Elektrosensibilität

Elektrosensibilität

Was ist Elektrosensibilität?

Elektrosensibilität ist die erhöhte Empfindlichkeit gegenüber (künstlichen) elektromagnetischen Feldern wie sie z. Bsp. von WLAN-Routern/ DECT- Telefonen und Mobilfunkmasten ausgehen. Elektrosensible besitzen eine geringere Toleranz gegenüber elektromagnetischer Strahlung als die durchschnittliche Bevölkerung. Dies ist insbesondere auf die zunehmende Verwendung von drahtlosen Geräten zurückzuführen, welche die Strahlung auf ein schädliches Maß gebracht hat. Menschen mit Elektrosensibilität sind in der Regel vollkommen gesund. Die “Krankheit“ liegt in der Umgebung (elektromagnetische Strahlung), weshalb EHS zu den Umwelterkrankungen gezählt werden kann. EHS kann zudem als Stressphänomen angesehen werden, da die elektromagnetischen Felder im Körper eine Stressreaktion hervor rufen.

Die von der WHO erstellte “internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD) klassifiziert Elektrosensibilität mit der Kennziffer Z58: “Kontaktanlässe mit Bezug auf die physikalische Umwelt“ (Belastung durch elektromagnetische hochfrequente Felder).

Die kanadische Menschenrechtskommission hat am 15.06.2007 eine Richtlinie zu Umweltsensitivitäten verabschiedet. Diese Richtlinie ist für die Arbeitgeber des Bundes gesetzlich bindend und stellt einen Präzedenzfall für andere dar. In dieser Richtlinie wird EHS als Umweltsensitivität und daher als Behinderung eingestuft.


Das Mikrowellensyndrom

Ursprünglich wurde EHS als Mikrowellen- bzw. Radiowellenkrankheit bezeichnet und gewinnt immer mehr an Bedeutung. EHS wurde in den Jahren des kalten Krieges am bekanntesten, als Russland Mikrowellenstrahlung an die US-Botschaft in Moskau übertrug und die Mitarbeiter der Botschaft an einer Reihe von Gesundheits- und kognitiven Problemen erkrankten. Viele erkrankten später an Krebs. Elektrosensibilität ist seit 1932 und unter folgenden Bezeichnungen bekannt: Mikrowellenkrankheit, Radiowellensyndrom, EMF-Intoleranzsyndrom und Rapid Ageing-Syndrom. History of EHS


Industrienahe Grenzwerte

“Zeitgleich mit dem flächendeckenden Ausbau des Mobilfunks zu Beginn der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden von einem privaten Verein aus industrienahen Technikern, Ingenieuren und Physikern, der sich den Namen ICNIRP gab (International Commission on Non Ionising Radiation Protection), Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Mobilfunk aufgestellt. Diese Werte wurden 1996 vom Bundestag in der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung zum Gesetz erhoben.
Seither berufen sich Industrie, Behörden, Politiker, Justiz und Medien auf diese Werte. Es wird behauptet, bei Einhaltung dieser Grenzwerte bestehe keine Gefahr für Mensch und Natur durch Mobilfunkstrahlung. Diese Behauptung ist wissenschaftlich falsch und sachlich absurd, vor allem aber gesundheits- und lebensgefährdend.

hohenlohe-ungefiltert.de

Symptome bei Elektrosensibilität

Symptome unter EMF-Belastung

  • Kopfschmerzen, Kopfdruck, Benommenheit, innere Unruhe, Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung/ Reizbarkeit und depressive Tendenzen
  • Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, sowie Schwindel
  • Herz-Kreislauf-Störungen, Hör-und Sehstörungen
  • Lern-und Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Kribbeln/ ziehen (zbsp. Kopfhaut), Brennen, Hautrötung und Hautausschläge

Ein großer Teil der Symptome verschwindet nach Beendigung der Exposition durch Ortswechsel bzw. durch die Entfernung von DECT-Telefonen, WLAN oder durch Abschirmung. Dr. Klaus Scheler


Seit 1932 bekannt

Elektrosensibilität wurde erstmals 1932 vom deutschen Arzt PD. Dr. Erwin Schliephake (Universität Jena-Gießen) erkannt. In der medizinischen Wochenschrift hat er erstmals die Krankheitszeichen, welche bei Bestrahlung durch Kurzwellen bei Menschen aufgetreten sind, als „Mikrowellensyndrom“ bezeichnet. Dieser Arzt wusste vor 80 Jahren, was Unternehmen und Regierungen immer noch zu bestreiten versuchen. Die menschliche Biologie reagiert auf langfristige, nicht-thermische Expositionen von Mikrowellenstrahlung, die weit unter den „staatlichen Richtlinien“ liegen, die schützen sollen. emfanalysis.com


