Smartwatches

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Wie funktioniert eine Smartwatch – und was sollte man bedenken?

Smartwatches sind im Grunde kleine Computer, die man am Handgelenk trägt. Sie synchronisieren sich drahtlos mit einem Smartphone – entweder über Android oder iOS – und bieten dadurch Zugang zum Internet sowie zur Verbindung mit anderen Bluetooth-fähigen Geräten. Mit ihnen kann man nicht nur Apps nutzen, Nachrichten versenden und empfangen oder Medien abspielen, sondern auch Aktivitäten protokollieren, Termine im Blick behalten und sogar körpereigene Vitalfunktionen wie Puls oder Schlafverhalten messen.

Dank ihrer Vielseitigkeit und ihres modernen Designs sind Smartwatches äußerst beliebt – längst nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen. Ihr Tragekomfort und die ständige Verfügbarkeit machen sie zu einem scheinbar perfekten Begleiter für den Alltag.

Dennoch gibt es eine Kehrseite, die meiner Meinung nach viel zu selten thematisiert wird: Wie alle drahtlosen Geräte senden auch Smartwatches hochfrequente elektromagnetische Strahlung aus. Diese wird vom Körper aufgenommen – und bei dauerhaftem, engem Hautkontakt über viele Stunden hinweg sind mögliche biologische Langzeitwirkungen nicht ausgeschlossen.

Besonders bedenklich ist, dass Smartwatches oft genau dafür beworben werden: Sie sollen den ganzen Tag – und jeden Tag – getragen werden. Genau diese ständige Nähe zum Körper macht sie aus gesundheitlicher Sicht heikler als viele andere elektronische Geräte, die nur zeitweise genutzt werden.

Smartwatch-Strahlung – Was Sie wissen sollten

Selbst wenn Smartwatches nicht aktiv genutzt werden, senden sie über die aktive Bluetooth-Verbindung kontinuierlich hochfrequente elektromagnetische Strahlung (RF-Strahlung) aus. Besonders besorgniserregend ist die Kombination aus der unmittelbaren Nähe der Strahlungsquelle zum Körper und der oft mehrstündigen Tragezeit. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Teil der abgestrahlten Energie tatsächlich vom Körpergewebe absorbiert wird -1 – und je näher eine Strahlungsquelle am Körper liegt, desto höher ist prinzipiell die aufgenommene Dosis.

Mögliche gesundheitliche Auswirkungen

Zu den von Nutzern berichteten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Darüber hinaus deuten wissenschaftliche Studien auf subtilere biologische Effekte hin: Forschungsarbeiten zu 5G-tauglichen Wearables belegen Veränderungen im oxidativen Stress-Level von Hautzellen sowie Einflüsse auf den Kalziumhaushalt und die Expression von Stressproteinen -4. Tierversuche zeigen zudem bei chronischer Strahlenexposition mögliche neuroendokrine Veränderungen und Verhaltensauffälligkeiten – selbst bei Werten unterhalb der geltenden Grenzwerte -4. Auch wenn die Datenlage beim Menschen noch begrenzt ist, gibt es Hinweise auf messbare physiologische Reaktionen wie eine veränderte Herzratenvariabilität bei längerem Tragen von Smartwatches -4.

Besondere Gefahr für Träger von Herzimplantaten

Ein besonders sensibles Thema ist die Wechselwirkung mit medizinischen Implantaten. Aktuelle Forschungen der University of Utah zeigen, dass Wearables mit sogenannter Bioimpedanz-Technologie – die schwache elektrische Signale durch den Körper senden – Herzschrittmacher und implantierbare Defibrillatoren (ICDs) stören können -3. Die Störungen könnten im Extremfall dazu führen, dass ein Schrittmacher seine Impulse nicht mehr richtig abgibt oder ein ICD einen unnötigen, schmerzhaften Schock auslöst -3. Das National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) in den USA empfiehlt deshalb Menschen mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren, auf solche Geräte zu verzichten -9. Auch die britische Herzstiftung rät zur Vorsicht -3.

