Elektrosensibilität

Elektrosensibilität

Was ist Elektrosensibilität?

Elektrosensitivität, elektromagnetische Überempfindlichkeit, Elektrohypersensitivität oder das Syndrom der Unverträglichkeit gegenüber elektromagnetischen Feldern ist eine Reaktion der Unverträglichkeit des Körpers gegenüber elektromagnetischen Feldern in Dosen, die unter den Grenzen der geltenden Vorschriften liegen. Elektrosensible besitzen eine geringere Toleranz gegenüber elektromagnetischer Strahlung als die durchschnittliche Bevölkerung.

Elektrische Überempfindlichkeit ist ein Zustand, der sich über einen langen Zeitraum und unter Exposition aufbaut. Genauso wie manche Menschen durch den Verzehr von Nüssen, Milchprodukten oder Gluten akute Gesundheitsprobleme bekommen, sind andere besonders empfindlich gegenüber elektromagnetischer Strahlung. Die gesundheitlichen Probleme treten unter anderem in Form von Kopfdruck, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, verschwommenes Sehen und Stimmungsschwankungen auf- ziemlich früh nach Beginn der Exposition. Andere bemerken die Auswirkungen der Strahlung nicht bzw. vermuten die Strahlung nicht als Problem- bis eine schwere Krankheit auftritt (u.a. Krebs | WHO- Einstufung von HF als mögliches menschliches Karzinogen).

Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sollte der Begriff „Sensibilität“ als die Fähigkeit des Organismus verstanden werden, etwas zu erkennen und sollte nicht mit dem abwertenden Begriff „Empfindlichkeit“ verwechselt werden. Elektrosensibilität zeigt eine größere Fähigkeit zur bewussten Erkennung elektromagnetischer „Schadstoffe“ als das durchschnittliche Individuum. Dies ist keineswegs eine Pathologie.

Schätzungen zufolge sind derzeit 3- 5% der Weltbevölkerung stark elektrosensitiv, wobei 30- 50% symptomatisch moderat betroffen sind. Es wird erwartet, dass diese Zahlen mit der Verbreitung von WLAN, Smart Cities, Smart Homes und 5G signifikant zunehmen werden.

  • Das von der WHO erstellte Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen (ICD) klassifiziert Elektrosensibilität mit der Kennziffer Z58: “Kontaktanlässe mit Bezug auf die physikalische Umwelt“
  • Die kanadische Menschenrechtskommission hat am 15.06.2007 eine Richtlinie zu Umweltsensitivitäten verabschiedet. Diese Richtlinie ist für die Arbeitgeber des Bundes gesetzlich bindend und stellt einen Präzedenzfall für andere dar. In dieser Richtlinie wird EHS als Umweltsensitivität und daher als Behinderung eingestuft.

Das Mikrowellensyndrom

Ursprünglich wurde EHS als Mikrowellen- bzw. Radiowellenkrankheit bezeichnet und gewinnt immer mehr an Bedeutung. EHS wurde in den Jahren des kalten Krieges am bekanntesten, als Russland Mikrowellenstrahlung an die US-Botschaft in Moskau übertrug und die Mitarbeiter der Botschaft an einer Reihe von Gesundheits- und kognitiven Problemen erkrankten. Viele erkrankten später an Krebs. Elektrosensibilität ist seit 1932 und unter folgenden Bezeichnungen bekannt: Mikrowellenkrankheit, Radiowellensyndrom, EMF-Intoleranzsyndrom und Rapid Ageing-Syndrom. History of EHS

Industrienahe Grenzwerte

“Zeitgleich mit dem flächendeckenden Ausbau des Mobilfunks zu Beginn der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden von einem privaten Verein aus industrienahen Technikern, Ingenieuren und Physikern, der sich den Namen ICNIRP gab (International Commission on Non Ionising Radiation Protection), Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Mobilfunk aufgestellt. Diese Werte wurden 1996 vom Bundestag in der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung zum Gesetz erhoben. Seither berufen sich Industrie, Behörden, Politiker, Justiz und Medien auf diese Werte. Es wird behauptet, bei Einhaltung dieser Grenzwerte bestehe keine Gefahr für Mensch und Natur durch Mobilfunkstrahlung. Diese Behauptung ist wissenschaftlich falsch und sachlich absurd, vor allem aber gesundheits- und lebensgefährdend.

