Mit EHS leben

Mit EHS leben

Leben mit Elektrohypersensibilität (EHS)

Das Leben mit Elektrohypersensibilität (EHS) ist mit weitreichenden Einschränkungen verbunden. Betroffene verlieren häufig den Zugang zu öffentlichen Räumen wie Restaurants, Hotels oder Veranstaltungsorten. Auch Besuche bei Freunden und Familienangehörigen, insbesondere Übernachtungen oder gemeinsame Mahlzeiten, sind oft nicht mehr möglich. Medizinische Einrichtungen wie Arzt- oder Zahnarztpraxen werden gemieden oder können nicht aufgesucht werden. In vielen Fällen führt EHS zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zum Abbruch einer Ausbildung oder eines Studiums.

Ein zentrales Problem stellt die Wohnsituation dar. Bereits die Nutzung von WLAN, DECT-Telefonen oder anderen Funktechnologien durch Nachbarn kann einen Umzug notwendig machen. Die Installation neuer Mobilfunkantennen in geringer Entfernung verschärft die Situation zusätzlich. Wohnraum ohne relevante Funkbelastung ist kaum noch vorhanden, da WLAN-Signale Wohnungsgrenzen durchdringen und unabhängig von baulichen Strukturen wirken.

Auch Mobilität ist für EHS-Betroffene stark eingeschränkt. Moderne Fahrzeuge sind häufig mit fest verbauten SIM-Karten sowie permanent aktiven Funkmodulen ausgestattet (Mit 1. April müssen in allen Neuwagen eSIM-Karten verbaut sein). Fahrzeuge, in denen WLAN und Bluetooth vollständig deaktiviert oder entfernt werden können, sind nur schwer zu finden. Zusätzlich müssen geeignete Abschirmmaßnahmen ergriffen werden, um Aufenthalte in funkbelasteten Umgebungen überhaupt zu ermöglichen. facebook.com (Beitrag 08.03.2025)

Die Folgen für EHS Betroffene

Erfahrungen zweier EHS-Betroffener auf einer VR-Messe in Frankreich

Im März 2025 unternahmen die EHS-Betroffenen Anne Aster und Valerie Adam einen gemeinsamen Besuch der VR-Messe (Virtuelle Realität und 3D-Benutzeroberflächen) in Frankreich. Während ihres rund siebenstündigen Aufenthalts wurden sie von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern angesprochen und um Erläuterungen gebeten. Die Reaktionen waren überwiegend respektvoll und sachlich. Lediglich eine dort beschäftigte Person äußerte Ablehnung gegenüber ihrer Anwesenheit. Abgesehen davon kam es zu keinen respektlosen Vorfällen. facebook.com (Beitrag 08.03.2025)

Auswirkungen der Elektrohypersensibilität auf den Alltag

Elektrohypersensibilität (EHS) beeinflusst zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens. Betroffene berichten über gesundheitliche Beschwerden im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern, wie sie durch WLAN, Mobilfunk, Bluetooth oder andere drahtlose Technologien entstehen. Diese Belastungen führen häufig zu erheblichen Einschränkungen im privaten, beruflichen und sozialen Umfeld.

Zu den wiederkehrenden Herausforderungen zählen der eingeschränkte Zugang zu Wohnraum, Schwierigkeiten bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie der weitgehende Ausschluss von öffentlichen Einrichtungen und Arbeitsplätzen. Auch medizinische Versorgung, soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe sind für viele Betroffene nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Im Folgenden werden ausgewählte Erfahrungsberichte von Menschen mit Elektrohypersensibilität vorgestellt. Sie geben Einblick in die konkreten Auswirkungen auf den Alltag und verdeutlichen die individuelle Belastungssituation. Deutsche bzw. übersetzte Berichte folgen. ehsf.dk

Bericht einer Lehrerin über Elektrohypersensibilität

Pernille Schriver, Grundschullehrerin und ausgebildete Biologin, berichtet über gesundheitliche Beschwerden im Zusammenhang mit drahtloser Kommunikationstechnologie. Insbesondere die von WLAN-Routern ausgehenden Mikrowellen führen bei ihr zu körperlichem Unwohlsein, wenn sie sich über längere Zeit in deren Nähe aufhält. Aus diesem Grund hat sie in ihrem privaten Wohnumfeld auf die Nutzung von WLAN, Mobiltelefonen und Bluetooth vollständig verzichtet. facebook.com


Handystrahlung bedroht Ihre Gesundheit

Die Lehrerin Pernille Schriver äußert erhebliche gesundheitliche Bedenken im Zusammenhang mit Mobilfunk- und WLAN-Strahlung. In ihrem Bericht beschreibt sie die aus ihrer Sicht problematischen Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf ihre Gesundheit sowie auf ihren beruflichen Alltag. Besonders kritisch sieht sie die Situation im schulischen Umfeld, da die WLAN-Belastung in Klassenräumen nach ihren Angaben ein Vielfaches der empfohlenen Richtwerte erreicht.

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