Hörbeispiele & Frequenzübersicht

Hörbeispiele & Frequenzübersicht

Hörbeispiele elektromagnetischer Strahlung

Elektromagnetische Strahlung ist für unsere Sinne unsichtbar: sie hat keinen Geruch, keinen Geschmack, ist geräuschlos und farblos. Sie breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus und ist von den meisten Menschen praktisch nicht wahrnehmbar. Dennoch können hohe oder chronische Expositionen gesundheitliche Auswirkungen haben, insbesondere für Menschen, die als elektrosensibel (EHS) gelten. Selbst geringe Strahlungsintensitäten können für sie den Alltag erheblich beeinträchtigen.

Um die Belastung sichtbar oder hörbar zu machen, werden EMF-Messgeräte eingesetzt. Diese Geräte erfassen die Stärke der elektromagnetischen Felder und können die Signale der einzelnen Quellen in charakteristische Töne umwandeln. So wird die sonst unsichtbare Strahlung akustisch erfahrbar. Jede Quelle – sei es Mobilfunk, WLAN oder DECT – hat ihren eigenen „Klang“, der Aufschluss über Frequenz und Intensität gibt.

Ziel dieser Hörbeispiele ist es, das Bewusstsein für die potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen von hochfrequenter Strahlung zu schärfen und die Zusammenhänge zwischen HF-emittierenden Geräten wie Smartphones, WLAN-Routern oder Funktechnologien und der damit verbundenen Exposition besser nachvollziehbar zu machen.

Hörbeispiele elektromagnetischer Felder – ausgewählte Links

Hörbeispiele

Smart Meter

Strahlenbelastung durch Smart Meter
Dieses Video zeigt die Strahlenbelastung von Smart Metern in Großbritannien, mit Spitzenwerten alle zwei Sekunden. Die volle Leistung kann bis zu 60.000 µW/m² betragen – etwa fünfmal so hoch wie ein typischer WLAN-Router. (Messgerät: Gigaherz Solutions HF35c)

WLAN-Router

Typischer Indoor-Mix
Ein WLAN-Router, der mit Geräten wie Computer, Tablet oder Smartphone kommuniziert, erzeugt hochfrequente, gepulste Signale. Frequenzen: 2,4 GHz, 5,1 GHz, 5,8 GHz.


WLAN | In diesem Video werden mögliche gesundheitliche Auswirkungen von WLAN-Strahlung thematisiert. Ab Minute 01:40 (Video beginnt ab hier) sind die akustisch hörbar gemachten Signale eines WLAN-Routers zu hören.


WLAN | Reine Audioaufnahme eines gepulsten WLAN-Signals, erzeugt durch einen WLAN-Router und mit einem HF-Messgerät (HF59B mit Filter FF10 auf Wlan eingestellt) hörbar gemacht. Die Aufnahme verdeutlicht die typische Pulsung und zeitliche Struktur der WLAN-Strahlung ohne visuelle Darstellung.

DECT-Schnurlostelefon

Hochfrequenz-Sound eines DECT-Telefons
Die meisten Telefone nutzen DECT 6.0 (1,9 GHz). Seltenere Frequenzen: 900 MHz, 2,4 GHz, 5,8 GHz.

DECT-Babyphone

Hochfrequenz-Ton eines Babyphones
Babyphones arbeiten ähnlich wie DECT-Telefone (1,9 GHz). Weitere genutzte Frequenzen: 49 MHz, 902 MHz, 2,4 GHz.

HAARP-Sender

Elektromagnetische Impulse in der Ionosphäre

Das HAARP-Projekt (High-Frequency Active Auroral Research Program) in Alaska nutzt hochfrequente Radiowellen, teilweise moduliert auf extrem niedrige Frequenzen (ELF), um die Ionosphäre gezielt zu untersuchen. Betrieben wird die Anlage von der US Air Force, der US Navy und der University of Alaska.