Bemerkenswert ist, dass in den Bedienungsanleitungen vieler Geräte ausdrücklich vor möglichen Interferenzen mit medizinischen Implantaten gewarnt wird. Dieses Kleingedruckte ist ein klares Eingeständnis der Hersteller, dass die von diesen Geräten ausgehenden Frequenzen durchaus „wirkungsvoll“ sein können – mehr als oft kommuniziert wird.

Apple Watch Series 5 – Strahlungsrisiko höher als beim Smartphone?

Der Kanal Heads of Tech hat die hochfrequente Strahlung (RF) der Apple Watch Series 5 gemessen und mit der eines typischen Smartphones verglichen. Ziel des Videos ist es, die Strahlenbelastung eines am Handgelenk getragenen Wearables zu untersuchen. Nicht-ionisierende Strahlung wird seit Jahrzehnten erforscht. Einige Studien weisen auf mögliche biologische Effekte hin, darunter Veränderungen des Hormonhaushalts oder kognitive Beeinträchtigungen. Dr. Devra Davis, im Video erwähnte Expertin, hat auf diesem Gebiet publiziert und warnt vor voreiligen Entwarnungen.

Offizielle SAR-Werte (Apple Watch Series 5):

  • Am Kopf (10 mm Abstand): 0,59 W/kg
  • Am Handgelenk: 0,34 W/kg
  • US-Grenzwert: 1,6 W/kg

Die offiziellen Werte liegen deutlich unter dem Grenzwert. Unabhängige Messungen können je nach Methodik abweichen. Das Video liefert einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über Strahlenexposition durch tragbare Elektronik.

Zwei kritische Aspekte von Smartwatches

1. Datenschutzrisiken

Smartwatches übertragen persönliche Daten drahtlos über Bluetooth oder WLAN an gekoppelte Smartphones und oft auch an Cloud-Dienste. Diese ständige Datenübertragung birgt Sicherheitsrisiken. Studien zeigen, dass viele Wearables Sicherheitslücken aufweisen – etwa unverschlüsselte Datenübertragungen oder schwache Authentifizierungsmechanismen. Besonders kritisch ist dies bei Nutzern, die ihre Uhr für kontaktloses Bezahlen (NFC) verwenden

In der Vergangenheit konnten Sicherheitsforscher wiederholt Schwachstellen in Smartwatch-Betriebssystemen nachweisen, die theoretisch den Diebstahl persönlicher Daten oder sogar die Manipulation von Zahlungsfunktionen ermöglichen. Zudem werden Gesundheitsdaten wie Puls oder Schlafverhalten oft von Drittanbietern verarbeitet, ohne dass Nutzer vollständig kontrollieren können, wer Zugriff auf diese sensiblen Informationen hat.


2. Gesundheitsrisiken durch Strahlung und blaues Licht

Smartwatches senden kontinuierlich hochfrequente elektromagnetische Strahlung (RF) aus, solange sie mit dem Smartphone verbunden sind. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft hochfrequente Felder als „möglicherweise krebserregend“ (Kategorie 2B) ein, basierend auf Studien, die ein erhöhtes Risiko für bestimmte Hirntumoren bei intensiver Mobilfunknutzung nahelegen. Zudem zeigen neuere Forschungen biologische Effekte wie oxidativen Stress und Veränderungen der Herzratenvariabilität. Viele Nutzer berichten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel bei längerem Tragen – Symptome, die in Studien zur sogenannten Elektrosensibilität dokumentiert sind.

Ein weiterer gesundheitlicher Faktor ist das blaue Licht der Displays. Es hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und kann so den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus stören. Die Folge: Einschlafprobleme, oberflächlicher Schlaf und dadurch bedingte Konzentrations- und Gedächtnisprobleme am nächsten Tag. Eine Metaanalyse von 22 Studien bestätigt den signifikanten Zusammenhang zwischen der Nutzung von Bildschirmgeräten am Abend und einer schlechteren Schlafqualität.

