Funk Heizkostenverteiler

Funk Heizkostenverteiler

Angebrachter Funk Heizkostenverteiler an einer Heizung

Funk Heizkostenverteiler

Heizkostenverteiler senden per Funk

In Mehrfamilienhäusern werden sogenannte Heizkostenverteiler (Kalorimeter) an jedem Heizkörper einer Zentralheizung angebracht. Moderne Geräte sind elektronisch und arbeiten überwiegend als sogenannte kommunizierende Zähler. Das bedeutet, sie senden mehrmals täglich Messdaten per Hochfrequenz („aktive“ Zähler).

Diese Daten werden von einem oder mehreren sogenannten Gateways gesammelt, die sich meist im Keller oder in den Hausfluren befinden. Von dort aus erfolgt die Weiterleitung an das für die Ablesung zuständige Unternehmen – ebenfalls über Funk, in der Regel über Mobilfunkstandards (z. B. 4G, Stand 2024). Ein Betreten der Wohnung zur Ablesung ist dadurch nicht mehr erforderlich.

Elektronische Heizkostenverteiler mit integrierter Funkschnittstelle dienen der Erfassung des anteiligen Wärmeverbrauchs einzelner Heizkörper. Sie kommen vor allem in Gebäuden mit vertikaler Rohrführung zum Einsatz, da dort der Energieverbrauch einer Wohnung nicht über einen einzigen zentralen Zähler erfasst werden kann.

Die Geräte messen sowohl die Temperatur des Heizkörpers als auch die der Umgebungsluft. Aus der Temperaturdifferenz zwischen Heizkörper und Raumluft werden mithilfe eines Algorithmus sogenannte Verbrauchseinheiten berechnet. In Verbindung mit der Heizleistung bilden diese die Grundlage für die spätere Abrechnung. Zusätzlich speichern die Geräte Werte wie Monatsendstände oder Stichtagswerte.

Zur Übertragung der Daten senden viele Heizkostenverteiler in regelmäßigen Abständen Funksignale, meist im Frequenzbereich um 868,95 MHz, an einen zentralen Konzentrator. Dabei treten kurzzeitig vergleichsweise starke Sendespitzen auf, die für Betroffene relevant sein können.

HF-Messungen | Elektronischer Heizkostenverteiler

In diesem Video wird erläutert, welche Auswirkungen elektronische Funk-Heizkostenverteiler auf elektrosensible Menschen haben können.

Ein elektronischer Funk-Heizkostenverteiler wird eingesetzt, um den individuellen Wärmeverbrauch eines Heizkörpers innerhalb einer zentralen Heizungsanlage zu erfassen. Das Gerät misst die abgegebene Wärme und übermittelt die ermittelten Werte regelmäßig per Funk. Dazu sendet es in kurzen Intervallen Signale im Frequenzbereich von 868,95 MHz an eine zentrale Empfangseinheit (Konzentrator), die sich meist im Keller oder im Treppenhaus befindet. Diese Daten bilden anschließend die Grundlage für die verbrauchsabhängige Abrechnung.

Mit Sendespitzen etwa alle zwei Minuten zählen diese Geräte zwar nicht zu den stärksten dauerhaften Funkquellen. Dennoch sind die sehr kurzen, aber vergleichsweise intensiven Sendeimpulse aus biologischer und zellulärer Sicht nicht unbedeutend. Betrachtet man die Problematik nicht ausschließlich unter dem rein normativen, thermischen Aspekt – also der Erwärmung durch Funkwellen –, erscheinen diese Spitzen für empfindliche Personen durchaus relevant. Die durchschnittliche Belastung mag gering wirken, doch die wiederkehrenden Impulse können auf zellulärer Ebene eine Rolle spielen.

In dem verlinkten Video wird gezeigt, dass eine teilweise Abschirmung eines funkenden Heizkostenverteilers mithilfe von YShield V4A03 (ein extrem feines Edelstahlgewebe) zu einer deutlich spürbaren Reduzierung der Belastung führen kann. Für Betroffene wird die Situation dadurch oft erst erträglich, auch wenn die Fernauslesung der Daten in diesem Fall unregelmäßiger erfolgt.

