Elektrosensibilität

Was ist Elektrosensibilität?

Elektrosensibilität ist eine Überempfindlichkeit gegenüber elektrischen und magnetischen Feldern. Menschen mit EHS (Elektrohypersensitivität) besitzen eine geringere Toleranz gegenüber elektromagnetischer Strahlung als die durchschnittliche Bevölkerung. Dies ist auf die zunehmende Verwendung elektrischer und drahtloser Geräte zurückzuführen, welche die Strahlung auf ein schädliches Maß gebracht haben. Betroffene sind in der Regel vollkommen gesund. Die “Krankheit“ liegt dementsprechend in der Umgebung (elektromagnetische Strahlung).
Es umfasst Symptome des Nervensystems wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Stress, Schlafstörungen, Hautsymptome wie Kribbeln, Brennen und Hautausschläge, Schmerzen in den Muskeln und viele andere gesundheitliche Probleme.
Eine solche Strahlenkrankheit ist in der Regel irreversibel. Sie tritt nicht nur bei Elektroempfindlichen auf, sondern kann, ohne dass die Belastung spürbar ist, alle in der Gesellschaft treffen.

Ursprünglich wurde EHS als Mikrowellen- oder Radiowellenkrankheit bezeichnet und gewinnt immer mehr an Bedeutung. EHS wurde in den Jahren des kalten Krieges am bekanntesten, als Russland Mikrowellenstrahlung an die US-Botschaft in Moskau übertrug und die Mitarbeiter der Botschaft an einer Reihe von Gesundheits- und kognitiven Problemen erkrankten. Viele erkrankten später als folglich an Krebs. EHS ist seit 1932 bekannt und in verschiedenen Ländern der Welt unter folgenden Bezeichnungen bekannt: Mikrowellenkrankheit, Radiowellensyndrom, EMF-Intoleranzsyndrom und Rapid Ageing-Syndrom.
Elektrosensibilität ist keine neue Erscheinung. Es ist nur aufgrund der Zunahme von drahtloser Technologie immer häufiger geworden. History of EHS


Umweltbedingt erkrankt

Umweltkranke, die sensibel auf kleinste Spuren von Chemikalien oder auf elektromagnetische Strahlung reagieren, haben es im Alltag und Beruf schwer. Sie werden häufiger als Personen mit AIDS, Allergien, Asthma, Magenbeschwerden, Trauma oder Tuberkulose in ihrem Berufsleben diskriminiert. Ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit hängt von den Räumlichkeiten und der Akzeptanz ihres Umfeldes ab. Leider treffen sie dabei noch viel zu häufig auf Unverständnis und Intoleranz, obwohl Chemikaliensensitivität (MCS) und Elektrosensibilität (EMF) in einigen Ländern als Schwerbehinderung anerkannt sind. Elektrosensible haben es besonders schwer. Wer auf Strom und Strahlung reagiert, ist durch die ständig zunehmende Belastung sehr beeinträchtigt und hat noch weniger Rückzugsrefugien als vergleichsweise Chemikaliensensible, von der Akzeptanz dieser relativ neuen Umweltsensibilität in der Gesellschaft und bei Behörden ganz zu schweigen. Artikel


EUROPEAM Richtlinie

“Wir empfehlen, elektromagnetische Hypersensitivität (EHS) klinisch als einen Teil der chronischen Multisystemerkrankungen (CMI) zu behandeln, aber dabei anzuerkennen, dass die eigentliche Ursache in der Umwelt begründet liegt.“ EUROPAEM Richtlinie 2016
Multisystemerkrankungen sind übrigens: Chemikaliensensibilität (MCS)/ Fibromyalgie und das chronische Müdigkeitssyndrom (CFS). MCS-Erkrankte sind überdies oft zusätzlich von Elektrosensibilität betroffen.