Weitere Einschränkungen von Smartwatches

Ungenauigkeit der Sensoren

Die in Smartwatches verbauten Sensoren liefern nicht immer präzise Messergebnisse. Eine umfangreiche Studie der Stanford University untersuchte sieben verschiedene Wearables und stellte fest: Während die Herzfrequenzmessung mit einer Fehlerquote von unter 5 % relativ genau arbeitet, sind die Messungen des Energieverbrauchs (Kalorienverbrauch) oft erheblich ungenau. Selbst das genaueste getestete Gerät wich im Durchschnitt um 27 % ab, das ungenaueste sogar um 93 % -1. Die Forscher betonten, dass Menschen ihre Lebensentscheidungen auf diese Daten stützen, obwohl die Geräte nicht den Standards medizinischer Messgeräte entsprechen -1.

Auch bei der Schrittzählung kann es zu Abweichungen kommen – je nach Trageweise und Bewegungsmuster um bis zu 20–30 %. Die optische Pulsmessung per Photoplethysmographie (PPG) ist zudem anfällig für Störfaktoren: Hautpigmentierung, Tätowierungen, Bewegung oder schlechte Durchblutung bei Kälte können die Messwerte verfälschen. Eine aktuelle Studie bestätigt, dass Herzfrequenzmessungen am Handgelenk zwar mit klinischen Referenzgeräten vergleichbar sein können, die Genauigkeit jedoch von der Messposition und der Aktivität abhängt -8. Für medizinische Zwecke sind die Daten daher nur bedingt geeignet.


Belastung für die Augen

Der kleine Bildschirm von Smartwatches – meist zwischen 1,2 und 1,8 Zoll – stellt besondere Anforderungen an die Sehkraft. Texte und Symbole sind stark verkleinert, was die Akkommodationsfähigkeit der Augen fordert. Studien belegen, dass die Nutzung kleiner Bildschirme zu asthenopischen Beschwerden führen kann – einem Symptomkomplex aus Augenermüdung, Trockenheit, Brennen und Kopfschmerzen -10. Besonders Menschen mit Alterssichtigkeit oder anderen Sehschwächen haben Schwierigkeiten, die Anzeigen scharf zu erkennen.

Selbst Personen mit normalem Sehvermögen können unter der ständigen Fokussierung auf winzige Schriftgrößen und dem häufigen Wechsel zwischen Bildschirm und Umgebung leiden. Die American Optometric Association empfiehlt daher, bei der Nutzung kleiner Displays regelmäßige Pausen einzulegen und den Abstand zu vergrößern, wenn möglich.

Garmin, Apple & Co. – Ein Blick auf die Hersteller

Garmin Smartwatch – Hautprobleme im Fokus

Nutzer berichten über Hautirritationen wie Rötungen und Ausschläge nach längerem Tragen. Die Ursachen sind in der Regel mechanische Reizung durch Schweiß, Reibung oder Kontaktallergien gegen Materialien – nicht die Strahlung des Geräts. Garmin empfiehlt, die Haut trocken zu halten und die Uhr bei Beschwerden abzulegen.


Apple Watch – Strahlenbelastung im Vergleich

Apple-Uhren sind besonders besorgniserregend, da Apple mit früheren Produkten (wie AirPods) bewiesen hat, dass sie nicht viel Wert auf Sicherheit legen oder versuchen, einen niedrigen SAR-Wert beizubehalten. Sehen Sie sich hier die vollständige Bewertung der Strahlung von Apple-Uhren an. Wie Garmin haben auch die Menschen Bedenken hinsichtlich Strahlenverbrennungen geäußert, aber es gab bisher keine „ausreichenden Beweise“, um die beiden miteinander zu verbinden. beatemf.com

Das Hauptproblem: Fehlende Langzeitdaten

Smartwatches gibt es erst seit etwa einem Jahrzehnt am Massenmarkt – zu kurz, um verlässliche Langzeitstudien über mögliche gesundheitliche Auswirkungen durchzuführen. Während akute Effekte wie Kopfschmerzen oder Hautreizungen dokumentiert sind, bleibt die entscheidende Frage offen: Was passiert nach 10, 20 oder 30 Jahren täglichen Tragens?

