Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz (KI)

Was ist künstliche Intelligenz (KI)?

Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Technologien, die Maschinen befähigen, Aufgaben zu übernehmen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören Mustererkennung, Sprachverarbeitung, Entscheidungsfindung und Lernen aus Daten. KI kommt heute in vielen Bereichen zum Einsatz – von Smartphones und Sprachassistenten über selbstfahrende Autos bis hin zu medizinischer Diagnostik und industrieller Produktion.

KI bietet große Chancen: Sie kann Prozesse automatisieren, Effizienz steigern und neue innovative Lösungen ermöglichen. Gleichzeitig bringt sie jedoch erhebliche Herausforderungen für Umwelt und Ressourcen mit sich. Der Betrieb großer KI-Modelle verbraucht enorme Mengen an Energie und Wasser, vor allem in Rechenzentren, die für Training und Speicherung der Daten benötigt werden. Auch der steigende Bedarf an Hardware und Rechenleistung führt zu erhöhtem CO₂-Ausstoß und belastet die globale Infrastruktur.

Diese Probleme machen deutlich, dass der Einsatz von KI nicht nur technologisch, sondern auch ökologisch verantwortungsvoll geplant werden muss. Chancen und Risiken liegen eng beieinander: Nur durch sorgfältige Abwägung und nachhaltige Strategien lässt sich der Nutzen von KI mit vertretbaren ökologischen Kosten verbinden.

Enorme Ressourcenbelastung durch Künstliche Intelligenz

Die Umweltkosten der Künstlichen Intelligenz (KI) sind beträchtlich. Das erste US-Gesetz, das sich mit den ökologischen Folgen der KI-Technologie befassen soll, ist auf dem Weg – doch es bleibt noch viel zu tun. Bereits im Januar 2024 räumte Sam Altman, CEO von OpenAI, ein, was Wissenschaftler:innen seit Jahren warnen: Die KI-Industrie steuert auf eine Energiekrise zu.

Auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Schweiz, warnte Altman, dass die nächste Generation generativer KI-Systeme deutlich mehr Energie verbrauchen wird als erwartet. Die bestehenden Energiesysteme könnten Schwierigkeiten haben, diesen Bedarf zu decken. „Es gibt keinen Weg, ohne einen technologischen Durchbruch dorthin zu gelangen“, betonte er.

Bereits heute verbraucht eine durch generative KI betriebene Suche vier- bis fünfmal so viel Energie wie eine herkömmliche Websuche. In den kommenden Jahren könnten große KI-Systeme so viel Strom benötigen wie ganze Nationen. Gleichzeitig wird prognostiziert, dass der weltweite Wasserbedarf für KI bis 2027 etwa der Hälfte des Wasserverbrauchs des Vereinigten Königreichs entsprechen wird. ingenieur.de; allaboutai.com; presseportal.greenpeace.de

Wasserverbrauch durch KI

Nicht nur Energie ist ein Problem: Generative KI-Systeme benötigen enorme Mengen an Frischwasser, um ihre Prozessoren zu kühlen und Strom zu erzeugen. So wird das fortschrittlichste Modell von OpenAI, GPT-4, in einem großen Rechenzentrumscluster in West Des Moines (Iowa, USA) betrieben. Eine von Anwohner:innen angestrengte Klage ergab, dass der Cluster im Juli 2022 – einen Monat vor Abschluss des Trainings von GPT-4 – etwa 6 % des gesamten Wasserverbrauchs des Bezirks beanspruchte.

Auch andere Tech-Giganten berichten von drastischen Steigerungen: Laut Umweltberichten stieg der Wasserverbrauch für die Entwicklung von Googles Sprachmodell Bard um 20 % und für Microsofts Bing um 34 % innerhalb eines Jahres.

Einem aktuellen Bericht zufolge könnte der weltweite Wasserbedarf für KI bis 2027 rund der Hälfte des gesamten Wasserverbrauchs des Vereinigten Königreichs entsprechen. Forschende von Meta (Facebook) bezeichneten die Umweltauswirkungen des rasanten Wachstums der KI-Branche treffend als „Elefanten im Raum“.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass der massive Einsatz von Rechenleistung nicht nur Energie, sondern auch wertvolle Wasserressourcen stark belastet – ein Aspekt, der in der Diskussion um nachhaltige KI bisher oft unterschätzt wird.allaboutai.com; presseportal.greenpeace.de; spectrum.ieee.org

Umweltauswirkungen sind Branchengeheimnisse

Genaue und vollständige Daten über die Umweltauswirkungen sind immer noch sehr schwer zu erhalten. Die vollen planetarischen Kosten der generativen künstlichen Intelligenz sind ein streng gehütetes Geschäftsgeheimnis. Die Zahlen beruhen auf Laborstudien von Forschern wie Emma Strubell (Assistenzprofessorin, Carnegie Mellon University) und Sasha Luccioni (Forschungswissenschaftlerin). Sowie auf Berichten von Aktiengesellschaften und auf Daten von Kommunalverwaltungen. Es gibt einfach keinen Anreiz für Unternehmen, sich zu ändern.

US-Gesetzesentwurf zur Regulierung von KI-Umweltauswirkungen

Die US-Gesetzgeber haben das Thema mittlerweile erkannt. Am 1. Februar 2024 stellten die US-Demokraten den „Artificial Intelligence Environmental Impacts Act of 2024“ vor. Dieser Entwurf fordert das National Institute for Standards and Technology dazu auf, gemeinsam mit Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft Standards zur Bewertung der Umweltauswirkungen von KI zu entwickeln – und zusätzlich einen freiwilligen Berichtsrahmen für Entwickler und Betreiber von KI-Systemen zu schaffen.

Ob der Gesetzentwurf tatsächlich verabschiedet wird, bleibt ungewiss. Experten gehen davon aus, dass freiwillige Maßnahmen allein kaum eine Kultur der Verantwortlichkeit und konsequente Anpassung fördern, da sie auf bloßem guten Willen beruhen. Angesichts der Dringlichkeit sind deutlich stärkere Schritte erforderlich. nejtil5g.dk

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