hohenlohe-ungefiltert.de

Symptome bei Elektrosensibilität

Symptome unter EMF-Belastung

  • Kopfschmerzen, Kopfdruck, Benommenheit, innere Unruhe, Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung/ Reizbarkeit und depressive Tendenzen
  • Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, sowie Schwindel
  • Herz-Kreislauf-Störungen, Hör-und Sehstörungen
  • Lern-und Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Kribbeln/ ziehen (zbsp. Kopfhaut), Brennen, Hautrötung und Hautausschläge

Ein großer Teil der Symptome verschwindet nach Beendigung der Exposition durch Ortswechsel bzw. durch die Entfernung von DECT-Telefonen, WLAN oder durch Abschirmung. Dr. Klaus Scheler

Seit 1932 bekannt

Elektrosensibilität wurde erstmals 1932 vom deutschen Arzt PD. Dr. Erwin Schliephake (Universität Jena-Gießen) erkannt. In der medizinischen Wochenschrift hat er erstmals die Krankheitszeichen, welche bei Bestrahlung durch Kurzwellen bei Menschen aufgetreten sind, als „Mikrowellensyndrom“ bezeichnet. Dieser Arzt wusste vor 80 Jahren, was Unternehmen und Regierungen immer noch zu bestreiten versuchen. Die menschliche Biologie reagiert auf langfristige, nicht-thermische Expositionen von Mikrowellenstrahlung, die weit unter den „staatlichen Richtlinien“ liegen, die schützen sollen. emfanalysis.com

Umweltbedingt erkrankt

Diese potenziell schwächende Erkrankung wird häufig als „Umweltkrankheit“ eingestuft, wobei EMF als Umweltgift betrachtet werden. Sie manifestiert sich typischerweise in einer Reihe von neurologischen, immunologischen und endokrinologischen Symptomen, wenn eine Person Hochfrequenzstrahlung, Magnetfeldern, elektrischen Feldern und allgemein Elektrosmog ausgesetzt ist. Die Symptome variieren in der Regel mit der Dosis, Dauer und Intensität der EMF-Exposition. Die Symptome lassen nach, wenn die Person sich von der EMF-Quelle entfernt, kehren jedoch zurück, sobald die EMF-Quelle wieder in die Umgebung der Person eingeführt wird.

Wie Professor und Neurobiologe Olle Johansson betont, sollten elektrosensible Menschen nicht als krank angesehen werden, sie leiden nicht an einer Pathologie, aber sie sind behindert aufgrund der extremen Umweltverschmutzung durch starken Elektrosmog. Elektrohypersensibilität sollte nicht als ein Bruch der Toleranzschwelle des Körpers gegenüber EMF verstanden werden, da Lebewesen nicht zur Unterstützung dieser Schadstoffe hergestellt werden! Der Begriff „Überempfindlichkeit“ ist verwirrend und impliziert, dass die beobachteten Symptome und Funktionsstörungen auf eine Immunreaktion allergischer Art gegen EMF zurückzuführen sind. lescitoyenseclaires.org

Auf internationaler Ebene haben Wissenschaftler und Epidemiologen Tausende von geprüften Forschungsstudien veröffentlicht, die schädliche biologische Wirkungen (DNA-Schäden, oxidativen Stress und Brüche der Blut-Hirn-Schranke) aufzeigen, die sich aus der Exposition gegenüber Hochfrequenz- und anderen künstlichen elektromagnetischen Feldern ergeben. Diese biologischen Wirkungen sind Vorläufer für chronische Krankheiten und Krebs und treten auf intrazellulärer und interzellulärer Ebene auf, unabhängig davon, ob sich eine Person symptomatisch fühlt oder nicht. 

Umweltkranke, die sensibel auf kleinste Spuren von Chemikalien oder auf elektromagnetische Strahlung reagieren, haben es im Alltag und Beruf schwer. Sie werden häufiger als Personen mit AIDS, Allergien, Asthma, Magenbeschwerden, Trauma oder Tuberkulose in ihrem Berufsleben diskriminiert. Ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit hängt von den Räumlichkeiten und der Akzeptanz ihres Umfeldes ab. Leider treffen sie dabei noch viel zu häufig auf Unverständnis und Intoleranz, obwohl Chemikaliensensitivität (MCS) und Elektrosensibilität (EMF) in einigen Ländern als Schwerbehinderung anerkannt sind. Elektrosensible haben es besonders schwer. Wer auf Strom und Strahlung reagiert, ist durch die ständig zunehmende Belastung sehr beeinträchtigt und hat noch weniger Rückzugsrefugien als vergleichsweise Chemikaliensensible, von der Akzeptanz dieser relativ neuen Umweltsensibilität in der Gesellschaft und bei Behörden ganz zu schweigen.

csn-deutschland.de

Drahtlose Technologie- das stille Umweltgift

Dass die Frage „Mobilfunk und Gesundheit“ öffentlich kaum präsent ist, hat mit einem unfassbaren Informationsmangel, aber auch mit Verdrängen zu tun. Viele wollen nicht wissen. Die staatlichen Gesundheitsbehörden versagen. Die Massenmedien schweigen oder verharmlosen.

