit, bis hin zu einem Burn-out-ähnlichen Zustand
- Schlafstörungen und gestörtes Ruheempfinden
- Beeinträchtigung des Immunsystems
- Unruhe, Nervosität und Reizbarkeit
- Verringerte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit
- Herz-Kreislauf-Beschwerden, einschließlich Blutdruckschwankungen
- Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
- Kopfschmerzen und allgemeine Befindlichkeitsstörungen
Veränderungen der Herzfrequenz und des autonomen Nervensystems
Die Nutzung von DECT-Telefonen kann nachweislich Veränderungen der Herzfrequenz hervorrufen und das autonome Nervensystem beeinflussen. Trotz der bekannten Risiken werden schnurlose Telefone weiterhin weltweit eingesetzt. Zahlreiche Beschwerden im Zusammenhang mit digitalen Funktechnologien wie DECT sind von vielen Ärzten nicht unbemerkt geblieben, insbesondere in Deutschland, wo auf die Notwendigkeit hingewiesen wird, die Exposition gegenüber solchen Übertragungstechniken zu reduzieren.
Nachweisbare nicht-thermische biologische Effekte
Studien zeigen, dass hochfrequente Strahlung über reine Erwärmung hinaus biologische Systeme beeinflussen kann. Dazu zählen unter anderem:
- Veränderungen der elektrischen Aktivität im menschlichen Gehirn
- Erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke bei Tierexperimenten
- Zunahme von DNA-Einzel- und Doppelstrangbrüchen in menschlichen und tierischen Zellen
- Chromosomenaberrationen und Mikronuklei-Bildung in Blutlymphozyten
- Effekte auf die Elektrochemie des Gehirns, etwa Calcium-Efflux
- Veränderungen der Herz- und Blutdruckregulation während der Exposition
- Synergistische Effekte mit bestimmten krebserregenden und psychoaktiven Substanzen
- Depression des Immunsystems bei Tieren sowie erhöhte Sterblichkeit von Embryonen
- Auswirkungen auf Dopamin- und Opiatrezeptoren im Gehirn
- Stressreaktionen bei gesunden und tumortragenden Mäusen
- Erhöhte Durchlässigkeit der Erythrozyten-Membran
- Verdoppelte Lymphomraten bei transgenen Mäusen nach 18-monatiger, zweimal täglicher Exposition von je 30 Minuten gegenüber GSM-Handysignalen
- Zunahme von Chromosomenaberrationen und Mikronuklei in menschlichen Blutlymphozyten
- Neurogenetische Effekte und Mikronuklei-Bildung in peritonealen Makrophagen
Diese Ergebnisse stammen aus Tier- und Zellexperimenten sowie Beobachtungsstudien und verdeutlichen die Vielzahl potenzieller nicht-thermischer Wirkungen gepulster Hochfrequenzstrahlung. drhaumann.de
DECT-Telefone: Hochfrequenzstrahlung hörbar gemacht
In diesem Video wird die Hochfrequenz–Strahlung eines DECT‑Schnurlostelefons anschaulich gemacht, indem die gepulsten Funksignale hörbar gemacht und sichtbar gemacht werden. DECT‑Telefone arbeiten mit gepulster HF‑Übertragung, die kontinuierlich zwischen Basisstation und Mobilteil gesendet wird, auch im Standby‑Betrieb . Das Video zeigt, wie diese Strahlung in der Praxis gemessen werden kann und macht deutlich, dass die Basisstation rund um die Uhr HF‑Impulse aussendet, um eine Funkverbindung aufrechtzuerhalten.
Dadurch dient das Video als anschauliche Demonstration der elektromagnetischen Felder, die von schnurlosen DECT‑Geräten ausgehen, und kann helfen, ein besseres Verständnis für die gepulste Strahlung im häuslichen Umfeld zu entwickeln.
4 Tipps zur Reduzierung der DECT-Strahlenbelastung
1. Verzicht
Vermeiden Sie nach Möglichkeit den Einsatz von DECT-Schnurlostelefonen in Privathaushalten, am Arbeitsplatz, in Schulen oder in Kindertagesstätten. Kinder sind besonders empfindlich gegenüber hochfrequenten Strahlen. Beachten Sie außerdem, dass auch Nachbarn durch die Funksignale passiv exponiert werden können.