Umweltbedingt erkrankt

Umweltkranke, die sensibel auf kleinste Spuren von Chemikalien oder auf elektromagnetische Strahlung reagieren, haben es im Alltag und Beruf schwer. Sie werden häufiger als Personen mit AIDS, Allergien, Asthma, Magenbeschwerden, Trauma oder Tuberkulose in ihrem Berufsleben diskriminiert. Ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit hängt von den Räumlichkeiten und der Akzeptanz ihres Umfeldes ab. Leider treffen sie dabei noch viel zu häufig auf Unverständnis und Intoleranz, obwohl Chemikaliensensitivität (MCS) und Elektrosensibilität (EMF) in einigen Ländern als Schwerbehinderung anerkannt sind. Elektrosensible haben es besonders schwer. Wer auf Strom und Strahlung reagiert, ist durch die ständig zunehmende Belastung sehr beeinträchtigt und hat noch weniger Rückzugsrefugien als vergleichsweise Chemikaliensensible, von der Akzeptanz dieser relativ neuen Umweltsensibilität in der Gesellschaft und bei Behörden ganz zu schweigen.

csn-deutschland.de

Drahtlose Technologie- das stille Umweltgift

Dass die Frage „Mobilfunk und Gesundheit“ öffentlich kaum präsent ist, hat mit einem unfassbaren Informationsmangel, aber auch mit Verdrängen zu tun. Viele wollen nicht wissen. Die staatlichen Gesundheitsbehörden versagen. Die Massenmedien schweigen oder verharmlosen.

Bürgerwelle

EUROPEAM Richtlinie

“Wir empfehlen, elektromagnetische Hypersensitivität (EHS) klinisch als einen Teil der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI) zu behandeln, aber dabei anzuerkennen, dass die eigentliche Ursache in der Umwelt begründet liegt.“ EUROPAEM Richtlinie 2016. Multisystemerkrankungen sind:
Chemikaliensensibilität (MCS) / Fibromyalgie / chronische Müdigkeitssyndrom (CFS)
MCS-Erkrankte sind überdies oft zusätzlich von Elektrosensibilität betroffen.


Niederfrequenz und Hochfrequenz

Unterschieden wird zwischen Niederfrequenter und Hochfrequenter Strahlung. Hochfrequente Strahlung wird als elektromagnetische Strahlung bezeichnet (LTE, WLAN, DECT etc). Haushaltsstrom fällt in den Bereich der Niederfrequenten Strahlung, welche wiederum in elektrische und magnetische Strahlung unterteilt wird. Wo Energie erzeugt bzw. transportiert und angewendet wird, werden Felder aufgebaut. Schließt man dann ein Verbraucherendgerät an die Steckdose steht dieses unter Spannung.

Aufgrund der immensen Feldstärken unter Hochspannungsleitungen können Leuchtstoffröhren zum leuchten gebracht werden. Elektromagnetische Felder entstehen aber nicht nur unter Stromleitungen, sondern vor allem auch bei Handys/ WLAN-Routern/ Mikrowellen etc.:


Der Umgang mit elektrohypersensiblen Menschen und dem Grundgesetz

Wenn der Staat keinen Anlass sieht, seine Schutzpflicht gemäß Artikel 2.2 GG zu erfüllen, oder wenn er den an sich geschützten Raum der eigenen vier Wände nicht vor Strahlungsintensitäten bewahrt, die nach dem Stand der Erkenntnis gesundheitsschädigend sein können, beispielsweise nach der Einstufung der WHO Krebs verursachen könnten, so tangiert das die Grundrechte jedes Bürgers. Besonders hart von den Einstellungen der Mobilfunkpolitik betroffen ist aber die wachsende Minderheit elektrohypersensibler Menschen.Die Leitlinie 2016macht zugleich deutlich, wie absurd und inhuman es bei dem Stand der Erkenntnis wie im internationalen Vergleich erscheint, wenn der deutsche Staat diese Gruppe seiner Bürger pauschal zu einer Ansammlung von Hypochondern und eingebildeten Kranken erklärt. Strahlenbedingt Kranke soll es offenbar nicht geben, weil sie rücksichtsvollere Einstellungen der Technikpolitik fordern würden.
Wo ist in solchen Vorgängen der gesetzliche Schutz von Minderheiten, wo die viel berufene Unantastbarkeit der Menschenwürde gemäß Artikel 1 GG, das wohl zentralste und umfassend-ste aller Menschenrechte, ge-blieben? Haben sich die politisch Verantwortlichen je gefragt, was es für die Entwicklung einer Ge-sellschaft längerfristig bedeutet, wenn immer mehr Bürger durch Staat und Industrie zu einem menschenunwürdigen Leben in Kellern oder zur verzweifelten Suche nach letzten Funklöchern gezwungen und von der Teil-habe am gesellschaftlichen Le-ben weitgehend ausgeschlossen werden? Nach den beobachtbaren Einstellungen des Umgangs mit elektrohypersensiblen Menschen erscheint die betriebene Mobilfunkpolitik als ein unzureichend informiertes Programm staatlicher Technik- und Wirtschaftspolitik, das den Robusten zur gewünschten Norm erhebt, sensibleren Menschen aber mehr oder minder diskret mitteilt, dass sie weder erwünscht sind noch gebraucht werden.