Bürgerwelle

EUROPEAM Richtlinie

“Wir empfehlen, elektromagnetische Hypersensitivität (EHS) klinisch als einen Teil der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI) zu behandeln- aber dabei anzuerkennen, dass die eigentliche Ursache in der Umwelt begründet liegt.“ Multisystemerkrankungen sind u.a.: Chemikaliensensibilität (MCS), Fibromyalgie und das chronische Müdigkeitssyndrom (CFS). MCS-Erkrankte sind überdies oft zusätzlich von Elektrosensibilität betroffen. EUROPAEM Richtlinie 2016.

Niederfrequenz und Hochfrequenz

Wo Energie erzeugt, transportiert und angewendet wird, werden Felder aufgebaut, die zB unter Hochspannungsleitungen durch Leuchtstoffröhren sichtbar gemacht werden können.

Unterschieden wird zwischen Niederfrequenter und Hochfrequenter Strahlung. Hochfrequente Strahlung wird als elektromagnetische Strahlung bezeichnet (LTE, WLAN, DECT etc). Haushaltsstrom fällt in den Bereich der Niederfrequenten Strahlung, welche wiederum in elektrische und magnetische Strahlung unterteilt wird. Wo Energie erzeugt bzw. transportiert und angewendet wird, werden Felder aufgebaut. Schließt man dann ein Verbraucherendgerät an die Steckdose steht dieses unter Spannung.

Aufgrund der immensen Feldstärken unter Hochspannungsleitungen können Leuchtstoffröhren zum leuchten gebracht werden. Elektromagnetische Felder entstehen aber nicht nur unter Stromleitungen, sondern vor allem auch bei Funkmasten, Handys, WLAN-Routern, Mikrowellen etc.

Der Umgang mit elektrohypersensiblen Menschen und dem Grundgesetz

Wenn der Staat keinen Anlass sieht, seine Schutzpflicht gemäß Artikel 2.2 GG zu erfüllen oder wenn er den an sich geschützten Raum der eigenen vier Wände nicht vor Strahlungsintensitäten bewahrt, die nach dem Stand der Erkenntnis gesundheitsschädigend sein können, beispielsweise nach der Einstufung der WHO Krebs verursachen könnten, so tangiert das die Grundrechte jedes Bürgers. Besonders hart von den Einstellungen der Mobilfunkpolitik betroffen ist aber die wachsende Minderheit elektrohypersensibler Menschen. Die Leitlinie 2016 macht zugleich deutlich, wie absurd und inhuman es bei dem Stand der Erkenntnis wie im internationalen Vergleich erscheint, wenn der deutsche Staat diese Gruppe seiner Bürger pauschal zu einer Ansammlung von Hypochondern und eingebildeten Kranken erklärt. Strahlenbedingt Kranke soll es offenbar nicht geben, weil sie rücksichtsvollere Einstellungen der Technikpolitik fordern würden. Wo ist in solchen Vorgängen der gesetzliche Schutz von Minderheiten, wo die viel berufene Unantastbarkeit der Menschenwürde gemäß Artikel 1 GG, das wohl zentralste und umfassendste aller Menschenrechte, geblieben? Haben sich die politisch Verantwortlichen je gefragt, was es für die Entwicklung einer Gesellschaft längerfristig bedeutet, wenn immer mehr Bürger durch Staat und Industrie zu einem menschenunwürdigen Leben in Kellern oder zur verzweifelten Suche nach letzten Funklöchern gezwungen und von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgeschlossen werden? Nach den beobachtbaren Einstellungen des Umgangs mit elektrohypersensiblen Menschen erscheint die betriebene Mobilfunkpolitik als ein unzureichend informiertes Programm staatlicher Technik- und Wirtschaftspolitik, das den Robusten zur gewünschten Norm erhebt, sensibleren Menschen aber mehr oder minder diskret mitteilt, dass sie weder erwünscht sind noch gebraucht werden.

