Wie kann man die Stadt für elektrosensible Menschen zugänglicher machen?

Eine von Ingenieursstudenten in der Metropole Lyon durchgeführte Studie beschreibt das tägliche Leben elektrosensibler Menschen in der Stadt. Sie empfiehlt mehrere Wege zur Entwicklung der Zugänglichkeit für alle.

Die Frage der elektrosensiblen Öffentlichkeit wird in der öffentlichen Politik zunehmend diskutiert, am Schnittpunkt von Gesundheitspolitik (insbesondere Behindertenpolitik) und Wirtschaftspolitik für die Entwicklung der Telekommunikation.

Die Métropole Lyonnaise in Frankreich hat daher 5 Studenten der INSA Lyon mit einem exploratorischen Forschungsprojekt beauftragt. Sie sollen das tägliche Leben elektro-überempfindlicher Menschen im Großraum Lyon evaluieren und Empfehlungen für eine bessere Zugänglichkeit des Gebiets zu geben. Diese Untersuchung hat gezeigt, dass der Zugang zur Stadt für elektro-überempfindliche Menschen mit vielen Hindernissen verbunden ist. Der öffentliche Nahverkehr beispielsweise ist besonders unwirtlich und die Mobilität elektro-überempfindlicher Menschen entsprechend eingeschränkt.

Viele Orte in der Metropole sind für Menschen nach dem Ausbruch ihres Syndroms seltener geworden. Sei es der Wohnort, der Arbeitsplatz oder die Parks, die sie beispielsweise gerne aufsuchten. Dies führt dazu, das sie viele Strategien entwickeln. Dazu gehören individuelle Schutzausrüstungen, angepasste Routen, Antizipation räumlicher Praktiken und gezielte Kommunikation mit der Nachbarschaft, um die Belastung durch elektromagnetische Felder zu reduzieren.

Verlust des Zugangs zu öffentlichen Räumen

Trotz dieser Strategien hat das Elektro-Hypersensitivitätssyndrom eine stark marginalisierende Wirkung auf die Betroffenen. Das führt zu einer Störung des Wohnverlaufs, zur Vermeidung von Orten der Geselligkeit, zum Verlust des Zugangs zu öffentlichen Räumen. Aber auch in der Folge zu einem starken Rückgang der Anzahl der frequentierten Orte führt. Soziale Isolation, einschließlich der Isolation von Familie und Freunden, kann die Folge sein.

Die Studie, die auf qualitativen Interviews basiert, gibt mehrere Empfehlungen, um die Einbeziehung elektrosensibler Personen zu erleichtern. Das betrifft die Schulung und Sensibilisierung für dieses Syndrom, Anerkennung des Elektrosensibilitätssyndroms in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten. Ebenfalls die Reflexion in der Bildungsumgebung usw.

Das Thema ist unbefristet und wird sicherlich auch für andere Gemeinschaften von Interesse sein.

Lesen Sie mehr:

Laden Sie den vollständigen Studienbericht „Zugang zur Stadt für elektro-überempfindliche Menschen“ herunter, INSA Lyon Mai 2020 preventica.com

Quelle: preventica.com

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