Die Anlage besteht aus rund 180 Hochfrequenzantennen, die auf etwa 14 Hektar verteilt sind und elektromagnetische Energie in Höhen von etwa 80 bis 150 Kilometern abstrahlen. Dort verlaufen natürliche elektrische Ströme entlang des Erdmagnetfeldes, sogenannte Electrojets, die durch die HF-Signale angeregt werden können.

Offiziell dient HAARP der wissenschaftlichen Erforschung ionosphärischer Prozesse und der Verbesserung von Kommunikation. Militärische Dokumente verweisen jedoch darauf, dass die Ionosphäre auch für Zwecke des Verteidigungsministeriums nutzbar gemacht werden soll, unter anderem zur Kommunikation mit U-Booten (sehr niedrige Frequenzen dringen tief in den Ozean ein- aber auch einige hundert Meter in den Erdboden.). Kritische Darstellungen beschreiben den angeregten Elektrojet als eine großräumige, künstliche Antenne, die elektromagnetische Strahlung in Richtung Erde abstrahlt. welt.de

HAARP-Signale – Hörbare HF-Übertragungen

Dieses Video zeigt, was Funkamateure und SDR-Hobbyisten empfangen, wenn HAARP-Sender aktiv sind – also die elektromagnetischen Muster als hörbare Töne, die über Radio-Empfänger demoduliert wurden. Die hier gezeigten Wellenformen und verwendeten Frequenzen sind gängige Werte, die HAARP in der Vergangenheit gezeigt und verwendet hat. Mojave-Wüste, Kalifornien, USA, 2014.

Mobilfunkmasten

  • 4G LTE – typische Frequenzen je nach Land und Netzbetreiber

5G

  • 5G – Standort Österreich; Frequenzbänder: 700 MHz, 3,4–3,8 GHz, 6–28 GHz.

Allgemeine EMF-Quellen

Elektromagnetische Wellen hören
Beispiele: TV, Fernbedienung, Laptop, PC-Maus, WLAN-Router, Handy und Lampe.

Elektrosmog- anschauliche Experimente

Aufnahmen stark abstrahlender TV Boxen

Messgeräte: Acousticom 2, Gigahertz Solutions HF32D und Esmog Spion (Min. 02:12)

Kaufbare Klangbeispiele hochfrequenter Signale

Diese Audio-Sammlung (Link) enthält typische Geräuschmuster hochfrequenter Störquellen und ist als CD erhältlich. Sie eignet sich zur Nutzung mit allen Breitband-Empfängern mit AM-Demodulation, etwa Elektrosmog-Messgeräten, HF-Analysatoren oder portablen Detektoren.

Die Aufnahmen unterstützen dabei, gehörte Signale besser einzuordnen und einzelnen Quellen zuzuweisen – besonders hilfreich für Einsteiger. Enthalten sind unter anderem Klangbeispiele von Mobilfunkstationen, Handys, DECT-Schnurlostelefonen, Fernsehsignalen sowie weiteren häufig vorkommenden HF-Quellen. priggen.com

Frequenzbereiche

Elektromagnetische Wellen umgeben uns ständig – vom Radiosender über WLAN bis hin zum Mobilfunknetz. Sie werden durch ihre Frequenz und Wellenlänge charakterisiert, was entscheidend für ihre Reichweite, Durchdringung und Anwendung ist. Höhere Frequenzen ermöglichen schnellere Datenübertragung, werden aber stärker abgeschwächt, während niedrigere Frequenzen weite Entfernungen überbrücken können.

Die Welt der Frequenzen reicht von wenigen Hertz bis in den Gigahertz- und sogar Terahertzbereich. Jede Funktechnologie – UKW-Radio, Mobilfunkgenerationen 1G bis 5G, WLAN oder DECT-Telefone – nutzt spezifische Frequenzbereiche, die auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten sind. Durch die Kenntnis der Frequenzen und Wellenlängen lassen sich nicht nur Reichweite und Signalverhalten einschätzen, sondern auch gezielte Schutz- oder Optimierungsmaßnahmen planen, etwa bei funkarmer Umgebung oder EMF-abschirmenden Lösungen.