Kompetenzinitiative

“Menschen müssen Krankheiten ertragen, damit das Wirtschaftsmodell weiterbesteht“

„Die stillschweigende Ausgrenzung von Menschen mit Umwelt-Sensibilitäten“. Pamela R. Gibson analysiert, warum die vom Wachstumswahn und Profitgier getriebene kapitalistische Gesellschaft die Menschen, die durch die Auswirkungen ihrer Produktionsweise und ihrer Produkte krank werden, zu einer ungeschützten, ausgegrenzten Minderheit macht. aerzte-und-mobilfunk.eu

Prof. Dr.-Ing. Götz C. Kappen (Elektrotechnik und Informatik)

Dass Menschen ganz unterschiedlich sensibel auf Funk- und Tonsignale reagieren, sei normal. „Manche reagieren schon auf Radio- oder Bluetoothfrequenzen mit Kopfschmerzen.“

azonline.de

Auch Mitarbeiter der WHO betroffen

Frau Dr. Gro Harlem Brundtland ist die bekannteste Person, die von EHS betroffen ist. Sie ist die ehemalige norwegische Premierministerin und ehemalige Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es wird angenommen, dass sie 2003 aus der WHO vertrieben wurde, weil sie in einem Pressegespräch mitteilte, dass Handys innerhalb weniger Meter Kopfschmerzen verursachen würden. Diese Offenbarung stimmte nicht mit den wirtschaftlichen Interessen der WHO überein.

Ist Elektrosensibilität eine Allergie?

Ist Elektrosensibilität eine Allergie?

Einige Menschen sind stärker von EMF betroffen als andere, und letztendlich ähnelt diese Überempfindlichkeit gegen EMF einer Allergie.

EHS ist analog zu einer Allergie, jedoch sollte es eher als Intoleranz-Syndrom gegenüber (künstl.) elektromagnetischen Feldern verstanden werden. Sobald der Körper elektrosensibel reagiert, besteht die einzige bekannte Behandlung darin, die Exposition deutlich zu reduzieren. Dies kann dramatische Auswirkungen auf das eigene Leben haben, da einige Elektrosensible ihre Karriere, ihr Zuhause, soziale Netzwerke und manchmal sogar ihre Familie aufgeben müssen. Diese Menschen sind EMF-Flüchtlinge. Es gab viele Selbstmorde auf der ganzen Welt im Zusammenhang mit schweren Fällen von EHS. Daher kann Elektrosensibilität verheerende Auswirkungen auf Einzelpersonen und Familien haben. Jedoch muss angemerkt werden, das nicht der Mensch die Schwachstelle ist, sondern der Rücksichtslose Ausbau Hochfrequenter Funkstrahlung in alle Bereiche des Lebens.

Gesundheitliche Beschwerden durch die EMF sind ähnlich einer Allergie: durch die dauernde Belastung des Körpers ist dieser über kurz oder lang nicht mehr imstande, sich gegen die hohe Belastung zu wehren und reagiert mit verschiedenen physischen und psychischen Krankheiten. Bildlich gesehen: EMF sind wie Wassertropfen, die langsam ein Glas füllen und zuletzt braucht es nur noch einen Tropfen, und das Glas überläuft. Folge: die physischen und psychischen Beschwerden werden spürbar und sichtbar für die Umgebung der Betroffenen.

strahltech.ch

Die öffentlich bekannten Elektrosensiblen sind nur die Spitze des Eisbergs

Aus Presse und TV sind von den vielen Menschen, die unter WLAN- und Mobilfunkstrahlung, Haus- und Bahnstrom, Elektrozäunen und weiteren Strahlungsquellen leiden, nur ganz wenige öffentlich bekannt. Von ihren zahllosen Leidensgenossinnen und -genossen weiß kaum jemand. Denn die meisten Elektrosensiblen wollen sich nicht als strahlungsempfindlich offenbaren, um in Beruf und Sozialleben nicht massiv benachteiligt zu sein.

buergerwelle.de

Krebsforscher Dominique Belpomme

Bereits im Jahr 2004 hatte der französische Krebsforscher Dominique Belpomme auf die Risiken der Nutzung von Mobiltelefonen hingewiesen. Zehn Jahre später ist er überzeugt, dass elektromagnetische Felder eine massive Gefahr für die Menschheit darstellen und zu neuen Krankheiten führen, beispielsweise der Elektrohypersensitivität. Der Mediziner, der sich als „Pionier“ sieht, spricht über die strittige Anerkennung dieser Pathologie.

geobiologischer-beratungsdienst.de

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