2. Festnetztelefon nutzen
Setzen Sie nach Möglichkeit auf ein kabelgebundenes Festnetztelefon. Wenn Bewegungsfreiheit erforderlich ist, kann ein Verlängerungskabel das Mobilteil flexibel nutzbar machen, ohne dass eine Funkverbindung nötig ist.
3. Abstand halten
Platzieren Sie herkömmliche DECT-Basisstationen möglichst weit entfernt von Aufenthaltsbereichen wie Schlaf-, Kinder- oder Arbeitszimmern. Je größer der Abstand, desto geringer die Strahlenexposition.
4. Strahlungsarme Alternativen
Wenn DECT-Telefone unvermeidbar sind, nutzen Sie Geräte mit strahlungsarmen Modi wie ECO oder ECO Plus. Diese reduzieren die HF-Leistung, insbesondere wenn das Telefon im Standby-Modus betrieben wird, und verringern so die kumulative Belastung.
Exposition durch DECT-Telefone in der Umgebung/ der Nachbarn
Auch DECT-Telefone von Nachbarn oder in benachbarten Räumen können zu einer relevanten hochfrequenten Exposition führen. Mikrowellenstrahlung wird von Wänden nur teilweise abgeschwächt, sodass Geräte in angrenzenden Wohnungen oder Büros weiterhin messbare HF-Felder erzeugen können. Personen, die besonders empfindlich auf elektromagnetische Felder reagieren, können dadurch Beschwerden erleben. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Belastung zu reduzieren, beispielsweise durch Abschirmmaterialien an den betroffenen Wänden oder durch das gezielte Platzieren des Schlafplatzes weiter entfernt von der Strahlungsquelle.
Bei guter Nachbarschaft kann das Thema sachlich angesprochen werden, um gemeinsam auf mögliche Alternativen aufmerksam zu machen. Unter Umständen ist es möglich, dass Nachbarn strahlungsarme Geräte verwenden oder die Nutzung der Basisstation einschränken.
Im beruflichen Umfeld kann es hilfreich sein, die eigenen Erfahrungen offen zu kommunizieren. Wenn eine erhöhte Sensibilität gegenüber DECT-Strahlung besteht, kann nach der Bereitstellung eines kabelgebundenen Telefons gefragt werden. Alternativ können auch Geräte mit strahlungsarmen Modi, wie ECO- oder ECO Plus-Funktion, verwendet werden. Um mögliche Barrieren zu überwinden, kann angeboten werden, die Kosten für strahlungsarme Alternativen selbst zu übernehmen.
Strahlungsarme DECT-Telefone: „ECO Mode“ und „ECO Mode Plus“
Es gibt DECT-Telefone, die während des Gesprächs deutlich weniger Strahlung aussenden und im Standby-Modus nahezu strahlungsfrei sind. Achten Sie beim Kauf auf Bezeichnungen wie „ECO DECT“ oder „ECO DECT Plus“. Informieren Sie sich im Fachhandel und lesen Sie die Bedienungsanleitung sorgfältig, um sicherzustellen, dass das Gerät auch tatsächlich über den strahlungsarmen Modus verfügt.
Viele Modelle sind ab Werk standardmäßig auf maximale Reichweite eingestellt und senden daher wie herkömmliche DECT-Telefone. Um den ECO-Modus zu aktivieren, muss dieser häufig erst über Menü → Einstellungen → ECO DECT eingeschaltet und die Option „Maximale Reichweite“ deaktiviert werden. Mit einem Hochfrequenzmessgerät können Sie anschließend die Strahlung prüfen und die Wirksamkeit der Einstellung kontrollieren.