Fehlende Aufklärung über mögliche Gesundheitsrisiken

Hochfrequente Funkstrahlung steht seit Jahren in der Kritik und wird von vielen Betroffenen als gesundheitlich belastend empfunden. Funkende Geräte wie elektronische Heizkostenverteiler werden häufig mit dem Vorteil beworben, dass keine Ablesung in der Wohnung mehr notwendig ist. Die Verbrauchsdaten können aus der Ferne, teilweise sogar von der Straße aus, erfasst werden. Damit diese Fernauslesung funktioniert, müssen die Funksignale jedoch Wände und Decken durchdringen – in manchen Fällen mehrere massive Bauteile. kalo.de

Viele Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern sind sich dieser dauerhaften Funkübertragung nicht bewusst und werden über mögliche gesundheitliche Auswirkungen kaum oder gar nicht informiert. Besonders sensibel ist die Situation im Hinblick auf Kinder, da sie auf Umweltbelastungen oft empfindlicher reagieren als Erwachsene. Nicht selten halten sich Bewohner über längere Zeit in unmittelbarer Nähe eines Heizkostenverteilers auf – etwa wenn sich der Heizkörper direkt unter oder neben einem Schreibtisch oder neben dem Bett befindet.

Manipulation nicht möglich

Achtung! Jeder unbefugte Manipulationsversuch (Bruch des elektrischen Siegels), der Versuch, die Batterie mit dem Messgerät zu demontieren oder die Nutzung von thermischen Hindernissen vor der Batterie (Möbel, Vorhänge usw.), wird bei einigen Anbietern mit einem genauen Aktionsdatum protokolliert. Bei der ersten Funkauslesung der Zählerstände werden Informationen über Manipulationen übermittelt. Bei Versuchen, den thermischen Effekt zu manipulieren, schaltet der Verteiler in den Einzelfühlermodus. теплоприбор.рф | geotellurique.fr

Da die Verteiler also so ausgelegt sind, dass sie Alarm schlagen, sobald eine Änderung an ihnen vorgenommen wird, erweist sich eine elektromagnetische Abschirmung als die interessanteste Lösung, um Sie wirksam vor diesen neuen Quellen elektromagnetischer Verschmutzung zu schützen (siehe Video oben oder Alufolie als notdürftige Barriere).

Rechtliche Regelung für Elektrosensible im Ausland – Wallonische Region (Belgien)

In der Wallonischen Region Belgiens legt ein Erlass fest, dass Personen, die an einer Unverträglichkeit gegenüber elektromagnetischen Wellen leiden, besondere Schutzrechte haben. Demnach kann ein Nutzer oder ein anderes Mitglied desselben Haushalts verlangen, dass die Funkkommunikationsfunktion eines Geräts deaktiviert wird (Art. 7, §2, Abs. 2 des Erlasses). stopcompteurs.be

Schutz und Barriere gegen Funkbelastung

Für elektrosensible Personen (mittelmäßig Betroffene) gibt es einfache Möglichkeiten, eine Barriere zwischen Körper und funkenden Zählern zu schaffen. Der Funk bleibt dabei aktiv, die Maßnahme reduziert lediglich die direkte Exposition am Körper.

Einfache Variante:
Ein Stück Alufolie um bzw. auf den Heizkostenverteiler legen. Der Zähler muss nicht vollständig umwickelt werden – bereits ein Teil der Folie kann eine spürbare Barriere zwischen Sender und Körper schaffen. Dies ist besonders sinnvoll, wenn der Verteiler direkt unter einem Tisch angebracht ist und man sich häufig davor aufhält.

Für angrenzende Räume:
Befindet sich ein Heizkostenverteiler an einer Wand direkt neben z. B. dem Bett, kann eine größere, hinter dem Heizkörper befestigte Alufolie eine Barriere zwischen Körper und Verteiler bieten.

Hinweise zur Nutzung:
Bedenken, dass die Heizkosten durch die Folie verfälscht werden könnten, haben sich in der Praxis (des Admins) nicht bestätigt. Nach inzwischen drei Jahren Nutzung zeigte sich keine relevante Veränderung der Abrechnung. Eventuelle farbliche Spuren der Folie lassen sich problemlos abwischen.

Heizkostenverteiler
1 Stück Alufolie
Alufolie als Barriere angebracht

Begrenzte Genauigkeit bei der Heizkostenverteilung

Die Abrechnung von Heizkosten über Kalorimeter ist immer nur annähernd möglich, da dieses Messverfahren nicht auf einer strengen wissenschaftlichen Grundlage basiert. Eine wirklich präzise Messung ist nur dann möglich, wenn jede Wohnung über einen eigenen Heizwasserkreislauf verfügt, etwa in einem separaten Heizkreis oder bei horizontal verteilten Heizsystemen.