Bei hochfrequenter Strahlung (EMF) sind es die kumulativen Effekte über Jahre, die Sorgen bereiten. Die WHO und die IARC betonen, dass die Langzeitexposition weiterer Forschung bedarf.

Die größten Studien zu Mobilfunkstrahlung (z.B. Interphone) liefern keine eindeutigen Krebsbelege, zeigen aber Hinweise auf erhöhte Risiken bei intensiver, jahrelanger Nutzung. Eine direkte Übertragung auf Smartwatches ist jedoch schwierig, da diese sich in Sendeleistung, Abstand und Nutzungsdauer deutlich unterscheiden. Forscher wie Dr. Devra Davis und das Bundesamt für Strahlenschutz fordern spezifische Langzeitstudien für Wearables. Die BioInitiative Working Group warnt vor möglichen Risiken chronischer Niedrigdosis-Exposition.

Was wir jetzt tun können

Bis belastbare Daten vorliegen, gilt das Vorsorgeprinzip:

  • Uhr nicht zu eng tragen
  • Nachts ablegen oder in den Flugmodus versetzen
  • Bluetooth bei Nichtnutzung deaktivieren
  • Regelmäßige Tragepausen einlegen
  • Kinder nur bei Bedarf tragen lassen

Das Umweltbundesamt empfiehlt, die persönliche Strahlenexposition so gering wie möglich zu halten (ALARA-Prinzip).

Wir haben zwar eine Vorstellung von der Wirkung der Strahlung auf kurze Sicht, aber es sind weitere Studien erforderlich, um zu bestätigen, was nach jahrelangem Gebrauch aus unserer Exposition entstehen kann. Das Beste, was wir jetzt tun können, ist, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und darauf zu achten, dass wir unsere Geräte nicht missbrauchen. Abgesehen davon sollten wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, wie wir das tun können.

Gibt es einen wirksamen Strahlenschutz für Smartwatches?

Wenn eine Abschirmung funktioniert, dann sollte man eine Art reflektierendes Material verwenden. Diese wird zwischen Ihrer Haut und dem Boden der Uhr platziert. Aber denken Sie darüber nach, in welcher Position Sie Ihre Hand halten, wenn Sie die Uhr aktiv benutzen- vor Ihrem Gesicht, vielleicht einen Fuß entfernt. Das Abschirmmaterial lenkt die HF von Ihrem Handgelenk ab, aber jetzt ist es evtl. auf Ihr Gesicht gerichtet.

Haken: Abschirmprodukte erzeugen ein trügerisches Sicherheitsgefühl. Wer glaubt, geschützt zu sein, wird möglicherweise nachlässiger im Umgang mit dem Gerät – etwa die Uhr länger tragen oder nachts nicht ablegen. Das Gegenteil könnte der Fall sein: Statt die Exposition zu reduzieren, verlängert der Nutzer unbewusst die tägliche Strahlenbelastung.

Empfohlen wird stattdessen:

  • Abstand halten: Der einfachste und effektivste Schutz ist Distanz. Schon wenige Zentimeter reduzieren die Strahlenbelastung exponentiell.
  • Tragezeit reduzieren: Uhr nachts ablegen, im Flugmodus betreiben oder bei Nichtnutzung Bluetooth deaktivieren.
  • Nicht in Kopfnähe nutzen: Telefonieren über die Uhr vermeiden; stattdessen das Smartphone oder Freisprecheinrichtung nutzen.
  • Kinder und Jugendliche: Empfindlichere Organe und schnellere Zellteilung machen jüngere Menschen potenziell anfälliger – hier ist besondere Vorsicht geboten.