Wenn Sie dennoch unzufrieden sind, nutzen Sie gegebenenfalls das Rückgaberecht. Grundsätzlich wird empfohlen, auf kabelgebundene Telefone umzusteigen, um HF-Exposition im Haushalt zu vermeiden. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Basisstation so weit wie möglich von allen Schlafplätzen entfernt ist und dass das Telefon so wenig wie möglich benutzt wird. Es ist auch möglich, die Basisstation nachts und wenn das Telefon nicht benutzt wird, auszustecken. folkets-stralevern.no
ECO-DECT-Modus
Funktionsweise:
Im ECO-DECT-Modus reduziert das Schnurlostelefon die Sendeleistung erheblich oder schaltet sie komplett ab, solange sich das Mobilteil in der Basisstation befindet. Bei aktiviertem Modus sendet die Basisstation nahezu gar keine HF-Strahlung, vorausgesetzt: es wird nicht telefoniert und nur ein Mobilteil ist an der Basis angemeldet. Die Reduzierung der Sendeleistung kann bis zu 80 % betragen im Vergleich zu herkömmlichen DECT-Geräten oder dem Standardbetrieb ohne ECO-Modus.
Einschränkungen:
- Der Sender der Basisstation wird nur deaktiviert, wenn das Mobilteil in der Ladeschale liegt.
- Sobald das Mobilteil zum Telefonieren herausgenommen wird oder nicht wieder zurückgelegt wird, sendet die Basisstation weiter wie gewohnt.
- Der ECO-Modus funktioniert nur mit einem angemeldeten Mobilteil; bei mehreren Mobilteilen kann die automatische Abschaltung nicht greifen.
ECO Mode PLUS / Full ECO Mode („DECT zero“)
Funktionsweise:
Bei Telefonen mit ECO Mode PLUS (auch „Full ECO Mode“ oder „DECT zero“) funkt die Basisstation nur während eines aktiven Gesprächs. Nach Beendigung des Telefonats schaltet die Basisstation die Aussendung des Bereitschaftssignals ab – unabhängig davon, ob sich das Mobilteil in der Basisstation befindet und unabhängig von der Anzahl der angemeldeten Mobilteile. Damit wird die Strahlung im Standby praktisch auf null reduziert.
Besonderheiten:
- Alle Mobilteile müssen vom gleichen Modell und Hersteller sein und den ECO+ Modus unterstützen.
- Die Aktivierung des ECO Mode PLUS erfolgt in der Regel über das Menü des Telefons; die Funktion ist bei Auslieferung meist deaktiviert.
- Bei den meisten Geräten erfolgt die Abschaltung der Basisstation nicht sofort nach Ende des Gesprächs, sondern mit einer Verzögerung von etwa 20 Sekunden bis zu 2 Minuten.
Vorteile:
- Praktisch keine HF-Strahlung im Standby („DECT zero“)
- Reduzierte Strahlenbelastung, auch bei mehreren angemeldeten Mobilteilen
- Flexible Nutzung bei Bedarf, ohne ständige Funkexposition
DECT‑Telefon richtig einstellen – automatische Funkabschaltung aktivieren
In diesem Video wird gezeigt, wie man ein DECT-Schnurlostelefon, beispielsweise das Gigaset E310A, korrekt einstellt, um die automatische Funkabschaltung zu aktivieren. Die Anleitung erklärt Schritt für Schritt die Menüführung, die bei den meisten Gigaset-Modellen ähnlich ist, und zeigt, wie der ECO- oder ECO+ Modus genutzt werden kann, um die HF-Strahlung im Standby-Modus deutlich zu reduzieren. (Hier Gigaset E310A).
Strahlungsarme Telefone
- strahlend-gesund.de | Telefon ohne Strahlung oder möglichst strahlungsarm
Artikel
- purenature.de | Strahlung durch Schnurlostelefone- DECT Telefon
- everyday-feng-shui.de | Große Unterschiede bei „strahlungsarmen“ DECT-Telefonen!
- strahlend-gesund.de | Telefon ohne Strahlung oder möglichst strahlungsarm
- purenature.de | Strahlung durch Schnurlostelefone- DECT Telefon
- bbuu.de | DECT „zero” – Strahlungsfrei im Standby
- gigaset.com | Was ist ECO DECT?
- puls-schlag.org | Strahlungsfrei im Standby
- maes.de | Zitate zu DECT Telefonen
Fallberichte
- diagnose-funk.org | Fallbericht zu DECT-Schnurlostelefon
- Baubiologie Maes | Verbot für schnurlose DECT Telefone gefordert