Seit 1932 bekannt

Elektrosensibilität wurde erstmals 1932 vom deutschen Arzt Erwin Schliephake erkannt. Dieser Arzt wusste vor 80 Jahren, was Unternehmen und Regierungen immer noch zu bestreiten versuchen. Die menschliche Biologie reagiert auf langfristige, nicht-thermische Expositionen von Mikrowellenstrahlung, die weit unter den „staatlichen Richtlinien“ liegen, die schützen sollen. Artikel


Niederfrequenz und Hochfrequenz

Unterschieden wird zwischen Niederfrequenter und Hochfrequenter Strahlung. Hochfrequente Strahlung wird als elektromagnetische Strahlung bezeichnet (LTE, Wlan, DECT etc).
Haushaltsstrom fällt in den Bereich der Niederfrequenten Strahlung, welche wiederum in elektrische und magnetische Strahlung unterteilt wird. Wo Energie erzeugt bzw. transportiert und angewendet wird, werden Felder aufgebaut. Schließt man dann ein Verbraucherendgerät an die Steckdose steht dieses unter Spannung.

Aufgrund der immensen Feldstärken unter Hochspannungsleitungen können Leuchtstoffröhren zum leuchten gebracht werden. Elektromagnetische Felder entstehen nicht nur unter den Stromleitungen, sondern auch durch Handys/ WLAN/ Mikrowelle:


Der Umgang mit elektrohypersensiblen Menschen und dem Grundgesetz

Wenn der Staat keinen Anlass sieht, seine Schutzpflicht gemäß Artikel 2.2 GG zu erfüllen bzw. den an sich geschützten Raum der eigenen vier Wände nicht vor Strahlungsintensitäten bewahrt (die nach dem Stand der Erkenntnis gesundheitsschädigend sein können, beispielsweise nach der Einstufung der WHO Krebs verursachen könnten), so tangiert das die Grundrechte jedes Bürgers. Besonders hart von den Einstellungen der Mobilfunkpolitik betroffen ist die wachsende Minderheit elektrosensibler Menschen. Die EUROPEAM Leitlinie 2016 macht deutlich, wie absurd und inhuman es bei dem Stand der Erkenntnis wie im internationalen Vergleich erscheint, wenn der deutsche Staat diese Gruppe seiner Bürger pauschal zu einer Ansammlung von Hypochondern und eingebildeten Kranken erklärt. Strahlenbedingt Kranke soll es offenbar nicht geben, weil sie rücksichtsvollere Einstellungen der Technikpolitik fordern würden. Ziel ist aber weiterhin die letzten Funklöcher zu schließen.

Wo ist der gesetzliche Schutz von Minderheiten, wo die viel berufene Unantastbarkeit der Menschenwürde gemäß Artikel 1 GG geblieben? Nach dem beobachtbaren Umgang mit elektrohypersensiblen Menschen erscheint die betriebene Mobilfunkpolitik als ein unzureichend informiertes Programm staatlicher Technik- und Wirtschaftspolitik, das den Robusten zur gewünschten Norm erhebt, sensibleren Menschen aber mehr oder minder diskret mitteilt, dass sie weder erwünscht sind noch gebraucht werden.Artikel


“Menschen müssen Krankheiten ertragen, damit das Wirtschaftsmodell weiterbesteht“

Die stillschweigende Ausgrenzung von Menschen mit Umwelt-Sensibilitäten“. Pamela R. Gibson analysiert, warum die vom Wachstumswahn und Profitgier getriebene kapitalistische Gesellschaft die Menschen, die durch die Auswirkungen ihrer Produktionsweise und ihrer Produkte krank werden, zu einer ungeschützten, ausgegrenzten Minderheit macht. Artikel


Auch Mitarbeiter der WHO betroffen

Frau Dr. Gro Harlem Brundtland ist die bekannteste Person, die von EHS betroffen ist. Sie ist die ehemalige norwegische Premierministerin und ehemalige Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es wird angenommen, dass sie 2003 aus der WHO vertrieben wurde, weil sie in einem Pressegespräch mitteilte, dass Handys innerhalb weniger Meter Kopfschmerzen verursachen würden. Diese Offenbarung stimmte nicht mit den wirtschaftlichen Interessen der WHO überein.


Ist Elektrosensibilität eine Allergie?