Kompetenzinitiative

“Menschen müssen Krankheiten ertragen, damit das Wirtschaftsmodell weiterbesteht“

Die stillschweigende Ausgrenzung von Menschen mit Umwelt-Sensibilitäten“. Pamela R. Gibson analysiert, warum die vom Wachstumswahn und Profitgier getriebene kapitalistische Gesellschaft die Menschen, die durch die Auswirkungen ihrer Produktionsweise und ihrer Produkte krank werden, zu einer ungeschützten, ausgegrenzten Minderheit macht. Artikel

Prof. Dr.-Ing. Götz C. Kappen (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik)

Dass Menschen ganz unterschiedlich sensibel auf Funk- und Tonsignale reagieren, sei normal. „Manche reagieren schon auf Radio- oder Bluetoothfrequenzen mit Kopfschmerzen.“

azonline.de

Auch Mitarbeiter der WHO betroffen

Frau Dr. Gro Harlem Brundtland ist die bekannteste Person, die von EHS betroffen ist. Sie ist die ehemalige norwegische Premierministerin und ehemalige Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es wird angenommen, dass sie 2003 aus der WHO vertrieben wurde, weil sie in einem Pressegespräch mitteilte, dass Handys innerhalb weniger Meter Kopfschmerzen verursachen würden. Diese Offenbarung stimmte nicht mit den wirtschaftlichen Interessen der WHO überein.


Ist Elektrosensibilität eine Allergie?

Ist Elektrosensibilität eine Allergie?

EHS ist analog zu einer Allergie. Sobald der Körper elektrosensibel reagiert, besteht die einzige bekannte Behandlung darin, die Exposition deutlich zu reduzieren. Dies kann dramatische Auswirkungen auf das eigene Leben haben, da einige Elektrosensible ihre Karriere, ihr Zuhause, soziale Netzwerke und manchmal sogar ihre Familie aufgeben müssen. Diese Menschen sind EMF-Flüchtlinge. Es gab viele Selbstmorde auf der ganzen Welt im Zusammenhang mit schweren Fällen von EHS. Daher kann Elektrosensibilität verheerende Auswirkungen auf Einzelpersonen und Familien haben. Jedoch muss angemerkt werden, das nicht der Mensch die Schwachstelle ist, sondern der Rücksichtslose Ausbau Hochfrequenter Funkstrahlung in alle Bereiche des Lebens.

Gesundheitliche Beschwerden durch die EMF  sind ähnlich einer Allergie: durch die dauernde Belastung des Körpers ist dieser über kurz oder lang nicht mehr imstande, sich gegen die hohe Belastung zu wehren und reagiert mit verschiedenen physischen und psychischen Krankheiten. Bildlich gesehen: EMF sind wie Wassertropfen, die langsam ein Glas füllen und zuletzt braucht es nur noch einen Tropfen, und das Glas überläuft. Folge: die physischen und psychischen Beschwerden werden spürbar und sichtbar für die Umgebung der Betroffenen.

strahltech.ch

Die öffentlich bekannten Elektrosensiblen sind nur die Spitze des Eisbergs

Aus Presse und TV sind von den vielen Menschen, die unter WLAN- und Mobilfunkstrahlung, Haus- und Bahnstrom, Elektrozäunen und weiteren Strahlungsquellen leiden, nur ganz wenige öffentlich bekannt. Von ihren zahllosen Leidensgenossinnen und -genossen weiß kaum jemand. Denn die meisten Elektrosensiblen wollen sich nicht als strahlungsempfindlich offenbaren, um in Beruf und Sozialleben nicht massiv benachteiligt zu sein.

buergerwelle.de

Krebsforscher Dominique Belpomme

Bereits im Jahr 2004 hatte der französische Krebsforscher Dominique Belpomme auf die Risiken der Nutzung von Mobiltelefonen hingewiesen. Zehn Jahre später ist er überzeugt, dass elektromagnetische Felder eine massive Gefahr für die Menschheit darstellen und zu neuen Krankheiten führen, beispielsweise der Elektrohypersensitivität. Der Mediziner, der sich als „Pionier“ sieht, spricht über die strittige Anerkennung dieser Pathologie.

geobiologischer-beratungsdienst.de
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