15-Minuten-Stadt

Was ist die „15-Minuten-Stadt“?
Und weshalb ist sie dasselbe wie eine „Smart City“?
Bis vor einiger Zeit war der Begriff “Smart City“ DAS Trendthema für zukunftsweisende Kommunen, wo Technologie und Big Data dafür sorgen, dass die Bürger hochvernetzt und effizient sind und letztendlich lebenswertere Metropolen bewohnen. Jetzt bewegt sich das Szenario eher in Richtung der Idee von Nachbarschaften in der Nähe von Dienstleistungen und partizipativen Gemeinschaften. Kurz: die ultimative urbane Strategie konzentriert sich darauf, die Bedürfnisse der Bewohner in einem kleinen Radius um ihren Wohnsitz zu erfüllen. maize.io
Die 15-Minuten-Stadt ist also ein städtisches Konzept, bei dem alle wichtigen Orte des täglichen Lebens – wie Arbeit, Schule, Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung und Freizeitangebote – in maximal 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Ziel ist es, Verkehrsbelastung, Umweltverschmutzung und Pendelstress zu reduzieren, gleichzeitig die Lebensqualität und soziale Interaktion zu steigern. Durch die Förderung lokaler Nachbarschaften und nachhaltiger Mobilität sollen Städte grüner, lebenswerter und resilienter werden. Die Umsetzung erfordert jedoch sorgfältige Planung, politische Unterstützung und die Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit, um sicherzustellen, dass alle Bewohner gleichermaßen von diesem Modell profitieren.
Die 15-Minuten-Stadt erfordert fortschrittliche Technologie
Die 15-Minuten-Stadt könnte als Gegenpol zu den Hightech-Visionen der Smart City gesehen werden
Die hypervernetzte, datenzentrierte Stadt mit dem Internet der Dinge (IoT) suggeriert eher eine Abhängigkeit von zunehmender Zentralisierung und Fernverwaltung als von gemeinschaftsgetriebenen Veränderungen. Für viele Städte soll jedoch eine Kombination aus gemeinschaftsorientierter Innovation und der durch die Technologie gebotenen Flexibilität ein effektiverer Weg zu einer intelligenteren Stadt sein. Während die Belastung durch gepulste Funkstrahlung vollständig ignoriert wird, sind Beispiele aufgeführt, wie “fortschrittliche“ Funk-Technologie die 15-Minuten-Stadt unterstützen würde:
- Adaptive Straßenbeleuchtung | Eine intelligente Straßenbeleuchtung für die Flexibilität der lokalen Beleuchtungsbedingungen. Die Beleuchtungsstärke wird an die lokalen Bedürfnisse in Bezug auf öffentliche Sicherheit, Unterhaltung, Verkehrssicherheit oder Umweltfragen angepasst.
- Flexibles Straßenmanagement | Intelligente Parksysteme ermöglichen eine größere Flexibilität bei der Verwaltung von Bordsteinkanten und dem Verkehrsfluss.
- Überwachung der Luftqualität | Die durch IoT-Geräte bereitgestellten detaillierteren Daten zur Luftqualität können Warnungen zu lokalen Verschmutzungsschwerpunkten liefern und von der Gemeinde initiierte Änderungen in der Verkehrs- und Parkpolitik unterstützen. rcrwireless.com
► Wi-Fi 6 | Nicht zu unterschätzen ist die steigende Ausbreitung von leistungsstarken Wlan-Routern (insbes. deckenmontierte Router direkt über den Köpfen in Schulen, Bibliotheken, Krankenhäusern, Ämtern etc.). Neu im Einsatz für IoT sind noch stärkere Router der Generation “Wifi 6“ mit Bluetooth und größerer Reichweite.
Router links (Wi-Fi 6): CISCO WLAN Access Point (reichelt.de)
Router mittig und rechts (Wi-Fi 6): SOLUM (solumesl.com)



Von Paris bis Shanghai: Immer mehr Städte werden umgebaut
Weltweit haben bereits 16 Städte das Konzept der 15-Minuten-Stadt oder ähnliche Ideen umgesetzt oder sind dabei, dies zu tun. Die Ansätze sind unterschiedlich: Einige Städte versuchen, 20-Minuten-Konzepte oder 10-Minuten-Konzepte umzusetzen. Andere widerum konzentrieren sich auf einzelne Stadtviertel oder wollen die Stadt als Ganzes neu erschaffen.
Die französische Hauptstadt gehört zu den Pionieren. Nachdem Carlos Moreno sein Konzept 2016 vorgestellt hatte, präsentierte es die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo. Und das während ihrer Wiederwahlkampagne. Sie begann während der Pandemie mit der Umsetzung. dw.com
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