Drei Maßnahmen gegen HF-Strahlung von Smartwatches

1. Zurück zu analogen Uhren

Analoguhren sind vielleicht weniger „smart“, aber sie setzen Sie keiner hochfrequenten Strahlung aus. Jahrzehntelang haben sie zuverlässig ihren Dienst getan – ohne gesundheitliche Bedenken.

Bevor Sie eine Smartwatch kaufen, sollten Sie sich fragen: Brauchen Sie die Hightech-Features wirklich? Geht es Ihnen um Wellness-Daten? Dann könnte ein einfacher Fitness-Tracker ohne Bluetooth die bessere Alternative sein. Die meisten Apps und Benachrichtigungen lassen sich problemlos über Smartphone oder Laptop nutzen – Geräte, die nicht rund um die Uhr hautnah getragen werden.

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt generell, die persönliche Exposition so gering wie möglich zu halten. Eine klassische Uhr ist diesbezüglich die risikoärmste Wahl.


2. Flugzeugmodus nutzen

Der Flugzeugmodus deaktiviert alle drahtlosen Verbindungen – WLAN, Bluetooth und Mobilfunk. Die HF-Strahlung wird damit auf Null reduziert. Viele Funktionen bleiben erhalten: Bereits heruntergeladene Musik, der Schrittzähler oder die Stoppuhr arbeiten weiterhin.

Tipp: Nutzen Sie den Flugzeugmodus tagsüber bei Nichtbedarf und konsequent nachts.


3. Nicht im Schlaf tragen

Viele Smartwatches bewerben Schlaf-Tracking als Feature – doch das ist aus Strahlenschutz-Sicht kritisch. Bei 7–8 Stunden Schlaf pro Nacht kommen so viele Stunden zusätzlicher HF-Exposition zusammen, die vermeidbar wären.

Hinzu kommt das Problem des blauen Lichts: Es hemmt die Melatonin-Produktion und kann den Schlaf-Wach-Rhythmus stören. Studien zeigen, dass Bildschirmlicht am Abend die Einschlafzeit verlängert und die Schlafqualität verschlechtert – das Gegenteil dessen, was Schlaf-Tracking erreichen will.

Wichtige Zusatzmaßnahmen

  • Uhr nicht zu eng tragen – enger Kontakt erhöht die absorbierte Strahlungsmenge
  • Bluetooth bei Nichtnutzung deaktivieren – spart zudem Akku
  • Kinder und Jugendliche – empfindlichere Zellteilung, daher besonders vorsichtig nutzen
  • Telefonate über die Uhr vermeiden – die Nähe zum Kopf erhöht die Exposition deutlich

Fazit: Sind Smartwatches gefährlich?

Bis jetzt gibt es noch keine definitive Antwort darauf, ob Smartwatches sicher sind oder nicht. Auf der einen Seite behaupten einige Forscher, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Es wurden jedoch viele Studien über elektromagnetische und hochfrequente Strahlung durchgeführt (z. B. BioInitiative-Report), die Hinweise auf biologische Effekte wie oxidativen Stress und Zellveränderungen zeigen. Die Interphone-Studie fand bei intensiver, jahrelanger Nutzung erhöhte Risiken für bestimmte Hirntumoren. Während die FCC (in Deutschland ICNIRP) fest davon überzeugt ist, dass EMF-Strahlung kein Grund zur Besorgnis ist (es wird nur die Wärmeerzeugung berücksichtigt), sagen die (nicht von der Mobilfunkbranche finanzierten) Studien (welche die athermischen Auswirkungen berücksichtigen) etwas anderes.

Auffällig: Studien mit Industriefinanzierung kommen seltener zu kritischen Ergebnissen als öffentlich finanzierte – ein Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte.

Was tun wir also gegen solche widersprüchlichen Behauptungen? Zumindest sollten wir sie „intelligent“ einsetzen- z.B. die Geräte öfter in den Flugzeugmodus setzen. Solange keine gesicherten Langzeiterkenntnisse vorliegen, empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz das Vorsorgeprinzip: Exposition so gering wie möglich halten. beatemf.com

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