Frequenz und Wellenlänge: Wie elektromagnetische Wellen gemessen werden

Elektromagnetische Wellen werden über ihre Frequenz gemessen, also darüber, wie oft eine Welle in einer Sekunde schwingt. Eine Schwingung entspricht einem kompletten „Auf- und Ab“ der Welle – man spricht auch von einem Zyklus.

Die Einheit dafür ist Hertz (Hz): 1 Hz bedeutet, dass die Welle einmal pro Sekunde schwingt. Eine Frequenz von 1 kHz (Kilohertz) bedeutet 1.000 Zyklen pro Sekunde, 1 MHz (Megahertz) entspricht 1 Million Zyklen pro Sekunde und 1 GHz (Gigahertz) 1 Milliarde Zyklen pro Sekunde.

Über diese Frequenzangabe lässt sich die Wellenlänge berechnen, also der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen. Kurze Wellenlängen bedeuten hohe Frequenzen (schnelle Schwingungen), lange Wellenlängen niedrige Frequenzen (langsamer).

Kurz gesagt: Hertz misst, wie schnell die Welle „schwingt“, und daraus lassen sich Reichweite, Durchdringung und Einsatzmöglichkeiten ableiten.

Grundprinzip: Je höher die Frequenz, desto kürzer die Wellenlänge und desto schneller die Schwingungen. Das beeinflusst Reichweite, Durchdringung und Datenübertragung: niedrige Frequenzen reichen weit, hohe Frequenzen übertragen große Datenmengen, kommen aber weniger weit.

So kann man sich vorstellen, dass jede Technologie ihre „eigene Geschwindigkeit“ an Schwingungen hat, die bestimmt, wie sie funktioniert und wie weit das Signal reicht.

Frequenzen und Wellenlängen im Überblick

Beispielgerät / Technologie
FrequenzWellenlängeHinweis
UKW-Radio87,6–107,9 MHz (niedrig)ca. 3 m (lang)Radiosender senden Musik und Sprache; Reichweite groß, Datenrate niedrig
Mikrowellenherd2,45 GHz (hoch)ca. 12 cm (kurz)Wasser- und Fettmoleküle werden erhitzt; hohe Frequenz, kurze Wellenlänge
WLAN2,4 GHz / 5 GHz (hoch)ca. 12 cm / 6 cm (kurz)Datenübertragung zwischen Geräten; Reichweite geringer bei 5 GHz
DECT-Telefon
1880–1900 MHz (hoch)
ca. 16 cm (kurz)Drahtlose Festnetztelefone
1G Mobilfunk
450 MHz (niedrig)

ca. 66 cm (mittel)
Erstes analoges Mobilfunknetz (A-, B-, C-Netz), Sprachdienste
2G (GSM)890–915 / 935–960 MHz (mittel)ca. 33 cm (mittel)Ab 1991, ermöglichte SMS und mobile Telefonie
3G (UMTS, HSPA, EVDO)1920–1980 / 2110–2170 MHz (hoch)ca. 15 cm (kurz)Ab 1998, mobile Internetnutzung bis einige Mbit/s
4G (LTE, WiMAX)
700–800 MHz, 1800–2600 MHz (mittel–hoch)
12–43 cm (mittel–kurz)
Ab 2008, hohe Datenraten bis mehrere hundert Mbit/s bis 1 Gbit/s
5G Standard700–800 MHz, 3,4–3,8 GHz, 6–28 GHz (mittel–sehr hoch)1 cm–43 cm (sehr kurz–mittel)Ab 2019; Frequenzen >24 GHz = Millimeterwellen, Wellenlänge <1 cm
Digitale Bündelfunksysteme (TETRA)380–400 / 410–430 / 450–470 MHz, 870–920 MHz (niedrig–mittel)0,33–0,79 m (mittel–lang)Nutzung für Polizei, Rettungsdienste

Farbcodierte Tabelle

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