Kommentare von Betroffenen und mögliche Lösungen

„Bei meiner Mutter in Burgund (Frankreich) wurde ein elektronischer Heizkostenverteiler installiert. Früher wurden die Werte einmal jährlich von einer Person abgelesen. Die neuen Geräte sind nun an einen zentralen Konzentrator angeschlossen: Die Daten werden zwar nur einmal pro Jahr offiziell abgelesen, intern jedoch alle 4 bis 5 Minuten rund um die Uhr aktualisiert – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Die Installationsfirma weigert sich, die alten Geräte wieder einzubauen.

Es ist ähnlich wie bei Smart Metern (Linky): Alle Geräte müssen angeschlossen werden, ohne Zustimmung der Bewohner und ohne Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte. Wir haben zunächst versucht, die Geräte teilweise abzuschirmen. Schließlich entschied der Verwalter der Wohnanlage, die Geräte meiner Mutter zu entfernen (man zahlt eine Pauschale, die von den anderen Wohnungen desselben Typs im Gebäude abhängt).

Diese Firma vergisst wie alle anderen in diesem Bereich, dass sie im Dienste des Kunden steht und nicht umgekehrt.facebook.com (Beitrag 01.12.2024)

6 Antworten

  1. Christina Rippler sagt:

    Eine Frage..wenn ich den smarten Heizkörpermesser in Alu einwickel, mißt er dann trotzdem noch normal ? Beeinträchtigt es das Messergebnis nicht ?
    Und geht das auch mit dem Stremableserkasten im Flur (geht auch über Funk)…

    Dankbar für Antwort

    MFG
    Christina Rippler

    • Admin Elektrosensibel-ehs sagt:

      Hallo, ich kann nur für den Ableser an der Heizung sprechen (als Betroffener). Die Alufolie habe ich seit 2 Jahren dran (siehe Fotos). Bisher keine Auffälligkeiten bzgl. der Rechnung aufgetreten, und ich nutze diese aufgrund Elternzeit fast durchgehend. Vorher war die Folie nicht notwendig. Die neuen Ableser sind jedoch bemerkbar, wenn man unmittelbar davor sitzt. Daher nutze ich die Folie als Barriere zwischen Heizkörper und mir. Hatte starke Bedenken bzgl. der Messergebnisse, sah mich aber genötigt zu handeln, weil ich sonst nicht lange davor sitzen kann (fester Schreibtisch direkt am Heizkörper). Bisher alles top. Gebe jedoch keine Garantie. Ab März/ April kommt neue Abrechnung, sollte sich was ändern, melde ich mich gerne. BTW: der Verteiler wird ja nicht komplett eingewickelt, geht auch nicht- sondern die Folie nur wie eine Hülle/Deckel VORNE drauf gelegt. StromableserKasten muss jemand anderes beantworten. In jedem Fall ist ein HF-Messgerät zum prüfen der Ergebnisse immer vom Vorteil.

  2. Pi sagt:

    Mich wundert, dass der HKV mit Alufolie überhaupt noch Signale übermitteln kann, da doch hinten auch Metall ist, nämlich der Heizkörper. Schirmt der nicht ebenfalls ab?

    • M sagt:

      Ich vermute mal:
      Bei der üblichen Sendeleistung des HKV von 10 Milliwatt = 10000 Mikrowatt kommt es darauf an wie dick die Alufolie ist und wie weit der Funksammler entfernt ist.

  3. Micha sagt:

    @Admin: Was sagt deine NK-Abrechnung aus März/April? Hat sich an den Kosten etwas getan, nachdem die Zähler mit Alufolie eingewickelt waren? Mehr Verbrauch? Oder Ärger mit dem Ableser, weil nicht abgelesen werden konnte?

    Oder war alles okay, und niemand hat gemeckert?

    • Admin Elektrosensibel-ehs sagt:

      Ich habe eher aufgrund der allgemein gestiegenen Preise Bedenken gehabt. Die Heizkosten sind jedoch auch in diesem Jahr vollkommen im normalen Rahmen. Nichts auffälliges. Wie erwähnt decke ich die Alufolie nur locker drüber, falte es an den Seiten ans Gerät dran. Nicht extrem eng anliegend oder angeklebt. Auf diese Weise passt es. Ich mache das zudem nicht mit jedem Zähler, sondern nur an einem Heizkörper, da dieser unterm Schreibtisch steht.

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