Elektrosensibilität ist analog zu einer Allergie. Sobald der Körper elektrosensibel reagiert, besteht die einzige bekannte Behandlung darin, die Exposition deutlich zu reduzieren. Dies kann dramatische Auswirkungen auf das eigene Leben haben, da einige Elektrosensible ihre Karriere, ihr Zuhause, soziale Netzwerke und manchmal sogar ihre Familie aufgeben. Diese Menschen sind EMF-Flüchtlinge. Es gab viele Selbstmorde auf der ganzen Welt im Zusammenhang mit schweren Fällen von EHS. Daher kann Elektrosensibilität verheerende Auswirkungen auf Einzelpersonen und Familien haben. Jedoch muss angemerkt werden, das nicht der Mensch die Schwachstelle ist, sondern der Rücksichtslose Ausbau Hochfrequenter Funkstrahlung in alle Bereiche des Lebens.


Die öffentlich bekannten Elektrosensiblen sind nur die Spitze des Eisbergs

Aus Presse und TV sind von den vielen Menschen, die unter WLAN- und Mobilfunkstrahlung, Haus- und Bahnstrom, Elektrozäunen und weiteren Strahlungsquellen leiden, nur ganz wenige öffentlich bekannt. Von ihren zahllosen Leidensgenossinnen und -genossen weiß kaum jemand. Denn die meisten Elektrosensiblen wollen sich nicht als strahlungsempfindlich offenbaren, um in Beruf und Sozialleben nicht massiv benachteiligt zu sein.Bürgerwelle


Elektrohypersensibilität- wie man eine somatische Krankheit zur Psychosomatischen macht

Wissenschaft im Dienste der Wirtschaft.
Elektrosensibilität kann durch ein Absinken der Toleranzschwelle gegenüber elektromagnetischen Felder entstehen (Schwächung des Organismus). Wenn Betroffene nicht rechtzeitig behandelt werden, kann sich eine Intoleranz gegenüber dem gesamten elektromagnetischen Wellenspektrum entwickeln. Elektrohypersensitive Menschen zu psychologisieren, ist folglich diskriminierend. Diese Art der Diskriminierung trifft alle Menschen, die von unserer Umwelt und Technik krank gemacht werden. Die Leugnung, dass es Elektrosensibilität gibt, ist ein Mythos, den die Mobilfunkindustrie systematisch aufgebaut hat. Die US-Psychologin Pamela Reed Gibson, Ph.D. hat diesen Mechanismus in ihrem Artikel beeindruckend analysiert: „Die Erwartung, dass die Körper der Menschen sich leicht an täglichen Dosen von weit verbreiteten Giften anpassen- in ihrer Wohnung und Arbeitsumgebung, ist Teil der kapitalistischen Ideologie.“ Diagnose Funk


Dafna Tachover

Dafna Tachover, selbst elektrosensibel, ist Gründerin von We Are The Evidence. Sie arbeitet in New York, sowie in Israel als Rechtsanwältin und hatte eine vielfältige internationale juristische und geschäftliche Karriere.
Sie erlangte technisches Verständnis für drahtlose Netzwerke und Infrastrukturen als Kommunikations- und Computeroffizier in den israelischen Verteidigungskräften. Seit ihrer Erkrankung (Elektrosensibiliät) kämpft sie für die Rechte von Elektrosensiblen


Krebsforscher Dominique Belpomme

Krebs Elektrosensibilität

Bereits im Jahr 2004 hatte der französische Krebsforscher Dominique Belpomme auf die Risiken der Nutzung von Mobiltelefonen hingewiesen. Zehn Jahre später ist er überzeugt, dass elektromagnetische Felder eine massive Gefahr für die Menschheit darstellen und zu neuen Krankheiten führen, beispielsweise der Elektrohypersensitivität. Der Mediziner, der sich als „Pionier“ sieht, spricht über die strittige Anerkennung dieser Pathologie. baubiologie-plauen


Allergiker haben es leicht

Sie reagieren entsprechend schnell auf Pollen und können auf fast alle Pollen eindeutig getestet werden. All jene die an Elektrosensibilität leiden habe es da schon schwieriger. Laut einer schweizer Studie leiden 2-5% der Bevölkerung an Elektrosensibilität. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Erscheinungsbilder nicht unbedingt sofort auftreten müssen und die Unpässlichkeiten auch viele andere Ursachen haben können. Bis zur eindeutigen Diagnose, die mitunter Jahre dauern kann, werden Elektrosensible oft auch als Hypochonder hingestellt. kaminek.at